DE  |  EN

Der film- und theaterpädagogische Sprachförderansatz ist das Ergebnis des interkulturellen Sprachförderprojekts «Film - Sprache - Begegnung» (s.u.). Er zielt auf die synergetische Verbindung von Filmproduktion, Schauspiel und Sprachenlernen ab. Im Fokus stehen Lernergruppen mit sprachlich heterogenen Voraussetzungen. 

Bei einer Filmproduktion gibt es für jeden Sprachstand adäquate Aufgaben, Rollen und Funktionen, die es den Lernenden ermöglichen, sich ausgehend vom individuellen Niveau sprachlich und persönlich weiterzuentwickeln. So können Lernende auf motivierende und niederschwellige Weise an die deutsche Sprache herangeführt werden und nicht nur sprachliche Fortschritte machen, sondern auch Kenntnisse und Kompetenzen in den Bereichen Filmgestaltung und Schauspiel erwerben. 

 

 

Homepage

Auf der Homepage "film- und theaterpädagogische Sprachförderung" finden sich inzwischen 99 film- und theaterpädagogische Sprachförder-Übungen die auch im Regelunterricht oder an außerschulischen Lernorten einfach umzusetzen sind.  

 

 

 

 

 

Buch

Im Buch "Spiel-Film-Sprache" wird der film- und theaterpädagogische Sprachförderansatz genauer beschrieben und Übungsreihen zu Umsetzung in der Praxis exemplarisch vorgestellt. 

Holdorf, Katja / Maurer, Björn (Hrsg.) (2017): Spiel-Film-Sprache. Grundlagen und Methoden für die film- und theaterpädagogische Sprachförderung im Bereich DaZ/DaF. München: kopaed. 

Die Projekte

Film - Sprache - Begegnung: Sprachförderung durch aktive Filmarbeit

Das Projekt «Film-Sprache-Begegnung» ist ein interkulturelles Sprachfördercamp in Rumänien (Seligstadt). Über 30 Jugendliche aus Serbien, Kroatien, Rumänien, Ungarn und Deutschland drehen innerhalb von zehn Tagen gemeinsam Spielfilme. Die Geschichten dafür entwickeln sie selbst. Sie verfassen Drehbücher und erlernen das Kamerahandwerk, sie arbeiten sich in filmtypische Aufgabenfelder wie Regie, Kamera, Ton, Licht und Schauspiel ein. Das Ziel des Camps ist aber nicht nur die Produktion von Spielfilmen. Es geht insbesondere darum, dass die Teilnehmer/-innen Deutsch als Fremdsprache kommunikativ und zweckgebunden sprechen. Die Produktion von Spielfilmen – so die zentrale Idee des Camps – ist mit vielfältigen attraktiven und motivierenden Sprech- und Schreibanlässen verbunden. Die praktische Arbeit mit Film unterstützt den Erwerb von Sprachaufmerksamkeit («language awareness») und fördert interkulturellen Austausch, gegenseitiges Verstehen und Toleranz (vgl. Schader 2004).   

Die Donauschwäbische Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg fördert das Projekt finanziell. So konnte es in den Jahren 2011 bis 2016 jeweils mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung und sukzessive erweiterten konzeptionellen Varianten im Jugendzentrum der evangelischen Kirche Seligstadt durchgeführt werden. 

Geplant, vorbereitet und begleitet wird das Projekt von einem internationalen, interdisziplinären DozentInnen-Team: Katja Holdorf (Abteilung Sprachen/Deutsch/DaZ), Björn Maurer (Pädagogischen Hochschule Thurgau, Schweiz), Daniel Trüby (PH Ludwigsburg), Mirona Stanescu (Uni Klausenburg, Rumänien). 

Die Durchführung vor Ort übernehmen vor allem Studierende der PH Ludwigsburg. In einem zuvor stattfindenden Seminar werden Sie auf ihre Aufgabe vorbereitet. Die Bereiche  «Sprachförderung», «Theaterpädagogik» und «Filmproduktion» sind inhaltlich so voraussetzungsreich, dass die Studierenden für die Teilnahme Kenntnisse in mindestens einem der Bereiche mitbringen sollten. Vor diesem Hintergrund entstand die Idee einer interdisziplinären Zusammenarbeit der Abteilungen Deutsch und Medienpädagogik bzw. der Kultur- und Medienbildung.  

Das Camp 2018 ist in Vorbereitung.  

 

Studierenden-Sommercamp in Rumänien 2017

Unter dem Motto «Film – Sprache – Begegnung» fand vom 07. bis 14. August ein interkulturelles Sommercamp für Studierende der PH Ludwigsburg, Universität Stuttgart, der Universität Kragujevac (Serbien)  und der Babes-Bolaj Universität Klausenburg (Rumänien) statt. 

Im Jugendbildungszentrum des transsilvanischen Ortes Selistat konnten die 32 Teilnehmenden den film- und theaterpädagogischen Sprachförderansatz kennenlernen, erproben und anwenden. 

Studierende, die das seit 2011 jährlich stattfindende Sprachfördersommercamp für Jugendliche bereits letztes Jahr durchlaufen hatten stellten dabei den Bezug zur Projektpraxis her.   

Seminarbegleitend wurde das kürzlich im kopaed-Verlag erschienene Praxishandbuch «Holdorf, K. / Maurer, B. (Hg.): Spiel-Film-Sprache» erfolgreich eingesetzt.

Auf der Website des Projekts können die Kurzfilme der Studierenden angeschaut werden.

ABTEILUNG DEUTSCH 
SUCHE
Deutsch > Personen > Holdorf, Katja > Der film- und theaterpädagogische Sprachförderansatz
Startseite   Download Zentrum  Sitemap  KontaktLogin

DruckansichtDruckansicht