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E-Mail: ulrich.binder(at)ph-ludwigsburg.de

 

Sprechstunden (insbesondere für Staatsexamensprüflinge): Aufgrund des Corona-Minimalbetriebs bitte ich derzeit um individuelle Terminsuche respektive Beratung per Mail.

Hinweis für Staatsexamensprüflinge

Bitte bereiten Sie sich für die obligatorische persönliche Besprechung Ihrer Prüfung anhand des Informationsblatts aus meinem Schaukasten vor (Gebäude 1, 3. Stock). (Kann auch per Mail angefordert werden.)

 

Einige Eckdaten dazu, was die Allgemeine Pädagogik ist, will und kann

Wir. Stellen. FragenDie AP ist keine Anwendungswissenschaft. Sondern eine Reflexionswissenschaft, die letztlich eine Irritationsfabrik darstellt, weil sie darauf angelegt ist, Probleme, Paradoxien, Ambivalenzen, Dissonanzen, blinde Flecken, Irrwege usw. zu eruieren.

Für wen/was wird operiert? Die AP hat kein pädagogisches Handlungsfeld wie Schule, Jugendeinrichtung, Bildungsverwaltung usw., auf das sie sich bezieht. Ihr einziges Handlungsfeld ist das der erziehungswissenschaftlich relevanten Diskurse (in Wissenschaft und pädagogischer Praxis). Demzufolge liefert die AP (Grundlagen-)Wissen, das andere Disziplinen auf ihre Handlungsfelder beziehen können, was auch inkludiert, dass die AP grundsätzlich an allen Handlungsfeldern – und Themen – interessiert sein kann.

Nicht Fan, Stürmerin, Goalkeeper, Schiedsrichterin, Coach...: Die AP setzt keine Normen (analysiert aber, wann welche Normen von wem wie und wozu gesetzt werden). Sie weist keine Handlung an (analysiert aber die diversen Handlungsanweisungen und ihre [sozio-kulturellen] Rahmungen). Sie entscheidet keine Debatten (analysiert diese aber). Sie organisiert keine Bildungsprozesse (analysiert aber die Organisierungen). Sie definiert keine Begriffe (analysiert aber die Definitionsgeschichten und -logiken). Usw.

Spezialistin fürs Allgemeine: Die AP verfolgt meist nicht, bei Fragen immer mehr ins Detail zu gehen. Sondern strebt an, aus den Detailbetrachtungen raussteigend den Blick für Kontexte, Genealogien, Tendenzen usw. zu schärfen.

Theoretisch, empirisch, historisch oder philosophisch, geistes-, kultur- oder sozialwissenschaftlich, organisations-, diskurs-, differenzierungs-, kommunikations-, macht-, sprachanalytisch oder was? Die AP hat keine wissenschaftlichen Hauptmethoden. Vielmehr ist sie aufgrund ihrer Verfassung genuin darauf abgestellt, jeweils passende Methoden zu suchen – und zugleich, als Wissenschaftsforschungsinstanz par excellence, all die Paradigmen-, Theorie- und Methodenprobleme zu reflektieren. 

Königsdisziplin? Gatekeeper und Rausschmeißer? Die AP ist, sei sie auch noch so „allgemein“ (und historisch traditionsreich), nicht dafür zuständig, dem diversen Gesamtfeld der Erziehungswissenschaft und der Pädagogik zu empfehlen, was integriert werden soll. Sie ist also keine Sinnstiftungsinstanz, kein gesamtdisziplinäres Dach oder Fundament, das alles trocken und stabil hält, also (aus-)sortiert, definiert und sanktioniert. Vielmehr ist sie selbst eine Teildisziplin, die gleichwohl immer „das Ganze“ im Blick haben kann; und für dieses Ganze ist sie auch ständig gewissermaßen aus Außendienstmitarbeiter in vielerlei Gefilden unterwegs, um nach Importwürdigem – und seien es Irritationen – Ausschau zu halten.

Berufliche Tätigkeiten

1983-1984
Technischer Zeichner

1984-1988
freiberuflicher Musiker

1989-1994
Angestellter (Plattenfirma)

1994-1996
Kindergarten- und Horthelfer

1999-2004
Volksschullehrer an der Bilingualen Volksschule Donau-City/Wien

2004-2011
Assistent, Oberassistent, Dozent am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Bern,
Abteilung Allgemeine und Historische Pädagogik

2008-2011
Dozent für Allgemeine Pädagogik an der PH Bern

2009-2011
Bereichsleiter für Erziehungs- und Sozialwissenschaftliche Studien, PH Bern

seit 2011
Professor für Allgemeine Pädagogik, PH Ludwigsburg

2012-2016
Prodekan der Fakultät I: Erziehungs- und Gesellschaftswissenschaften

Forschungsausrichtung

Ich betreibe die Allgemeine Pädagogik als Wissensforschung und gehe unter Berücksichtigung von zeitlichen Strukturierungen, symbolischen Ordnungen und kulturellen Geltungen der Frage nach, wie erziehungswissenschaftliches und pädagogisches Wissen konstruiert, definiert, legitimiert, reglementiert, rezipiert und distribuiert werden und welche Wirkungen das innerdisziplinär und gesamtgesellschaftlich hervorbringt.

Forschungsschwerpunkte

 

Publikationen

Monographien

 

Herausgeberschaften

 

Begutachtete Fachartikel

 

Sammelband- und Lexikonbeiträge

 

Weitere Beiträge

 

Rezensionen

Kongressbeiträge

Vorträge (Auszug)

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Institut für Erziehungswissenschaft > Personen > Mitglieder des Instituts > Binder, Ulrich

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