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Holzbildhauerei

"Hör mal, wer da sägt und hämmert!"

Stefan Vollrath (SoSe 22: M9/B4)

Im Seminar von Stefan Vollrath im SoSe 2022 stand das Gestalten von Holzskulpturen im Fokus. Die Seminarteilnehmer:innen mussten zuerst entscheiden, welche Figur sie aus dem gewählten Holzstamm herausarbeiten wollen und sind dann mit viel Elan ans Werk gegangen.

Um mehr über den Gestaltungsprozess der Holzskulptur zu erfahren, hat Katharina Schneider mit Miriam Kunkel im Januar 2023 ein kurzes Interview geführt.

Liebe Miriam, auch wenn das Seminar zur Holzbildhauerei bei Herrn Vollrath schon im SoSe 22 stattgefunden hat, können Sie sich noch daran erinnern, wie Sie zur Idee gekommen sind, einen Pilz aus Holz zu gestalten?

Als es darum ging, sich ein Motiv zu überlegen, habe ich vorallem daran gedacht, was nach dem Seminar mit der Figur geschehen soll. Ich wollte etwas machen, was ich mir danach gerne ins Regal stelle und nicht etwas, was im Schrank einfach so verstaubt.

Ich glaube, was mich letztendlich auf die Idee gebracht hat, war ein kleiner Weihnachtsmann, der noch vom Winter in meinem Regal herumstand. Wie bei den Schlümpfen dachte ich mir, könnte man doch ein kleines „Pilzhaus“ machen.

Ausschlaggebend für die Entscheidung war außerdem, dass ich mir sicher war, diese in meinen Augen recht simple Form hinbekommen zu können, da ich bis zum Zeitpunkt des Seminars keinerlei Erfahrung mit Holzbildhauerei gesammelt hatte.

Erinnern Sie sich noch an den Gestaltungsprozess? Was ist Ihnen leicht, was schwer gefallen?

Wie auch andere im Seminar, mit denen ich mich im Prozess unterhalten habe, war ich überrascht davon, wie schwierig es doch ist, eine dreidimensionale Form von allen Seiten her passend zu gestalten. Immer, wenn ich dachte, die Form stimmt, hat es von einem anderen Winkel dann doch nicht gepasst. Die Schwierigkeit besteht glaube ich darin, nicht wie beim Tonen immer etwas hinzuzufügen bis die gewünschte Figur entstanden ist, sondern nur genau so viel wegzunehmen vom Holz, wie nötig. Was ich auch unterschätzt habe, war die körperliche Anstrengung. Positiv überrascht hat mich wiederum, dass ich dann doch schneller vorangekommen bin, als erwartet und so noch Zeit für ein paar Details hatte.  

Wie haben Sie den Prozess erlebt und worauf sind Sie besonders stolz?

Es hat definitiv Spaß gemacht und mir die Möglichkeit geboten, aus meinem Alltag etwas auszubrechen, da es sich sehr von meinen sonstigen Hobbies unterscheidet.

Ich habe mich sehr gefreut, dass ich es tatsächlich geschafft habe, meine Erwartungen, die ich zu Beginn des Seminars an mich selbst hatte, zu erfüllen und der Pilz so geworden ist, wie ich gehofft hatte.

Wenn der Pilz nicht auf der Ausstellung präsentiert wird, steht er jetzt zusammen mit dem kleinen Weihnachtsmännchen im Regal.

BILDUNG UND ERZIEHUNG IM KINDESALTER