Seitensprache Deutsch Language not available / Sprache nicht verfuegbar

Antragseinreichung

Der Antrag inklusive aller Unterlagen und einem begleitendem Anschreiben muss beim Förderer fristgerecht und zentral über das Rektorat oder über die Wissenschaftlerin / den Wissenschaftler eingereicht werden. Die Form der Einreichung kann postalisch und / oder online erfolgen.

Abordnungen

Eine Abordnung ist die vorübergehende Tätigkeit (ganz oder teilweise) von Beschäftigten beziehungsweise Beamt/innen bei einer anderen Dienststelle desselben oder eines anderen Dienstherrn. Die Zugehörigkeit zur bisherigen Dienststelle bleibt bestehen. Beamtete Lehrer/innen des Landes Baden-Württemberg können z.B. für folgende Zwecke an eine Pädagogische Hochschule abgeordnet werden:

  1. Für Lehrtätigkeiten in grundständigen Studiengängen der Hochschule, das Deputat einer 100%-Abordnung beträgt in der Regel 16 Semesterwochenstunden.
  2. Zum Zwecke der Promotion oder Habilitation: Diese Abordnungen werden im Rahmen von Abordnungsprogrammen zur „Gewinnung von wissenschaftlichem Nachwuchs“ oder im Rahmen von landesfinanzierten Promotionskollegs ausgeschrieben. Das Lehrdeputat beträgt in der Regel 2-4 Semesterwochenstunden.
  3. Zur Mitarbeit an Drittmittelprojekten.

Angebot

Für die Akquise von Aufträgen ist es notwendig, vorab der potenziell auftraggebenden Institution ein Angebot zu unterbreiten, das die Einrichtung davon überzeugt, einen Auftrag zu erteilen. Ein Angebot enthält in der Regel Angaben zu den Anforderungen eines Auftrages, zur (methodischen) Konzeption und zu den Maßnahmen zur Realisierung dieser Anforderungen. Enthalten ist in der Regel auch ein Arbeits- und Zeitplan, die Kalkulation der Kosten sowie Angaben zu der Expertise des vorgesehenen Projektteams in diesem Themenfeld und gegebenenfalls zu Referenzprojekten.

 

Bei Aufträgen - sowohl Auftragsforschung als auch Dienstleistungen / Anwendung gesicherter Erkenntnisse (z.B. Wissenschaftliche Begleitung, Gutachten) - ist aufgrund von EU-Recht (Art. 87 Abs. 1 EG-Vertrag) die Vollkostenrechnung anzuwenden.
Projekte zur Auftragsforschung unterliegen der Umsatzsteuerpflicht, Dienstleistungen / Anwendungen gesicherter Erkenntnisse zusätzlich der Körperschafts- und gegebenenfalls der Gewerbesteuer.

Nach oben

Anschubfinanzierung

Die Anschubfinanzierung soll Wissenschaftler/innen unterstützen, eigene, umfangreichere Forschungsvorhaben – in der Regel bei einem Drittmittelgeber - zu beantragen. Durch die Bereitstellung von Mitteln z.B. für Vorarbeiten, Vorstudien oder Pilotstudien soll das Projekt „angeschoben“ werden.

 

Oftmals handelt es sich um eine hochschulinterne Anschubfinanzierung, das heißt die Hochschule stellt den dortigen Wissenschaftler/innen Mittel zur Verfügung. Hierfür müssen in der Regel Anträge gestellt werden, die von der Hochschulleitung und / oder der Forschungskommission geprüft werden.

Nach oben

Arbeitsplan / Zeitplan

Der Arbeits- beziehungsweise Zeitplan stellt in tabellarischer Form oder an einem Zeitstrahl (z.B. Gantt-Chart) die Vorgehensweise des Projekts mit zeitlichem Bezug dar. In der Regel sind dies monatliche oder quartalsbezogene Zeitabschnitte. Der Plan enthält in der Regel alle Arbeitsschritte und jeweils die geplante Zeitdauer der jeweiligen Arbeitsschritte.

 

Die Qualität des Zeitplans ist für die Förderungswürdigkeit eines Projekts von entscheidender Bedeutung. Ein realistischer Plan vermittelt den Eindruck, dass Sie Ihr Projekt effizient und sinnvoll geplant haben und in der Lage sind, dieses im Förderzeitraum erfolgreich durchführen zu können.
Zeit- und Arbeitspläne in Anträgen müssen im Wesentlichen drei Anforderungen erfüllen. Sie müssen:
 

Nach oben

Auftragsforschung

Bei der Auftragsforschung werden im Rahmen eines Forschungs- oder Entwicklungsvorhabens Forschungsleistungen gegen Entgelt an Dritte erbracht. Auftragsforschung ist grundsätzlich umsatzsteuerpflichtig. Indizien für eine Auftragsforschung sind:
 

 
Projekte der Auftragsforschung müssen auf Basis der Vollkostenrechung kalkuliert werden.

 

Neben der Auftragsforschung ist auch die entgeltliche Erbringung von Dienstleistungen unter Anwendung gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse umsatzsteuerpflichtig sowie zusätzlich körperschaftssteuer- und gegebenenfalls gewerbesteuerpflichtig. Hierunter fallen z.B. Beratungstätigkeiten und wissenschaftliche Begleitungen, teilweise auch die Durchführung von wissenschaftlichen Tagungen für Fachgesellschaften. Bitte wenden Sie sich zur entsprechenden Prüfung an die Finanzabteilung.

Nach oben

Betreuungsvereinbarung

siehe Promotionsvereinbarung

Nach oben

Datenschutz und Datensicherheit

Grundlage des Datenschutzes ist die Datensicherheit. Diese wird definiert als „der Schutz von Daten hinsichtlich gegebener Anforderungen an deren Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität“ (Glossar IT-Grundschutzkataloge des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik) gegenüber Angriffen oder Beeinträchtigungen von außen, sei es durch höhere Gewalt oder menschliche Eingriffe. Datenschutz ist davon ausgehend der Schutz des Einzelnen und seiner personenbezogener Daten vor etwaigem Missbrauch durch Dritte (Schultka 2014, S. 2).

 

Datenschutz ist bei Projekten unbedingt zu beachten, gegebenenfalls beraten die Datenschutzbeauftragten der PHL.

Nach oben

Deckungsfähigkeit

Sind Kostenarten gegenseitig deckungsfähig, so kann man abweichend vom bewilligten Finanzplan zwischen den klassischen Kostenarten – in der Regel Personal- und Sachkosten - Mittel übertragen. Umwidmungen sind mit der Förderorganisation abzusprechen.

Nach oben

Disputation

Die Disputation ist eine Form der mündlichen Prüfung im Rahmen einer Promotion (siehe auch Rigorosum). Sie findet nach Annahme der Dissertation statt. Sie ist eine vertiefte wissenschaftliche Aussprache, die zeigen soll, dass die Doktorandin / der Doktorand das Fachgebiet, dem die Dissertation entstammt, beherrscht und neuere Entwicklungen des Faches kennt. Sie erstreckt sich darüber hinaus auf ausgewählte Themen angrenzender Fachgebiete, die sachlich und methodisch mit dem Arbeitsgebiet zusammenhängen. In der Disputation verteidigt die Doktorandin / der Doktorand ihre / seine Dissertation vor dem Prüfungsausschuss.

Nach oben

Dissemination

Damit ist in der Wissenschaft die Verbreitung von Forschungsergebnissen über die eigene Scientific Community hinaus gemeint, im weitesten Sinne wird damit also die Kommunikation von Projekt(zwischen)ergebnissen an die Öffentlichkeit beschrieben. Mögliche Zielgruppen der Kommunikation können bestimmte Berufsgruppen- oder verbände, politische Akteure, interessierte Bürger/innen, kommunale Akteure oder Medien sein. Insbesondere Stiftungen legen in ihrer Förderpolitik darauf großen Wert.

Nach oben

Doktorandenkonvent

Die zur Promotion angenommenen Doktorand/innen bilden einen Konvent nach § 38 Absatz 7 LHG. Der Konvent berät die Doktorand/innen bei Fragen, die die Promotion betreffen, und kann Empfehlungen an die Organe der Hochschule aussprechen.

Nach oben

Drittmittel

Als Drittmittel bezeichnet man an den Hochschulen jene Anteile an der Finanzierung von konkreten Projekten, die nicht aus dem eigenen Etat der Hochschule (Erstmittel), sondern „von Dritten“ stammen. Diese Drittmittel werden in der Regel wettbewerblich, das heißt im Rahmen von Ausschreibungen vergeben. Die Bewerber/innen stellen entsprechende Anträge, die gutachterlich geprüft werden. Alternativ ist die Akquise auch durch bilaterale Absprache zwischen der Hochschule oder der / dem Wissenschaftler/in möglich. Die geförderten Projekte können sich auf verschiedene Leistungsbereiche der Hochschulen beziehen (Forschung, Weiterentwicklung der Lehre, Wissenstransfer etc.).

Nach oben

Drittmittelanzeige

Im Zuge einer Beantragung von Drittmitteln ist es notwendig, dass die Antragstellerin / der Antragsteller eine „Drittmittelanzeige“ an der Hochschule durchführt (siehe § 13 Abs. 6 LHG - Anzeige und Annahme der Drittmittel durch das Rektorat), in der Daten des Antrags (Thema, Fördersumme, Ausschreibung etc.) sowie spezifische Informationen zum Geldgeber und zu den Inhalten des Projekts angegeben werden. Diese Drittmittelanzeige muss von Verwaltung und Rektorat geprüft werden. Die Prüfung ist insbesondere aus steuerrechtlichen Gründen notwendig. Die Anzeige ist grundsätzlich vor der offiziellen Einreichung beim Förderer zu tätigen.

Nach oben

Drittmittelverschiebung / -übertragung

In der Regel werden Drittmittel von der Förderorganisation für ein spezifisches Haushaltsjahr vergeben. Wenn die Projektleitung Mittel in das nächste Jahr übertragen möchte, so ist dies rechtzeitig mit dem Förderer abzusprechen. Überträgt man verbliebene Mittel über die eigentliche Projektlaufzeit hinaus, so handelt es sich um eine „kostenneutrale Verlängerung“. Dies kommt häufig zum Einsatz, wenn man bei projektabschließenden Tätigkeiten (Erstellen des Abschlussberichts und / oder Buchpublikation) auf die Projektmitarbeitenden angewiesen ist.

Nach oben

Eigenanteil

Abhängig vom Mittelgeber. Gegebenenfalls ist durch die PH ein Eigenanteil im Projekt zu erbringen, das heißt, dass die PH einen Teil der im Projekt entstandenen Kosten selbst zu tragen hat. Dieser Eigenanteil wird z.B. durch den Einsatz von Personal oder wissenschaftliche Hilfskräfte oder Sachmittel aus dem Bereich des Projektleiters / der Projektleiterin erbracht. Ansprechpartner ist die Forschungsförderungsstelle.

Nach oben

EU-Projekte

Hierbei handelt es sich um Projekte, die aus Mitteln der Europäischen Union finanziert werden. Aus der Vielzahl der EU-Förderprogramme bieten insbesondere die Programme Horizon 2020, Erasmus+, ESF und Interreg gute Anschlussmöglichkeiten für die PHs. Ansprechpartner ist das EU-Forschungsreferat der Pädagogischen Hochschulen.

Nach oben

Finanz- bzw. Kostenplan

Der Finanz- oder Kostenplan ist ein zentrales Element fast aller Drittmittelanträge. Er listet die projektbezogenen Kosten auf, die beim Förderer beantragt werden. Die Förderer geben in der Regel spezifische Vorgaben für die Darstellung vor. Folgende Abbildungselemente sind zu beachten:


Im Rahmen der Drittmittelanzeige beziehungsweise im Rahmen der Vorbereitung des Antrags wird insbesondere der Finanzplan auf folgenden Punkte hin geprüft:


Siehe auch: Ressourcenplanung.

Nach oben

Förderfähige Ausgaben

Welche Ausgaben förderfähig sind, hängt vom jeweiligen Mittelgeber ab. Häufig sind Kosten für Personal (Mitarbeiter und wissenschaftliche Hilfskräfte) und Sachmittel (z.B. Verbrauchsmaterial, Reisekosten, Geräte) förderfähig. Entsprechende Regelungen finden Sie in den Ausschreibungsunterlagen und Richtlinien des Mittelgebers.

Nach oben

Förderkennzeichen

Jedes bewilligte Projekt erhält vom Förderer eine spezifische Bezeichnung, die die einwandfreie Zuordnung in der internen Verwaltung und in der Kommunikation mit der geförderten Hochschule ermöglicht. Diese Bezeichnung wird oftmals als Förderkennzeichen bezeichnet (alternativ: Aktenzeichen, Akronym des Projekttitels).

Nach oben

Forschungsreporting

Mit Forschungsreporting in dem hier verstandenen Sinne ist die zusammenfassende Dokumentation und Aufbereitung der Forschungsaktivitäten der Hochschule gemeint. Die Darstellung umfasst z.B. die Drittmittelstatistik, die Beschreibung von Forschungsprojekten, die Auflistung von Publikationen und Vorträgen, die Statistik zur Promotions- und Habilitationsentwicklung, die Ausrichtung eigener wissenschaftliche Konferenzen, Gutachtertätigkeiten oder die Darstellung hochschulinterner Aktivitäten zur internen Forschungsförderung. Für das Forschungsreporting können verschiedene (Medien-)Formate genutzt werden. Die an den Pädagogischen Hochschulen gängigen Formate sind vor allem der Forschungsbericht, Jahresbericht, Journals, Internetdarstellungen, Forschungsdatenbanken oder Statistiken.

Nach oben

Gemeinkosten

auch Overhead

Nach oben

Grundausstattung

Die Grundausstattung einer Hochschule ermöglicht den regulären Betrieb einer Hochschule in den Bereichen Studium, Lehre und Forschung. Sie wird vom Land finanziert. Zur Grundausstattung gehören z.B.:


Die Grundausstattung gehört in der Regel nicht zu den förderfähigen Kosten. Beachten Sie hierzu die Konditionen der Richtlinien des Mittelgebers.

Nach oben

Haushaltsjahr

In Deutschland entspricht das Haushaltsjahr dem Kalenderjahr. Dies ist für jene Institutionen relevant, die auf Basis des kameralen Rechnungswesens arbeiten.

Nach oben

Hilfskräfte

Hilfskräfte erbringen unterstützende wissenschaftliche Dienstleistungen in Forschung und Lehre. Sie lassen sich unterscheiden in studentische (ungeprüfte) und wissenschaftliche (geprüfte) Hilfskräfte. Studentische Hilfskräfte arbeiten parallel zu ihrem Studium an der Hochschule. Wissenschaftliche Hilfskräfte verfügen über einen qualifizierenden Studienabschluss (Bachelorabschluss). Genaue Modalitäten erfahren Sie bei der Personalabteilung.

Nach oben

Individualpromotion

Die häufigste Form der Promotion an Pädagogischen Hochschulen ist die Individualpromotion (im Gegensatz zur strukturierten Promotion). Bei dieser Form arbeitet die Promovendin / der Promovend eigenständig in Abstimmung mit ihrem Doktorvater oder ihrer Doktormutter. Aufgrund dieser relativ großen Freiheit ist bei der Individualpromotion auch ein hohes Maß an Selbstständigkeit und Selbstdisziplin erforderlich.

Nach oben

Kamerales Rechnungswesen (auch: Kameralistik)

Die Kameralistik bezeichnet ein Buchführungsverfahren, das in der öffentlichen Verwaltung – auch den Pädagogischen Hochschulen – angewendet wird. Dabei werden Einnahmen und Ausgaben gegenübergestellt, sodass eine Aussage über die Deckung der Ausgaben möglich ist. In der Kameralistik gilt das Kassenwirksamkeitsprinzip. Das heißt Einnahmen und Ausgaben werden zum Zeitpunkt der erfolgten Zahlung gebucht. In einem Haushaltsjahr werden deshalb nur die Einnahmen und Ausgaben berücksichtigt, die in diesem Zeitraum tatsächlich zahlungswirksam werden.

Nach oben

Kick Off-Treffen

Kick Off-Veranstaltungen, auch Auftaktveranstaltungen genannt, stellen den offiziellen Start eines Projektes dar. Die Kick Off-Veranstaltung deckt dabei die drei wesentlichen Bereiche eines Projekts ab: Die Beziehungsebene, in welcher der Umgang im Team thematisiert wird, die Inhaltsebene, bei der Aufgaben-, Problem- und Zieldefinitionen vorgenommen werden, sowie die Organisationsebene, in der Termine, Regeln, Prozesse und Organisation des Projekts festgeschrieben werden. (Kuster et al. 2008, S. 212, S. 281f.)

Nach oben

Kostenkategorien

Bei der Beantragung von Förder- und Drittmitteln werden verschiedene Kostenarten unterschieden. Die gängige Unterscheidung erfolgt nach Personal-, Sach- und Investitionskosten. Unter Personalkosten werden in der Regel folgende Kategorien gefasst:


Sachkosten werden meist differenziert nach:


Investitionskosten sind höhere getätigte Ausgaben für (technische) Gerätschaften, die nicht zur Grundausstattung zählen.

Nach oben

Kostenneutrale Verlängerung

vergleiche Drittmittelverschiebung / -übertragung

Nach oben

Kostenstelle

Für einen Projektleiter / eine Projektleiterin ist die Kostenstelle (inklusive Titel) vereinfacht gesagt die PH-interne Kontonummer. Mit einer Kostenstelle kann in Verbindung mit Kapitel und Titel (hochschulintern) ein Projekt und die damit im Zusammenhang stehenden Aktivitäten (z.B. Mittelzuweisungen, Projektausgaben, Hilfskraftverträge) eindeutig identifiziert und einer Haushaltsbeauftragten / einem Haushaltsbeauftragten zugeordnet werden. Die haushaltsbeauftragte Person trägt die Verantwortung für die Budgetverwaltung und ist zeichnungsberechtigt.

Nach oben

Kumulative Promotion / publikationsbasierte Promotion

Bei einer kumulativen oder publikationsbasierten Promotion werden die Ergebnisse schrittweise in mehreren Artikeln in Fachzeitschriften / Sammelbänden veröffentlicht. Bei der klassischen Promotion werden die Ergebnisse in einer Dissertationsschrift publiziert, welche in der Regel als Buch veröffentlicht wird.

Nach oben

Letter of Intent (LOI)

Bei einem Letter of Intent in dem hier verstandenen Sinn handelt es sich um eine Absichtserklärung, mit der Projektpartner ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit im Rahmen eines Kooperations- beziehungsweise Verbundprojektes darlegen. Ein Letter of Intent sollte im Idealfall auch Aussagen darüber enthalten, wie sich der jeweilige Projektpartner in die Kooperation / den Verbund mit welcher Expertise einbringt und welche konkreten Ziele mit dem Vorhaben verbunden werden.

Nach oben

Meilenstein

In der Abbildung der Arbeits- / Zeitpläne werden oftmals Meilensteine verlangt. Diese bezeichnen ein konkretes Teilergebnis des Projekt, welches zu einem bestimmten Zeitpunkt vorliegt (z.B. „Zwischenbericht erstellt“, „Fragebogen liegt vor“).

Nach oben

Mittelanforderung

In der Regel müssen Sie zu Projektbeginn und während des Projektverlaufs beim Förderer die Mittel anfordern. Die Frequenz der Mittelanforderung hängt vom den jeweiligen Förderer ab. Hierzu wird Ihnen der Förderer zumeist eine Vorlage mitliefern, die Drittmittelverwaltung der Hochschule wird Ihnen hierbei gerne helfen.

Nach oben

Mittelzusage

Erst mit der Zusendung des Zuwendungsbescheids oder der Unterzeichnung eines Vertrags wird eine vorab per E-Mail oder Brief ausgesprochene Mittelzusage eines Drittmittelgebers über eine Förderung bindend – siehe auch Zuwendungsbescheid. Das Projekt kann erst nach Eingang des Zuwendungsbescheids beginnen, das heißt auch dann können erst Ausgaben erfolgen.

Nach oben

Ombudsperson

Alle pädagogischen Hochschulen stellen Ombudspersonen für Promovierende als unparteiische Schlichtstellen bei Konflikten zur Verfügung. Versuchen Sie jedoch, durch direkte Gespräche mit der Konfliktpartei frühzeitig eine gemeinsame Lösung zu finden und betrachten Sie die Schlichtstelle als letzten Anlaufpunkt, wenn vorherige Gespräche ohne zufriedenstellende Ergebnisse verlaufen sind.

Nach oben

Overhead, auch Gemeinkosten oder Programmpauschale

Overheadkosten bezeichnen die indirekten Kosten, die für die Inanspruchnahme der Infrastruktur der Hochschule anfallen (zum Beispiel Verwaltung, Räume). Viele Drittmittelgeber berücksichtigen in ihren Vorgaben bereits Mittel für den Overhead in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes der Projektkosten. Sofern vom Mittelgeber nicht ausdrücklich ausgeschlossen, ist ein angemessener Overhead immer mit in den Finanzierungsplan aufzunehmen, wenn ein Projektantrag gestellt wird – oft gibt es hochschulintern vorgegebene Overheadsätze für diese Fälle. Förderer wie die DFG oder das BMBF gewähren in der Regel eine Overheadpauschale. Bei wirtschaftlichen Projekten sind die Overheadkosten – bitte erfragen Sie den aktuell gültigen Satz bei der Forschungsförderungsstelle – zwingend mitaufzunehmen.

Nach oben

Projektbewilligung

vergleiche Mittelzusage

Nach oben

Projektphasen

Ein Projekt durchläuft bis zu seinem Abschluss verschiedene Phasen, auch Lebenszyklen genannt. (Zimmermann et al., S. 4). Diese Abschnitte werden in der Regel (aber nicht zwingend) durch die sogenannten Meilensteine eingeteilt, die das Ergebnis einer jeden Phase definieren sollen (Heche 2004, S. 80). Es gibt viele verschiedene Phasenmodelle, zu den drei gebräuchlichsten zählen:

  1. Das einfache Phasenmodell, bei dem jede Phase auf der vorangehenden aufbaut, nachdem der entsprechende Meilenstein erreicht wurde. Da das Modell sehr einfach konzipiert ist, findet es meist bei kleinen bis mittelgroßen Projekten Anwendung (Hartel 2015, S.47).
  2. Beim parallelen Phasenmodell wird nicht das Erreichen des Meilensteins und der entsprechenden Phase abgewartet, sondern bereits während einer Phase mit der nächsten begonnen. Vorteile davon sind unter anderem Zeitersparnis sowie die Vermeidung von Leerlauf, andererseits besteht das Risiko, dass wichtige Inhalte vergessen oder Teammitglieder doppelt belastet werden. (Hartel 2015, S. 47)
  3. Das iterative Phasenmodell zeichnet sich durch die mehrfache Wiederholung der gleichen Phase aus. Ziel dieser sog. Schleifen ist die kontinuierliche Verbesserung der einzelnen Phase, bis das gewünschte Ergebnis erreicht ist. Zwar zeichnet sich das Modell durch hohe Perfektion aus, jedoch fällt dabei ein erhöhter Zeit- und Kostenaufwand ins Gewicht (Checkliste und Übersicht zu Projektphasen).

Nach oben

Projekttagebuch

In einem Projekttagebuch werden die in dem Projekt übernommenen Aufgaben und geleisteten Arbeiten dokumentiert. Eine kontinuierliche Führung des Projekttagebuchs kann die Erstellung von (Zwischen-) Berichten erleichtern.

Nach oben

Promotionsvereinbarung

Die Betreuungsvereinbarung wird zu Beginn des Betreuungsverhältnisses zwischen Betreuungsperson und Doktorand/in abgeschlossen. Die Betreuungsvereinbarung hat das Ziel, die kontinuierliche Förderung und Beratung Promovierender bei ihrem Promotionsvorhaben sicherstellen und die Anforderungen an Betreuungspersonen und Doktorand/in im gegenseitigen Einvernehmen zu formulieren.

Nach oben

Publikationsstrategie

Ein wichtiger Gradmesser für wissenschaftliche Leistungen sind Publikationen, die nicht zuletzt zur wissenschaftlichen Profilbildung beitragen. Personen, die eine Karriere in der Wissenschaft und Forschung planen, wird daher nahegelegt, für sich möglichst frühzeitig (bereits während der Promotionsphase) eine Publikationsstrategie zu entwickeln hinsichtlich der Publikationsarten, der Qualität, der Quantität und der inhaltlichen Ausrichtung (vgl. Müller 2014, 30ff.). Zur Vorbereitung ist es notwendig, sich darüber zu informieren, welche Zeitschriften (zum Beispiel mit Gutachterverfahren) und Verlage für das eigene Fachgebiet relevant sind und wie das eigene Forschungsthema dort positioniert werden kann – hier sollten unbedingt auch internationale Journale berücksichtigt werden. Zusammenfassend sind folgende Punkte einer Publikationsstrategie zentral:

Nach oben

Publikationsorientierte Promotion

Die Dissertation kann auch mehrere wissenschaftliche, gegebenenfalls bereits veröffentlichte oder zur Veröffentlichung vorgesehene, eingereichte oder angenommene Arbeiten des Doktoranden / der Doktorandin beinhalten, die in einem inhaltlichen Zusammenhang stehen. Solche Arbeiten sind in einen gemeinsamen Rahmen einzubinden, der die wesentlichen Ergebnisse der Arbeiten beschreibt und den inhaltlichen Zusammenhang klarstellt sowie, falls Koautorinnen und Koautoren bei der Erstellung einzelner wissenschaftlichen Arbeiten mitgewirkt haben, den eigenständigen Beitrag des Doktoranden präzisiert.

Nach oben

Ressourcenplanung

Erhebung und Planung der Ressourcen (zum Beispiel Personal, Material, Maschinen etc.), die für die Ausführung bestimmter im Projekt notwendiger Aufgaben benötigt werden (Zimmermann et al. 2006, S. 39f.).

Nach oben

Sachmittel

siehe Kostenkategorien

Nach oben

Stakeholder

Alternative Begriffe sind  „Interessensträger“ oder „Projektbetroffene“ (Handschuck, Schröer 2012). „In der Projektarbeit sind Stakeholder Personen, Personengruppen oder Institutionen, die ein Interesse am Verlauf und am Ergebnis eines Projekts haben. Der Begriff ‚Stakeholder‘ kommt aus dem Englischen. ‚Stake‘ hat die Bedeutung von ‚Einsatz‘, ‚Holder‘ die Bedeutung von ‚Eigner‘. Im übertragenen Sinne sind mit Stakeholder aber nicht nur Personen, Personengruppen oder Institutionen gemeint, die selbst einen Einsatz bei der Projektplanung oder der Projektdurchführung leisten, sondern die in irgendeiner Weise durch das Projekt betroffen sind.“ (ebd.)

Nach oben

Strukturierte Promotion

Eine strukturierte Promotion findet im Gegensatz dazu in strukturierten Promotionsprogrammen statt, wobei der äußere Rahmen der Promotion vorgegeben ist. Dies umfasst sowohl die Dauer (üblicherweise drei Jahre) als auch die inhaltliche Ausgestaltung, die zumeist an ein größeres Forschungsthema gebunden ist. Zusätzlich findet ein begleitendes Qualifizierungsprogramm statt. In strukturierten Programmen wie zum Beispiel Promotionskollegs wird die Einbindung in die Hochschule und die Arbeit in Kleingruppen gefördert.

Nach oben

Teambuilding

Zusammenstellung eines Teams bestehend aus verschiedenen Mitarbeiterinnen / Mitarbeitern, welche dann einer bestimmten Aufgabe zugeteilt werden. Dabei ist der sogenannte Vierschritt des Teambuildings zu beachten: Forming – Storming – Norming – Working (Mildenberger 2014, S. 42f.).

Nach oben

Time sheet

Auch Zeiterfassung. Manche Förderer verlangen von den am Projekt beteiligten Personen Nachweise über ihre Arbeitszeiten beziehungsweise die anteilsmäßig im Projekt geleisteten Stunden. Je nach Fördergeber gibt es hier spezielle Dokumente, die eingereicht werden müssen. Bei einigen muss der Zeitraum und die Höhe der geleisteten Stunden pro Mitarbeiter/in detailliert aufgelistet werden und die Unterschrift der Projektleitung ist nötig. Die genauen Bedingungen entnehmen Sie den Unterlagen des Förderers.

Nach oben

Titel

„Als Titel (auch: Haushaltstitel) bezeichnet man in der Kameralistik des Bundes und der Länder die unterste Gliederungsebene des Haushaltsplans. Titel können unter einer übergeordneten Zweckbestimmung in Titelgruppen zusammengefasst werden“ (Lexikon zur öffentlichen Haushalts- und Finanzwirtschaft).

 

In Baden-Württemberg bestehen die Titel aus 5 Ziffern, wobei die ersten 3 Ziffern die „Art der Kosten“ und die letzten beiden Ziffern die Titelgruppe (hieran sieht man auch die „Mittelherkunft“) angeben.

 

Häufig auftretende Titel sind z.B.:
Ziffer 1-3:

Titelgruppe (Ziffer 4-5):

Nach oben

Umsatzsteuerpflicht

Der Umsatzsteuerpflicht unterliegen alle Forschungs- und Dienstleistungen, die entgeltlich für Auftraggeber erbracht werden (siehe auch Auftragsforschung).

Nach oben

Vergaberecht (auch: öffentliches Auftrags-, Beschaffungs- und Verdingungswesen)

Das Vergaberecht umfasst die gesetzlichen Regelungen und Vorschriften (auf EU-, Bundes- und Landesebene), die öffentliche Einrichtungen bei Beschaffungen und der Vergabe von Aufträgen zu beachten haben. Für Beschaffungen sind darüber hinaus die Beschaffungsrichtlinien der PH zu beachten (siehe Merkblatt Bestellungen). Die Finanzabteilung berät Sie gerne.

Nach oben

Verbundvorhaben

Ein Verbundvorhaben ist ein Projektvorhaben, in dem mehrere juristische Personen wie z.B. Hochschulen, Unternehmen oder Bildungseinrichtungen in einer Kooperation zum Zweck der Realisierung eines gemeinsamen Projektes zusammenarbeiten. Aus den Projektpartnern wird ein Verbundkoordinator festgelegt, über den die Antragseinreichung erfolgt.

Nach oben

Verwendungsnachweis

Mittelgeber, die Fördergelder durch einen Zuwendungsbescheid bewilligen, verlangen nach Abschluss des Projekts zum Nachweis der Erfüllung des Zuwendungszwecks einen Verwendungsnachweis. Dieser besteht in der Regel aus einem Sachbericht und einem zahlenmäßigen Nachweis der für das Projekt im Förderzeitraum angefallenen Einnahmen und Ausgaben. Bei einer Förderdauer von mehr als 1 Jahr fordern die meisten Mittelgeber zusätzlich jährliche Zwischenverwendungsnachweise. Die meisten Mittelgeber stellen ein Formular oder eine Vorlage für den Verwendungsnachweis bereit.

Nach oben

VMI-Matrix

Die Matrix-Projektorganisation stellt einen Mischtypus aus reiner Projektorganisation und –koordination dar. Sie ist die in der Praxis häufigste Organisationsform (Kuster et al. 2008, S. 106). VMI steht dabei für den Status der an der Projektorganisation Beteiligten: V steht dabei für Verantwortlicher des Arbeitspakets, M für Mitarbeit auf Aufforderung des Verantwortlichen, ansonsten selbstständiges Tätigwerden und I für Person, welche über den Stand der Dinge / des Arbeitspakets ohne Aufforderung informiert werden muss. (Projektmanagementhandbuch der TRUECARE GmbH)

Nach oben

Vollkostenrechnung

Am 01.01.2007 ist der EU-Gemeinschaftsrahmen für staatliche Beihilfen für Forschung, Entwicklung und Innovation in Kraft getreten. Damit fallen Hochschulen unter das Beihilferecht, das eine staatliche Beihilfe (Subvention) für wirtschaftliche Tätigkeiten von Hochschulen untersagt. Zu den wirtschaftlichen Tätigkeiten einer Hochschule zählen die Auftragsforschung, Dienstleistungen (z.B. wissenschaftliche Beratung) für Dritte.

 

Eine staatliche Beihilfe liegt dann nicht vor, wenn die Hochschule ihre wirtschaftliche Tätigkeit zum Marktpreis erbringt. Sollte es keinen Marktpreis geben, so ist ein Preis anzugeben, der sämtliche Kosten abdeckt sowie eine angemessene Gewinnspanne enthält (Vollkosten). Dies bedeutet, dass bei der Vollkostenrechnung alle für das Projekt anfallenden Kosten einkalkuliert werden müssen, z.B. die Personalkosten des festangestellten Personals (z.B. Professor/innen) und des für das Projekt angestellten Personals, benötigte Sach- und Reisemittel, der Overhead für die von der Hochschule bereitgestellte Infrastruktur (Räume, Einrichtungen, Drittmittelverwaltung etc.), Umsatzsteuer (19%) sowie ein Gewinnzuschlag.

Nach oben

Zuwendungsbescheid

Auch Mittelzusage. Mittelgeber wie das MWK, BMBF, EU, DFG, häufig auch Stiftungen (zum Beispiel VW-Stiftung) bewilligen ihre Fördergelder (Zuweisungen) durch einen Zuwendungsbescheid. Eingeworbene Fördergelder, die durch einen Zuwendungsbescheid zur Verfügung gestellt werden, sind in der Regel dem sogenannten hoheitlichen Bereich der Hochschule zuzuordnen und damit nicht umsatzsteuerpflichtig.

 

Im Zuwendungsbescheid ist unter anderem die Summe der bewilligten Mittel, die Projektlaufzeit, Bestimmungen des Mittelgebers zur Mittelbewirtschaftung sowie zu Form und Frist des Verwendungsnachweises und der Berichterstattung festgelegt.

Nach oben

FORSCHUNG 
SUCHE
Startseite > Forschung > Forschungskompass > Glossar
Startseite   Download Zentrum  Sitemap  KontaktLogin

DruckansichtDruckansicht