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22-05-2019

Projekt Fonds der Chemischen Industrie (2016)

Licht- und Farberscheinungen bei der Elektrochromie und der elektrogenerierten Chemilumineszenz als Ergänzung für ein besseres Verständnis der Elektrochemie

Elektrochemie ist derzeit von enormem gesellschaftspolitischem Interesse und daher eines der zentralen Gebiete sowohl in der chemischen / chemiedidaktischen Hochschulausbildung wie auch im Chemieunterricht. Eine umfangreiche empirische Untersuchung zeigt jedoch, dass die übliche, klassische Behandlung der Elektrochemie im Chemieunterricht zu zahlreichen Fehlvorstellungen, etwa über Elektrodenreaktionen, führt. Diese können sich in der Hochschulausbildung manifestieren und lassen sich nur schwer abbauen.  

Unsere bisherigen, insbesondere experimentellen, Hochschulerfahrungen an der PH Ludwigsburg auf dem Gebiete der Elektrochromie und der Elektrochemilumineszenz wollen wir mit dem Thema Licht- und Farberscheinungen bei der Elektrochromie (ECL) und der elektrogenerierten Chemilumineszenz als Ergänzung für ein verbessertes Verständnis der Elektrochemie in zwei Richtungen ergänzen: Zum einen wollen wir die Elektrochemie mit der Spektralphotometrie kombinieren, um somit Studierenden einen Zugang zu der modernen analytischen Methode der Spektralelektrochemie zu geben. Zum anderen, auf diesen Erfahrungen teilweise aufbauend, wollen wir ein neuartiges Schulcurriculum zur Behandlung der Elektrochemie in der Sekundarstufe II entwickeln. Dieses soll mit Studierenden der SEK II, Studienreferendaren und Gymnasiallehrern erprobt und diskutiert werden. Da in der Elektrochromie und der ECL die Elektrodenvorgänge direkt beobachtet werden können, gehen wir davon aus, dass nicht nur die motivationalen Aspekte lernfördernd sind, sondern dass die Sichtbarkeit der Elektrodenvorgänge dabei hilft, diese auch besser verstehen zu können. So entsteht eine tragfähige Basis für die Elektrochemie, und wir wollen untersuchen, ob die oben angedeuteten Fehlvorstellungen bei diesem Zugang immer noch auftreten.

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