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Auftraggeber: Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest, Baden-Baden. 
Projektdauer: Januar 1998 bis August 1999. 
Projektleitung: Prof. Dr. Horst Niesyto. 
MitarbeiterInnen mit dem Schwerpunkt Interviews: 
Inge Bozenhard (Freiburg), 
Karin Eble (Freiburg), 
Karl-Heinz Roller (Stuttgart). 

 

Ergebnisse der Studie

Die Ergebnisse der Studie sind in Form einer Kurz- und Langfassung zugänglich:

Die Kurzfassung (50 Seiten) ist auf der Homepage des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest als Download zugänglich.

 

 

 

 

Konzeption der Studie


Das zentrale Erkenntnisinteresse der Studie lag darin, bisherige Erfahrungen von medienpädagogischen Angeboten und Projekten mit Kindern und Jugendlichen aus benachteiligten Verhältnissen zu erheben und auszuwerten und für eine konzeptionelle Weiterentwicklung fruchtbar zu machen. 


Gegenstand der Studie war die rekonstruierende Erhebung und Auswertung von Angeboten und Projekten sowohl im aktiv-rezeptiven als auch im aktiv-produktiven Bereich der Medienpädagogik. Der Schwerpunkt lag auf der Erhebung in außerschulischen Praxisfeldern, weil hier besonders in der aktiven Medienarbeit die meisten Aktivitäten vorlagen. Im schulischen Bereich wurden Lehrerinnen und Lehrer aus Sonder-, Grund- und Hauptschulen, die über einschlägige medienpädagogische Erfahrungen verfügen, einbezogen. Die Studie wurde in Form von ca. 60 leitfadengestützten ExpertInnen-Interviews in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz durchgeführt. 


Folgende Fragestellungen standen im Vordergrund:

1. Was sind die personellen, institutionellen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen der jeweiligen medienpädagogischen Arbeit?

2. Was für medienpädagogische Angebote werden gemacht? Welche Absichten und Ziele verbinden sich damit? 

3. Wie ist der Zugang der Kinder und Jugendlichen zu diesen Angeboten? Welche Angebote und Themen stoßen auf Resonanz, welche eher auf Zurückhaltung? 

4. Welche gruppenbezogenen Arbeitsformen und welche Formen der Aneignung und Vermittlung von Medienkompetenzen haben sich bewährt? Mit welchen Formen hatten Kinder und Jugendliche eher Schwierigkeiten? 

5. Im aktiv-produktiven Bereich: welche praktischen Verwendungszwecke verbinden Kinder und Jugendliche mit den medienpädagogischen Angeboten? Was sind die Formen des Öffentlichmachens der Eigenproduktionen?

6. Was sind die zentralen Erfahrungswerte bezüglich der Rolle von MedienpädagogInnen und LehrerInnen bei der pädagogischen, ästhetischen und technischen Begleitung der Eigenproduktionen von Kindern und Jugendlichen? Was hat sich bewährt? Was sollte verändert werden? Wie ist das Verhältnis von "gelenkten" medienpädagogischen Aktivitäten und Möglichkeiten der freien Wahl durch Kinder und Jugendliche?

7. Inwieweit können Erfahrungswerte aus dem außerschulischen Bereich für die Entwicklung der schulischen Medienpädagogik fruchtbar gemacht werden? Welche Veränderungen in der Ausbildung, der Fortbildung, der inneren und äußeren Schulstruktur sind hierfür notwendig? 

 

 

 

 

Inhaltsverzeichnis der Langfassung

1 EINLEITUNG

2 MEDIENNUTZUNG, MEDIENPÄDAGOGIK UND SCHICHTUNTERSCHIEDE

3 ZUR REFLEXION VON INTENTIONEN UND ZIELEN
3.1 Wege zur Medienpädagogik
3.2 Ähnliche Grundintentionen und Ziele
3.2.1 Spaß haben
3.2.2 Freiwilligkeit
3.2.3 Orientierung an Lebenswelten
3.2.4 Orientierung an Medienwelten
3.2.5 Selbstbewusstsein fördern
3.3 Spezielle Intentionen und Ziele
3.3.1 Kritisch-reflexive Medienarbeit
3.3.2 Medienarbeit als Persönlichkeitsbildung
3.3.3 Medienarbeit als Wahrnehmungsbildung
3.3.4 Medienarbeit als berufliche Qualifizierung
3.3.5 Sonstige Intentionen und Ziele
3.4 Relevanz von Modellen und Forschungsergebnissen

4 WELCHE ZUGÄNGE SIND WICHTIG?
4.1 Problematische Zugangsformen
4.2 Aufsuchende Medienarbeit
4.3 Mobile Angebote
4.4 Lokale Vernetzungen
4.5 Persönliche Bezüge herstellen

5 MOTIVATION: FÖRDERNDE UND HEMMENDE FAKTOREN
5.1 "Spaß haben" und "Lust am Spielen"
5.2 Subjektorientierte Themen und Ausdrucksformen
5.3 Weitere motivationsfördernde Faktoren
5.4 Motivationshemmende Faktoren
5.5 Motivation und soziokulturelle Besonderheiten

6 KOMPETENZBILDUNG
6.1 Bewährte Formen der Kompetenzbildung
6.2 Schwierige Formen der Kompetenzbildung
6.3 Kompetenz und Handlungsorientierung
6.3.1 “Handwerk lernen” und "üben" in Verbindung mit “praktischem Tun”
6.3.2 Möglichkeiten zu “trial and error”, “rumspinnen”, “spielen mit Medien”
6.4 Kompetenz und Subjektorientierung
6.4.1 Kinder und Jugendliche haben ein begrenztes mediales Gestaltungswissen
6.4.2 Kinder und Jugendliche haben ein relativ entwickeltes mediales Gestaltungswissen
6.4.3 Zum Verhältnis von Verhältnis von Spontaneität und Planung
6.5 Kompetenz und Kreativität
6.5.1 Kreativitäts-Auffassungen bei den Expert/innen
6.5.2 Kreativitätsfördernde Faktoren
6.5.3 Kreativitätshemmende Faktoren
6.6 Computereinsatz in der Medienarbeit
6.6.1 Schwerpunkte der Kompetenzbildung in verschiedenen Praxisfeldern
6.6.2 Aneignungsformen bei Kindern und Jugendlichen

7 GRUPPENPROZESSE - WORAUF KOMMT ES AN?
7.1 Bewährte Arbeitsformen
7.1.1 Einen strukturierenden Rahmen schaffen
7.1.2 Arbeit in Kleingruppen
7.1.3 Keine voreiligen Spezialisierungen
7.1.4 Förderung von Teamfähigkeit und kommunikativer Kompetenz
7.1.5 Sozial-emotionales Lernen und Selbstbewusstein fördern
7.2 Zum Verhältnis von Prozess- und Produktorientierung
7.2.1 Stärkere Produktorientierung
7.2.2 Stärkere Prozessorientierung
7.2.3 Produkt- und Prozessorientierung hängen von Variablen ab
7.3 Der Faktor „Zeit“
7.3.1 Medienarbeit sollte sich ausreichend Zeit lassen
7.3.2 Medienarbeit sollte in sehr überschaubaren Zeiträumen stattfinden

8 MEDIENARBEIT UND ÖFFENTLICHKEIT
8.1 Verwendungszwecke von Eigenproduktionen
8.2 Orte des Öffentlichmachens
8.3 Förderung von Motivation
8.4 Förderung von Selbstbewusstsein
8.5 Förderung von Reflexionsfähigkeit und Toleranz
8.6 Problembereiche

9 MEDIENARBEIT UND GESCHLECHT
9.1 Mädchen und Medienarbeit
9.1.1 Stärkere Inhaltsorientierung
9.1.2 Größeres Durchhaltevermögen und besseres Sozialverhalten
9.1.3 Zurückhaltender Umgang mit Technik
9.2 Jungen und Medienarbeit
9.3 Erfahrungswerte aus gemischtgeschlechtlichen Gruppen
9.4 Förderung von Mädchen
9.5 Förderung von Jungen
9.6 Keine Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen

10 WAS FÜR MEDIENPÄDAGOG/INNEN BRAUCHEN WIR?
10.1 Barrieren überwinden und persönliche Bezüge herstellen
10.2 Schwerpunkte der Beratung
10.2.1 Kreative Inputs und allgemeine Motivationsarbeit
10.2.2 Ästhetische Beratung
10.3 Beratungsstile
10.3.1 Starke Strukturierungshilfen geben
10.3.2 Balance zwischen Selbständigkeit und Beratung 
10.4 Auswertung und Reflexion bei Medienproduktionen
10.5 Qualifikationsbedarf bei Mitarbeiter/innen
10.5.1 Pädagogische Kompetenzen
10.5.2 Ästhetische und technische Kompetenzen

11 WELCHE INFRASTRUKTUREN BRAUCHEN WIR?
11.1 Ausbau dezentraler Angebote
11.2 Medienpädagogik an Schulen: Zwischen Vorbehalten und Integration
11.3 Ausbau lokaler Kooperationen und Kompetenz-Netzwerke
11.4 Anforderungen an die Ausbildung
11.5 Anforderungen an die Fort- und Weiterbildung
11.6 Finanzielle Förderung

12 ZUSAMMENFASSUNG
12.1 Expert/innen bestätigen Benachteiligung
12.2 Personelle Voraussetzungen
12.3 Geeignete Zugänge schaffen
12.4 Vorhandene Stärken fördern und einfühlsam beraten
12.5 Infrastrukturelle Verbesserungen
12.6 Medienpädagogische Praxisforschung

13 HINWEISE ZUR DURCHFÜHRUNG DER STUDIE

LITERATUR

ANHANG

 

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