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Thekenbetrieb - Fotos: Annegret Kächele

AUSZUG AUS DEM ARTIKEL: "RAUM FÜR LITERATUR - DAS LITERATUR-CAFÉ"


"Mittwochs in der Mittagspause im Literatur-Café der Pädagogischen Hochschule in Ludwigsburg: Wie immer ist es sehr schwer einen Platz zu ergattern. Wer das weiß, ist frühzeitig dran und bekommt dann auch seinen Stammplatz. Von unserem Tisch, hinten in der Ecke, haben wir eine gute Sicht auf das ganze LitCafé. Auch heute trifft man die verschiedensten Gäste an.

So wird zum Beispiel am Tisch neben uns eifrig auf die nächste Matheprüfung gelernt. Der kleine runde Bistrotisch ist überfüllt mit Taschenrechner, Notizen und einem Laptop. Zwei Tische weiter wird noch schnell die PowerPoint- Präsentation für die nächste Seminarsitzung und das zu haltende Referat gemacht, wie immer kurz vor knapp. Ohne Laptop geht es auch nicht am dritten Tisch, denn dort schaut sich ein Student mit Kopfhörern gerade die verpasste Folge von »The Big Bang Theory« an. Dabei lässt er sich nicht von den sechs Studentinnen stören, die sich anscheinend über das vergangene Wochenende unterhalten. Jede von ihnen ist ausgerüstet mit einer Tasse Kaffee, Latte Macchiato oder Ähnlichem, die sie an der Theke gekauft haben.

Genau dort stehen drei Stammgäste. Die drei Dozenten des Faches Deutsch kommen nicht nur wegen den studentenfreundlichen Preisen, dem Fairtrade-Kaffee und den netten Gesprächen mit den Studierenden (vor und hinter der Theke), sondern auch um die Institution Lit-Café zu unterstützen.

Die Kaffeemaschine kommt fast nicht hinterher, als die Hochschulleitung zum wöchentlichen Coffee-Meet-and-Greet ins Lit-Café kommt. Bei Espresso und Cappuccino bieten sie so Kolleginnen und Kollegen sowie Studierenden die Möglichkeit über Fragen, Anregungen und Probleme zu reden.

An einem der großen Tische liest eine Studentin gerade einen selbstverfassten Text vor, während die Schreibberaterinnen und Schreibberater konzentriert zuhören um danach ihr Feedback zu geben.
Überall sind intensive Gespräche, Lachen und das Klicken der Laptoptastatur zu hören, während einem der verführerische Duft von frisch gemahlenen Bohnen in die Nase steigt. Ein Gefühl von Gemütlichkeit entsteht durch die vielen Grünpflanzen. An den Wänden sind zurzeit verschiedene Tierzeichnungen einer Studentin zu sehen. All diese Sinnesanregungen führen dazu, dass das Lit-Café als Lern- und Entspannungsoase innerhalb der Hochschule empfunden werden kann.

[...] der Kern der Initiative [Literatur-Café besteht] aus Studenten. Zu den Aufgaben des Teams zählen nicht nur die nach außen hin sichtbaren Tätigkeiten, wie der Kaffeeverkauf in der Mittagspause durch die Fachschaft Deutsch, oder die Bewirtung und das Betreiben der Bühnentechnik an den einzelnen Abendveranstaltungen hauptsächlich durch das Lit-Café-Team. Hinzu kommen noch eine Vielzahl an Aufgaben, die im Hintergrund geschehen, wie Wartung und Reparaturen der Licht- und Tontechnik durch die Techniktutoren, Auf- und Abbau von Stühlen, Tischen und Technik vor und nach jeder Veranstaltung, Organisation der Raumreservierungen, Einkaufen und Überwachen der Lagerbestände, Erstellen von Schichtplänen, Buchführung, Pflanzenpflege, Öffentlichkeitsarbeit und Ansprechpartner für alle Fragen und Nöte rund ums Lit-Café für Studenten, Dozenten und Mitarbeiter der Hochschule. Während der vorlesungsfreien Zeit wird einmal pro Semester Großputz gemacht, wobei Altlasten entsorgt und das Mobiliar neu arrangiert werden. All dies wird mit viel Engagement und in Selbstregie von den derzeit zwölf Studenten des Teams gestemmt."

Aus dem Kapitel "Raum für Literatur - das Literatur-Café der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg" von Annegret Kächele und Rebecca Schlayer in: Gans/Prenting (2012): Textwerkstätten. Literarisches Schreiben in Schule, Hochschule und Freizeit. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, S. 290ff.

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