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Uta-Dorothea Schönhoff - Studienrätin und Doktorandin an der PH Ludwigsburg

Das Promotionsvorhaben von Uta-Dorothea Schönhoff erforscht zeichnerische Entwurfsprozesse, wie Gedankenskizzen, Vorstudien, Konzeptzeichnungen, Schemazeichnungen, Rohentwürfe in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen. Die Zielsetzung der Forschungsarbeit ist eine genaue Analyse des Zeichenprozesses in Bezug auf das entwerferische, projektive und poietische Zeichnen. Zeichnungen, insbesondere schnell gezeichnete Skizzen bieten ein Potenzial einer bewussten oder unbewussten Vagheit und Ambiguität, ein Umstand von dem angenommen wird, dass er kreative Prozesse initiiert und diese unterstützt. Das Kernstück des Promotionsvorhabens bildet eine empirische Studie, welche ihren Fokus auf die intersubjektiven Aspekte von Entwurfsprozessen setzt. Die Arbeit wird interdisziplinär durch die Studien der angrenzenden Fachgebiete wie die Designwissenschaften, die Kunstwissenschaften, die Entwicklungspsychologie, die Anthropologie und die Neurowissenschaften verortet, welche die mentalen, handlungsorientierten und zeichenhaften Aspekte des Entwurfsprozesses näher beleuchten und so auch die epistemischen Qualitäten des Entwerfens benennen.

Betreut von Prof. Dr. Hubert Sowa und Prof. Dr. Bettina Uhlig (Universität Hildesheim)

Regeln der Konstruktion von kunstpädagogischen Aufgaben im sonderpädagogischen Bereich

Daniel Ricci - Student an der Staatlichen Akademie für Bildende Künste Karlsruhe/Verein für Jugend- und Straffälligenhilfe Karlsruhe e.V.

Es existiert aktuell keine in Hinblick auf die sonderpädagogischen Fördermöglichkeiten des Kunstunterrichts systematisch begründete, nach Regeln für die praktische Anwendbarkeit formulierte und empirisch überprüfte Kunstdidaktik für den Förderschwerpunkt der emotionalen und sozialen Entwicklung (FSEE). Kunstlehrer wenden eine kunstpädagogische "Laienmethodik" an, die sie sich aufgrund ihrer Erfahrungen in der realen Praxis aneignen. Hiervon leitet sich das Ziel der geplanten Dissertation ab, Entscheidungskriterien zur Konstruktion kunstpädagogischer Unterrichtsgestaltung im FSEE zu entwickeln. Um dies zu erreichen wird der Gegenstandsbereich "Kunstdidaktik im FSEE" hermeneutisch "dechiffriert", um davon ausgehend Entscheidungskriterien für den Kunstunterricht im FSEE zu entwickeln und bei der Konstruktion einer Unterrichtssequenz anzuwenden. Diese wird im Rahmen einer sich anschließenden qualitativen Feldstudie durchgeführt, um abschließend die Entscheidungskriterien zu überprüfen. Erwartetes Ergebnis des Forschungsvorhabens ist eine analytische Entscheidungsmatrix für den Kunstunterricht im FSEE.

Betreut von Prof. Dr. Hubert Sowa und Prof. Dr. Werner Bleher

Körperhafte Bewegungsvorstellung im plastischen Gestalten

Marisa Caccavale - Lehrbeauftragte der PH Ludwigsburg

Während die Kinder- und Jugendzeichnungsforschung ein fundiertes und vertrautes Terrain ist, so bewegt sich das Promotionsvorhaben von Marisa Libal auf einem bisher kaum empirisch betretenen Grund – dem des plastischen Gestaltens und insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Bewegungswahrnehmung, -vorstellung und -gestaltung. Basierend auf anthropologischen, kognitionspsychologischen und kunsthistorischen Grundlagen und den Ergebnissen einer Einzelfallstudie, umfasst die Konzeption des didaktischen Forschungssetting einen Lehrgang zur Modifikation und Stabilisierung spezifischer Schemata der körperhaften Bewegungsvorstellung. Die Erprobung des Lehrgangs an einer Realschule in einer achten Klasse dient der Erfassung entwicklungsspezifischer Bewegungsvorstellungs- und -gestaltungsfähigkeit, welche das empirische Fundament einer curricularen Lehre der körperhaften Bewegungsvorstellung im plastischen Gestalten werden soll. 

Betreut von Prof. Dr. Monika Miller und Prof. Dr. Hubert Sowa

Bildung von Darstellungsformeln - Zur Konturierung einer grundschulspezifischen Zeichendidaktik

Lis Kunst - Stipendiatin der Konrad-Adenauer-Stiftung

 

Das Bedürfnis nach Kommunikation und zeichnerischem Ausdruck ist dem Menschen immanent. Zeichenkompetenz kann sich aber nur durch kulturelle Vermittlung bilden. Die Problemgeschichte des Zeichenunterrichts verdeutlicht, dass das aktuelle Fehlen einer Zeichendidaktik der romantisierten Auffassung des Kindes als Künstler und einer subjektzentrierten künstlerischen Kunstpädagogik geschuldet ist. Die Begriffe Lehren, Lernen und Bilden sind bisher keine festen Bestandteile des kunstpädagogischen Diskurses. Daher fragt Lis Kunst danach, welche Komponenten für das Bilden von Darstellungsformeln im Zeichenunterricht der Grundschule bedeutsam sind. Um die Kontur einer Zeichendidaktik ziehen zu können, werden in einem ersten Teil grundlegende Überlegungen zum Lehren, Lernen und Bilden, zu kindlichen Zeichenprozessen und zu zeichendidaktischen Anknüpfungspunkten in der Kunstpädagogik angestellt. In einem zweiten Teil werden Zeichnungen aus einem Zeichenunterricht einer Grundschulklasse untersucht, die über den Zeitraum von mehreren Monaten entstanden sind. Die Interpretation des Materials verdeutlicht Lern- und Bildungswege in Bezug auf die Unterrichtssituation und verweist somit auf wesentliche Komponenten, die für die Herausbildung kindlicher Darstellungsformeln bedeutsam sind. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden die Kontur einer Zeichendidaktik.

 

Betreut von Prof. Dr. Hubert Sowa und Prof. Dr. Bettina Uhlig (Universität Hildesheim)

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Gestaltungspraktische Bildung der räumlichen Vorstellung

Sarah Fröhlich - Stipendiatin der Landesgraduiertenförderung

Das Promotionsvorhaben von Sarah Fröhlich geht der Frage nach, welchen Beitrag der Kunstunterricht zur räumlichen Vorstellungsbildung jugendlicher Schülerinnen und Schüler leisten kann. Basierend auf der mathematikdidaktisch und kognitionspsychologisch überprüften Annahme, dass vor allem räumlich-konstruktives Gestalten Fördereffekte auf die Bildung räumlicher Vorstellungsstrukturen hat, wird ein Forschungssetting entworfen und erprobt, das kognitionspsychologische Erhebungsinstrumente mit architekturdidaktischem Kunstunterricht in einer achten Realschulklasse verbindet. Dabei soll Einsicht in den Zusammenhang von kognitiv-räumlichen Fähigkeiten und der Bearbeitung räumlich-konstruktiver Aufgabenstellungen gewonnen, Kategoriensysteme zur Diagnostik räumlicher Vorstellungs- und Darstellungsfähigkeiten erarbeitet und eine mögliche curricular-geordnete Aufgabentypologie für den Kunstunterricht entworfen werden. Diesem übergeordnet steht das Ziel, einen empirisch gesicherten Baustein für die im Werden begriffene, anthropologisch und hermeneutisch ausgerichtete Imaginationsbildung zu leisten.

 

Betreut von Prof. Dr. Hubert Sowa und Prof. Dr. Monika Miller

 

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Konstruktive prozedurale Verfahrensstrukturen im Vorstellen und Darstellen

 

 

 

 

 

 

Katja Brandenburger - Lehrbeauftragte PH Ludwigsburg

Der Arbeitstitel des Forschungsvorhabens von Katja Brandenburger lautet „Konstruktive prozedurale Verfahrensstrukturen im Vorstellen und Darstellen“. Die Doktorandin forscht in einem Forschungsrahmen, der sich zum einen mit den Modalitäten der Vorstellungsbildung und zum anderen mit der Entwicklung didaktischer Settings befasst, welche die Vorstellungsbildung durch Einüben von modifizierten Darstellungsweisen fördern. Das Forschungsvorhaben entwickelt im Rahmen einer kompetenzorientierten Kunstdidaktik Möglichkeiten, wie der Entwicklungsstand des speziell konstruktiven Vorstellungs- und Darstellungsvermögens diagnostiziert und gefördert werden kann. Es stellt sich die zentrale Frage nach konstruktiven prozeduralen Verfahrensstrukturen im zeichnerischen Dhttps://www.ph-ludwigsburg.de/typo3/clear.gifarstellungsprozess und den Möglichkeiten ihrer Förderung.

Betreut von Prof. Dr. Hubert Sowa und Prof. Dr. Monika Miller

 

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