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Kröte im Februar 2020


Der kleine Fuchs, Gerstenberg 2020

Edward van de Vendel: Der kleine Fuchs. Ill. v. Marije Tolman. Aus dem Niederl. v. Rolf Erdorf.

Das Gefühl, zu fallen, kennt wahrscheinlich ein jeder und eine jede aus seinen/ihren Träumen. Man läuft, man springt, man fällt. Zumeist jedoch ohne je anzukommen. Ohne je aufzuschlagen. Denn davor wacht man (zum Glück meistens) auf. Kein solch endloser, aber ebenfalls ein traumhafter Moment des Fallens steht in einem Bilderbuch, das der niederländische Schriftsteller Edward van de Vendel und die niederländische Illustratorin Marije Tolman verfasst haben, sowohl am Anfang als auch am Ende der Erzählung: 

Auf den ersten Seiten läuft der titelgebende kleine, in grellem Neonorange leuchtende Fuchs durch eine feingliedrige, monochrome Landschaft. Quer durch Wälder und Wiesen. Auf der Jagd nach lila Schmetterlingen. Bis er am Strand an einen Vorsprung kommt, plötzlich durch die Luft segelt und mit einem „SCHLAG“ am Boden landet. 

[Szenenwechsel]

Ein Babyfuchs, „so klein wie ein Äpfelchen“, denkt an „Mama und Milch und an Milch und Mama und mmmmmmmmmmmmmmmm“. Ein junges Füchslein kugelt mit seinen Fuchsbrüdern und Fuchsschwestern durch den Bau. Im Schutz der Nacht zwängt es sich schließlich durch den engen Tunnel hinauf in den Mondschein. Aus dem ersten werden viele Male, denn oben wartet eine buntduftende Welt, die erkundet werden will.

Nach dem Fall des Fuchsjungen haben sich die Darstellungs- und Erzählweisen des Bilderbuchs deutlich verändert. Wurde der Handlungsstrang bis dahin hauptsächlich von den Bildern erzählt, strukturiert nun ein schriftsprachlicher Text das folgende Geschehen. Und auch auf der Bildebene zeichnen sich neue räumliche Ordnungen ab. Die großformatigen, abfallenden Illustrationen – eine Montage aus doppelseitigen, blauweiß eingefärbten Landschaftsfotos und Tierzeichnungen, die in den unterschiedlichsten Farben leuchten – werden abgelöst von durchwegs farbigen, sequentiellen Bildformaten, die als kleine Vignetten oder einzelne Panels (teilweise mit, teilweise ohne Rahmenstruktur) zwischen dem episodenhaft erzählenden Text platziert sind: Der kleine Fuchs trifft auf Käfer, Würmer und Rehe, lernt Blumen, Beeren und Wasserpfützen kennen. Er geht auf Raschelmausjagd, plündert Müllsäcke und schließt Freundschaft mit einem Menschenjungen in roter Latzhose. 

Was wie Kindheitserinnerungen erscheint, wird vom Text jedoch als „Traum“ ausgewiesen und immer wieder von der als Rahmenhandlung inszenierten Erzählebene unterbrochen: 

[Szenenwechsel]

Wir sehen einen rotgekleideten Jungen (denselben, der den Fuchs in dessen „Träumen“ aus einer ungemütlichen Situation gerettet hat) auf seinem Rad durch die (bereits bekannten) blauweißen Wiesen fahren. Nicht unweit des Strandes, auf dem der kleine Fuchs nach seinem Fall träumend auf dem Rücken liegt. 

[Szenenwechsel]

In seinen in den unterschiedlichsten Farbtönen dargestellten Streifzügen, fragt sich der kleine Fuchs zunehmend: „Was ist das für ein Traum?“ Was ist das denn für ein Traum, in dem plötzlich zwei lila Schmetterlinge durch die Luft flattern? Ein Traum, in dem der kleine Fuchs den beiden hinterherjagt? In dem der kleine Fuchs plötzlich durch die Luft segelt? Dem Boden immer näher kommt. Bis er mit einem „SCHLAG“ unten aufkommt.

[Szenenwechsel]

Der Junge findet den schlafenden Fuchs und bringt ihn zu seiner Familie zurück. Dort wacht der kleine Fuchs schließlich auf…

Mithilfe von Stilmitteln wie Wiederholung und Lautmalerei, mithilfe lebensweltlicher Vergleiche und sinnesübergreifender Metaphern weiß Edward van de Vendel, die Erlebnisse des Fuchses in eine behutsame aber expressive Sprache zu kleiden. Dass Marije Tolman es versteht, vielschichtige Geschichten zu erzählen, hat sie bereits in ihren Illustrationen zu „Mein Papa ist der größte Held der Welt“ (Text von Daan Remmerts de Vries, Gerstenberg 2019) bewiesen, in dem sie die phantastischen Vorstellungen der kleinen Lynn gekonnt in die realistische Bildebene integriert hat. In „Der kleine Fuchs“ wählt Tolman eine ebenso einzigartige Farbgebung, wobei sich die Verflechtungen von Wirklichkeit und Imagination nun jedoch wesentlich komplexer und verzweigter zeigen. Dementsprechend raffiniert gestaltet sich auch die bildliche Umsetzung, in der Tolman einzelne Elemente wie den orangeleuchtenden Fuchs, den rotgekleideten Jungen und die lilafarbigen Schmetterlinge zwischen den beiden narrativen Ebenen hin und her wechseln lässt. 

Dabei spielen Autor und Illustratorin gekonnt mit Fiktion und Wahrheit, verschränken Binnen- und Rahmenerzählung miteinander und lassen Realität und Traum auf eine Weise verschwimmen, sodass man sich nicht mehr sicher sein kann, was nun Traum und was Wirklichkeit ist: Handelt es sich bei den blauweißen Wiesen vielleicht doch um jene farbentleerte Seelenlandschaft, auf der sich der eigentliche Traum des kleinen Fuchses entspinnt? Was bzw. welcher Fall durch die Luft war zuerst da? Und wird es (in einer Art Zeitschleife) womöglich immer so weitergehen? Immerhin sind die lila Schmetterlinge am Ende des Buches verschwunden und der kleine Fuchs tollt mit seinen Geschwistern wieder durch den (blauweißen) Wald...

 

Kröte im Januar 2020


Elektrische Fische, Carlsen Verlag, 2019

 Susan Kreller: Elektrische Fische

I shouldn’t be here –  

Die ersten Worte von „Lights of Home“ könnten auch für Emma gelten. Von der Hölle des Jetzt und den besten Tagen, die eigentlich schon zurückliegen, ist im Song der irischen Rockband U2 die Rede. 
Susan Kreller stellt ihrem neuen Jugendroman ein Zitat dieses Songs voran und verweist damit auf die Pein der Entwurzelung, die zu einem Leitmotiv für Emmas Ich-Erzählung wird. Dennoch zitiert die 2015 für ihren Roman „Schneeriese“ mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnete Autorin eine Passage des Songs, die wortwörtlich Hoffnung aufleuchten lässt: In your eyes I see it / The lights of home. 

Aufgefächert ist damit das Spannungsfeld zwischen dem Verlust des Home – der Heimat – und einem ersten, möglichen, noch unsicheren Moment des Ankommens.
Dabei legt Susan Kreller sich zu unterschiedlichen literarischen und gesellschaftspolitischen Entwicklungen quer: Sie erzählt keinen jener Flüchtlingsgeschichten, die in ihrer unterschiedlichen Qualität vor den politischen Hintergründen in Syrien oder Afghanistan oder Somalia die Erfahrungen jener schildern, die einen lebensgefährlichen Weg nach Europa auf sich genommen haben. Sie erzählt aber auch nicht von jener Entleerung, mit der Gebiete im Osten Deutschlands zu kämpfen haben. Vielmehr ziehen Emma, deren Mutter und Geschwister in eine Gegend, die viele andere verlassen (haben):

Ihr habt da übrigens irgendwas falsch verstanden. Man zieht nicht in diese Gegend, niemand macht das. Wenn überhaupt, zieht man hier weg. (55)

Emma ist in Irland aufgewachsen und wird nun von ihrer Mutter in deren ursprüngliche Heimat, das (fiktive) Dorf Velgow in Mecklenburg-Vorpommern verpflanzt, sprich: in eines der ehemaligen Gebiete der DDR. Es ist weniger die Provinzialität, die für Emma zur Herausforderung wird, als vielmehr der Verlust kultureller, vor allem aber sprachlicher Zugehörigkeit.

Ich bin in einem Deutsch gelandet, in dem ich mich immer wieder verlaufe. (16)

Emma ist zweisprachig aufgewachsen; dennoch sind jene deutsche Sprache, die sie kennt, und jene, die in Velgow gesprochen wird, einander fremd. Emma stößt auf zahlreiche Worte, die sie nicht einzuordnen weiß; andererseits vermag sie keine adäquate Translation für Sprichwörter zu finden, die ihr nicht nur geläufig sind, sondern ihre Situation auch treffend beschreiben: It‘s going arseway.“ Dieserart ließe sich das neue Familienleben im Haus der Großeltern beschreiben, doch der plumpe Begriff arschwärts wird dem nicht annähernd gerecht. Emma erkennt, dass Sprache nicht nur das Werkzeug der Kommunikation, sondern identitätsstiftend ist: 

Die englische Sprache bin ich.
Deutsch spreche ich nur.
Deutsch ist immer noch ein paar Meere von mir entfernt.
 (17)

Noch sehr viel drastischer als Emma verweigert ihre jüngere Schwester Aoife die neue Identität: Sie verstummt. 
Einzig Emmas älterer Bruder Dara scheint sich rasch einzuleben, findet Freund_innen, ist umschwärmt, präsentiert seiner Familie eine auch sprachlich heiter wirkende Oberfläche seiner selbst. Erst am Ende des Romans legt Emma offen, dass er derjenige war, der in Wahrheit immer der Traurigste von uns gewesen ist (179) und der später letztlich auch als einziger der drei Geschwister nach Irland zurück geht. 
In Aoifes Fall ist der Schmerz des Heimatverlustes offensichtlicher. Hey now, do you know my name? heißt es im paratextuellen Zitat aus „Lights of Home“ – und in Aoifes Fall zeigt bereits die Fremdheit des Namens die scheinbare Unmöglichkeit, zwei (sprachliche) Welten zueinander zu bringen:

Ich frage mich, wie die Leute in Velgwo Aoifes Namen aussprechen werden, wahrscheinlich genauso falsch wie der deutsche Großvater. „Du musst Eufe sein“, hat er am Flughafen gesagt, und sie hat ihn nur böse angeguckt und langsam den Kopf geschüttelt und „Iiiifa“ gesagt, wieder und wieder. (9)

Die Sorge um die verstummte Aoife hält Emma davon ab, Velgow rasch wieder zu verlassen. Doch, so ihr Plan, sobald Aoife wieder zu sich selbst gefunden hat (und wieder spricht), wird Emma zurück nach Irland gehen. Sie trifft dafür bereits heimlich Vorbereitungen und findet in Levin unerwartet einen Partner, der ihr bei diesen Vorbereitungen hilft.
Dabei erschien ihr gerade Levin unter den neuen Schulkolleg_innen am verschrobendsten; doch eine unerwartete Begegnung am Meer legt den Grundstein dafür, dass Levin letztlich zu jenem light of home wird, das Emma auf ganz neue Art an die neue, fremde Heimat bindet. Vielleicht liegt das auch daran, dass Levin keiner ist, der viel redet, und Emma gerade dadurch weit weniger fremd erscheint als andere. 
Vielleicht liegt es aber auch daran, dass Levin weiß, was Verlust heißt – auch wenn er ihn auf ganz andere Weise erfahren hat, als Emma: „Verloren“ hat Levin seine Mutter; oder um es genauer zu formulieren: Verloren hat Levin eine Mutter, die den Normen und Vorstellungen ihrer selbst, der Familie und Gesellschaft entspricht. Durch eine psychische Krankheit ist sie zurück geworfen auf ein ebenso wirres wie verwirrtes Dasein, das mehr als durch alles andere durch Paranoia geprägt wird. 
Und doch scheint gerade Levins Mutter diejenige zu sein, die auf ihre schräge, hexenhafte Art Wahrheiten erkennt:
Heimat ist da, wo man verstanden wird. Und wo keiner vergiftet wird.“ (63)

So wie Emma durch Aoife ist Levin durch seine Mutter an diesen Ort gebunden; seine Mutter, die einst Meeresbiologin war und nun auf ein Aquarium als Mittelpunkt ihres Lebens zurück-geworfen ist – eines jener poetisch einprägsamen Bilder, mit deren Hilfe Susan Kreller auf Emmas neuen Leben blickt, und durch jene sprachlichen Genauigkeiten, sprachlichen Volten und sprachliche Zartheit verstärkt, die ihren literarischen Stil prägen.

Letztlich sind es Levins Mutter und deren Wunsch nach einer Wieder-Begegnung mit dem Meer, die nicht nur zum dramatischen Höhepunkt des Romans werden, sondern auch die Gleichzeitigkeit von Bewegung und Gegenbewegung bewirken: Emmas Versuch, Velgow zu verlassen führt durch die verqueren Umstände letztlich dazu, dass Emma bleibt. Und damit dem Refrain eines Songs von Flogging Molly, einer weiteren irischen Band (im Glossar vorgestellt als irisch-amerikanische Folk-Punk-Rock-Band) folgt: Hurry back to me, my wild calling.

Heidi Lexe und Kathrin Wexberg

 

Weitere Informationen zur STUBE: www.stube.at
Mit herzlichem Dank an die STUBE-Redaktion, die uns die Inhalte zur Verfügung stellt.

 

 

Montag, 3. Juni 2019, 19.30 Literaturcafé der PH Ludwigsburg

Manja Präkels hat mit ihrem Debütroman "Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß" (2017) ein eindrückliches Porträt entworfen, das von Kindheit und Jugend in einer Kleinstadt der DDR und in der Nachwendezeit erzählt. Die politischen Koordinaten dieses Zeit-Raums, insbesondere dessen rechte Ränder, werden in dieser Chronik einer Heranwachsenden beklemmend präzise aufgezeigt. Ihr Roman wurde 2018 vielfach ausgezeichnet (so mit dem Kranichsteiner Jugendlisteratur-Stipendium, dem Deutschen Jugendliteraturpreis, dem Anna-Seghers-Preis).

Die 1974 in Zehdenick/Mark geborene Autorin hat sich auch als Sängerin der hochgelobten Band "Der singende Tresen" einen Namen gemacht.

Manja Präkels stellt ihre Texte in Lesung und Gespräch vor; außerdem präsentiert sie auf der Bühne des Literaturcafés mit den Musikern Thorsten Müller (cl) und Benjamin Hiesinger (db) ihre "Tresenlieder". Das Gespräch mit Maja Präkels führt Caroline Roeder.

Von Träumen und Transitwegen – ein Migrationsprojekt

Die teilnehmenden SchülerInnen der Elly-Heuss-Knapp-Realschule Ludwigsburg zusammen mit den Tutorinnen Charlotte Birk und Andreea Apostol

Die Ludwigsburger Literatur-Agenten - 4. Staffel (2016) im Rahmen des Literanauten-Projekts AKJ | BMBF | Stadtbibliothek Ludwigsburg

Projektbegin: 9. November, Schlusspräsentation: Montag, 12. Dezember, 17:00 Uhr im Literaturcafé der PH Ludwigsburg

Bei dem Leseförderungsprojekt setzt sich eine Gruppe von Jugendlichen (das sind 16 SchülerInnen der Elly-Heuss-Knapp Schule Ludwigsburg der Klassenstufe 8/9) mit dem Thema Migration auseinander. Die Jugendlichen haben Flüchtlinge aus Ludwigsburg in ihrer Unterkunft besucht und sie interviewt, um deren Lebens- und Fluchtgeschichten kennenzulern

Als 'literarische Grundlage' für das Migrationsprojekt dient die Graphic Novel des Berliner Künstlers Reinhard Kleist "Der Traum von Olympia" (2015); Kleists Werk stellt die Lebensgeschichte der somalischen Leichtathletin Samia, die bei ihrer Flucht nach Europa ums Leben gekommen ist, in den Mittelpunkt seiner graphischen Erzählung; für seine künstlerische Umsetzung recherchierte er biographisches und faktenbezogenes Material. 

In den Workshops setzten sich die Jugendlichen mit  Kleists Werk, graphischen Erzählen, ebenso mit journalistischem Arbeiten und der politischen Situation der Migration auseinander. Angeleitet werden die Jugendlichen von Studierenden der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg, dem Graphic Novel-Künstler und Workshopleiter Reinhard Kleist sowie dem Journalisten Mathias Becker (hinsichtlich journalistischen Arbeiten und Schreiben). Leitung des Projektes: Prof. Dr. Caroline Roeder, PH Ludwigsburg

Die Abschlusspräsentation findet am Montag, 12. Dezember 2016 um 17.oo Uhr im Literaturcafé statt. 

Mit Fachzeitschriften arbeiten

Workshop zum wissenschaftlichen Arbeiten

Ort: ZeLd
Zeit: Mittwoch, 14. Dezember 2016, 12.15-13.15 Uhr
Teilnahme: kostenfrei
Workshopleitung: Prof. Dr. Caroline Roeder

Das gibt's in keinem Russenfilm!

Lesung und Gespräch mit Thomas Brussig

Montag, 7. November 2016, 19.30 Uhr Literaturcafé PH Ludwigsburg

Ein Veranstaltung von Literaturcafé und dem Zentrum für Literaturdidaktik ZeLd

 

Mit seinem Roman Helden wie wir (1995) deckte der Berliner Autor Thomas Brussig recht ungewohnt und spektakulär auf, wie der Antifaschistische Schutzwall 'wirklich' geknackt wurde; im Kinofilm Sonnenallee (1999) wurde das historische Bauwerk gar musikalisch aufgespielt – wie kaum ein anderer Autor der Gegenwartsliteratur versteht es Thomas Brussig deutsche Geschichte grotesk und tiefgründig auszuleuchten. Sein neuester Roman Das gibt's in keinem Russenfilm (2015) liefert einen weiteren pikaresk-historischen Höhepunkt in dieser literarischen Höhenfluglinie. In Lesung und Gespräch stellt der Autor sein Werk vor; das Gespräch führt Prof. Dr. Caroline Roeder. 

Rabensommer!

Lesung und Gespräch mit Elisabeth Steinkellner 

Die junge österreichische Autorin Elisabeth Steinkellner liefert mit ihrem Jugendroman "Rabensommer" ein traumhaftes Debüt. Kreisen auch viele Adoleszenzromane um Abschiede, so inszeniert Elisabeth Steinkellner mit ihren vier jugendlichen Figuren diese Rites de Passage als ganz eigen gestimmte jugendliche Jahreszeit: einen Rabensommer.

Elisabeth Steinkellner, 1981 in Niederösterreich geboren, absolvierte eine Ausbildung zur Sozialpädagogin und studierte Kultur- und Sozialanthropologie in Wien. Sie lebt und arbeitet als Autorin von Kurzprosa, Lyrik und Kinder- und Jugendliteratur in Baden bei Wien. Ihr Jugendroman "Rabensommer" wurde 2014 mit dem renommierten Hans-im-Glück-Preis ausgezeichnet.

Dienstag, 21. Juni 2016  20.00 Uhr  Ort: Literaturcafé

Ludwigsburger Versfabrik

Das Leseförderungsprojekt der „Literanauten“ reimt sich in die dritte Staffel

Nach dem erfolgreichen Krimi-Projekt mit Schülerinnen und Schülern der Elly-Heuss-Knapp Realschule im vergangenen Jahr wird in diesem Sommer ein Projekt rund um Lyrik durchgeführt. In verschiedenen Workshops soll gereimt und Lyrik vertont werden.

Das Leseföderungsprojekt  wird gefördert von der Initiative „Kultur macht stark“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Arbeitskreis für Jugendliteratur München. Das Projekt dient der Professionalisierung von Studierenden der PH und wird in Kooperation mit der Stadtbücherei Ludwigsburg durchgeführt. 

"Denn sie rauben sehr geschwind jedes böse Gassenkind..."


Tagung zum Thema "Zigeuner"-Bilder in Kinder- und Jugendmedien
vom 3. – 4. März 2016 in Berlin


Von Arpad bis Zigeunerfrieda: "Zigeuner"-Figuren und "Zigeuner"-Bilder bevölkern
die Kin­der- und Jugendliteratur seit ihren Anfängen und sind in allen ihren Gattungen
vertreten. Zum fes­ten Personal gehören sie in Märchen, ebenso sind sie in kinder-
litera­ri­schen Klassikern zahl­reich beheimatet. "Zigeuner"-Bilder findet man auch in
illustrierten Büchern und Comics, sowie in aktuellen kinder- und jugendliterarischen
Romanen.
Im Bereich der Literatur- und Gesell­schaftswissenschaften erschienen in den vergangenen
Jahren eine Reihe wichtiger Veröffent­lichungen, die der Geschichte dieser Konstruktionen
und Stereotypenbildung, den Auswüchsen der Vorurteile und antiziganistischen Tendenzen
nachgingen.
Eine fundierte wissenschaftliche Bestandsaufnahme und Berücksichtigung
der historischen Kinder- und Jugendliteratur fehlt weitgehend, ebenso eine differenzierte
Darstellung der Sinti und Roma.
Zudem steht eine Auseinandersetzung mit aktuelleren
Entwicklungen auf dem Buchmarkt aus.
Vergeblich sucht man in den vorliegen­den
literaturwissenschaftlichen Untersuchungen auch nach von Sinti und Roma geschriebenen
Texten.


Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer und der Pressemitteilung.

 

 

 

Poesie und Politik

Lesung und Gespräch mit Michael Wildenhain

Der Berliner Autor hat ein schillerndes Profil: Einstmals Hausbesetzer und Informatikstudent,
später am Theater tätig und nun mehr seit langer Zeit: freier Schriftsteller. Als solcher hat
Wildenhain eine Reihe wichtiger und zeitgeschichtlich brisanter Themen literarisch umgesetzt.
In seinen Erzählungen, Romanen und Gedichten erzählt er von Utopien und zeigt Gewalt, die
in Extremen gipfelt. Wildenhain versteht es mit seinen Werken, die sich an Kinder und Jugendliche
wie an ein ‚erwachsenes’ Publikum richten, Politik und Poesie miteinander  zu verschränken.
Sein neuester Roman „Das Lächeln der Alligatoren“ widmet sich dem Thema RAF und Deutscher
Herbst: eine brisante Liebes-Erinnerung.

Das Gespräch mit Michael Wildenhain führt Prof. Dr. Caroline Roeder.

Montag, 9. November 2015, 19.30 Uhr Literaturcafé.

 

 

Von Schreimüttern, Königinnen und Limonade

Workshop, Lesung und Gespräch mit Jutta Bauer

Jutta Bauer ist eine der renommiertesten deutschen Illustratorinnen. Sie gestaltet Bilder- und Kinderbücher auf innovative Weise in Text und Bild, fertigt Cartoons für zahlreiche Zeitschriften und arbeitet im Bereich Animationsfilm. Zu ihren bekanntesten und mehrfach ausgezeichneten Werken gehören die Bilderbücher  „Schreimutter“,
„Die Königin der Farben“ oder „Opas Engel“.

Jutta Bauer versteht es, problematische Themen wie zum Beispiel Abschied oder
Tod mit zartem Strich,  berührend und zum Nachdenken anstoßend ins Bild zu setzen.
2009 erhielt sie für ihr Illustrationsgesamtwerk den Deutschen Jugendliteraturpreis sowie 2010 den internationalen Hans Christian Andersen Preis. 

 

Illustrationsworkshop für Schülerinnen und Schüler der 2./3. Klasse um 10h im BTZ

Anmeldung unter: btz(at)ph-ludwigsburg.de


Lesung und Gespräch um 19h30 im Literaturcafé

Die Veranstaltung ist ein Dankeschön an Elisabeth Hohmeister für ihre großzügige Bilderbuchschenkung!

 

 

Literarisches Speed-Dating
im Deutschen Literaturarchiv Marbach

Zur Eröffnung der neuen Wechselausstellung "Das bewegte Buch" öffnete 
das Deutsche Literaturarchiv Marbach am Sonntag, den 8. November für alle 
kleinen und großen Literaturinteressierten seine Türen. Im Rahmen zahlreicher
Führungen und Angebote nahmen unter anderem die zwei Studentinnen 
Charlotte Birk und Sina Marche der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg 
am Literarischen Speed-Dating im Schillersaal teil. In zwei offenen Runden konnten
die BesucherInnen von Tisch zu Tisch wechseln und Buchtipps ergattern.


Bilder vom Lernfestival 2015


Literarischer Workshop und Bibliotheksralley im ZeLd

 


Lernfestival am 15. Juli 2015 

Alle zwei Jahre lädt die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg dazu ein, das Lernen zu feiern.

Auch das ZeLd ist mit verschiedenen abwechslungs-reichen Workshops am Programm beteiligt.

 

 

Unendliche Geschichten

Auf den Spuren von Bibliotheksbüchern

Die Bibliothek ist ein ausgesuchter literarischer Schauplatz: Hier stehen die Bücher
bzw. der Ort, an dem sie archivalisch gesammelt sind, selbst im Mittelpunkt der
Geschichten. In der Kinder- und Jugendliteratur findet man viele abenteuerliche
Bibliotheksbücher. So zum Beispiel Michael Endes „Die unendliche Geschichte“,
die Bastian zu der geheimen Bibliothek führt Die Veranstaltung stellt Bibliotheks-
Geschichten in einer Bücherralley vor, die selbst durch die Hochschulbibliothek führt. 

Prof. Dr. Caroline Roeder

versch. Zeiten zwischen 10.00 – 11.30 Uhr

 

 

Lesungen mit bekannten Jugenbuchautorinnen

17. Ju
li – Tamara Bach
Liest im ZeLd unter dem Titel „Der Sommer hat tausend und eine Tür“ 
vom Marsmädchen und von Marienbildern.

19.00 Uhr | Raum: 7.105

Veranstaltungen im Sommersemester 2014

Workshops in der Orientierungswoche 

 

  • Auf ins ZeLd! 
    Das Zentrum für Literaturdidaktik stellt sich vor.
    10.00 Uhr – 11.00 Uhr | Raum: ZeLd
  • Blick über den Tellerrand 
    Workshop zum Thema interkulturelle Kinder- und Jugendbücher 
    mit Frau Prof`in Dr. Roeder und Frau Dr. Kanjo.
    13.00 Uhr – 14.00 Uhr | Raum: ZeLd

 

Workshops 

 

  • 23. Mai – Hört mal her! Hört mal richtig hin.
    Vom Wert der Qualität und der Förderung gekonnten Hörens mit 
    Birgit Hock. Auch im Rahmen von 7aufeinenStreich belegbar.
    10.00 Uhr – 13.15 Uhr | Raum: ZeLd

 

Lesungen mit bekannten Jugenbuchautorinnen

 

  • 9. April – Stefanie de Velasco
    „Waidmann Halal oder alles cool und pomade“. Die Autorin stellt in der
    Einführungsveranstaltung der Ringvorlesung ihren Roman „Tigermilch“ vor.
    16.15 Uhr – 17.45 Uhr | Raum: 7.105
  • 17. Juli – Tamara Bach
    Liest im ZeLd unter dem Titel „Der Sommer hat tausend und eine Tür“ 
    vom Marsmädchen und von Marienbildern.
    19.00 Uhr | Raum: ZeLd

 

Ringvorlesung „Ist Ich ein Anderer?“
Zum Thema Interkulturelle Identität und jugendliche Lebenswelten.

 

ZeLd Tutorinnen
Auch im Sommersemester stehen die Tutorinnen des ZeLd 
wieder für Beratungen rund um`s ZeLd bereit.

Und vieles mehr…

Einen guten Start ins Sommersemester!

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