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KÜNSTLERISCHE ERFAHRUNG IM BRENNPUNKT. Entwicklungsorientierte Studie zu Projekten kultureller (Medien-)Bildung an einer städtischen Hauptschule

 

Der Fokus der Arbeit liegt auf Vermittlungsprojekten von (Medien-)KünstlerInnen an Hauptschulen. Ausgehend von der Auseinandersetzung mit der Theorie wird – angelehnt an Postulaten John Deweys – vorgeschlagen, als zentrale Zielsetzung solcher Projekte anzustreben, den Jugendlichen künstlerische Erfahrungsräume zu eröffnen. Da Dewey zufolge Individuen dann künstlerische Erfahrungen machen, wenn sie mit großem Interesse und besonderem Engagement Tätigkeiten ausführen, die – im weitersten Sinne – einen ästheti­schen Charakter aufweisen, wurde die (Haupt-)Forschungsfrage folgenderweise formuliert: Welche Faktoren wirken sich auf welche Weise auf das Interesse und Engagement von SchülerInnen einer städtischen Hauptschule bei ihrer Beteiligung an Projekten der kulturellen (Medien-)Bildung aus?

 

Dieser Frage wurde im Rahmen einer auf drei Jahre (2015-2017) angelegten explorativen Studie nachgegangen, bei der sieben (Medien-)KünstlerInnen mit fünf verschiedenen Gruppen des vom Autor an einer städtischen NMS (Hauptschule) unterrichteten Faches „Kreative Mediengestaltung“ (in Summe 65 SchülerInnen im Alter von 12 bis 14 Jahren) insgesamt elf mehrwöchige Workshops durchführten. Als forschungsmethodischer Rahmen kam Entwicklungsforschung bzw. Design Based Research zum Einsatz, wobei im Zuge der Erhebung zahlreiche Instrumente der qualitativen Sozialforschung genutzt wurden. 

 

Im Zentrum der – seit September 2017 stattfindenden – Auswertung steht die Workshop-Reihe eines Audiokünstlers, die drei Mal mit unterschiedlichen SchülerInnen-Gruppen durchgeführt wurde sowie jeweils ein Workshop anderer KünstlerInnen mit den gleichen Gruppen. Dafür wird das gesamte diesbezügliche Material transkribiert, nach dem Verfahren der qualitativen Inhaltsanalyse kodiert und ausgehend davon zusammengefasst. Daraufhin erfolgt unter Zuhilfenahme von Fallvergleichen die Bearbeitung der Forschungsfrage mit folgenden Schwerpunkten: 1) Unterrichtsmaßnahmen, 2) Gruppen und 3) einzelne Individuen (SchülerInnen). Um die Rahmenorientierungen und implizierten Wertehaltungen der AkteurInnen zu erfassen, kommen zunehmend Zugänge der dokumentarischen (Evaluations-)Forschung zum Einsatz.

 

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