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Lis Kunst - Stipendiatin der Konrad Adenauer Stiftung

Das Bedürfnis nach Kommunikation und zeichnerischem Ausdruck ist dem Menschen immanent. Zeichenkompetenz kann sich aber nur durch kulturelle Vermittlung bilden. Die Problemgeschichte des Zeichenunterrichts verdeutlicht, dass das aktuelle Fehlen einer Zeichendidaktik der romantisierten Auffassung des Kindes als Künstler und einer subjektzentrierten künstlerischen Kunstpädagogik geschuldet ist. Die Begriffe Lehren, Lernen und Bilden sind bisher keine festen Bestandteile des kunstpädagogischen Diskurses. Daher fragt Lis Kunst danach, welche Komponenten für das Bilden von Darstellungsformeln im Zeichenunterricht der Grundschule bedeutsam sind. Um die Kontur einer Zeichendidaktik ziehen zu können, werden in einem ersten Teil grundlegende Überlegungen zum Lehren, Lernen und Bilden, zu kindlichen Zeichenprozessen und zu zeichendidaktischen Anknüpfungspunkten in der Kunstpädagogik angestellt. In einem zweiten Teil werden Zeichnungen aus einem Zeichenunterricht einer Grundschulklasse untersucht, die über den Zeitraum von mehreren Monaten entstanden sind. Die Interpretation des Materials verdeutlicht Lern- und Bildungswege in Bezug auf die Unterrichtssituation und verweist somit auf wesentliche Komponenten, die für die Herausbildung kindlicher Darstellungsformeln bedeutsam sind. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden die Kontur einer Zeichendidaktik.

Betreut von Prof. Dr. Hubert Sowa und Prof. Dr. Bettina Uhlig (Universität Hildesheim)

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Kunst > Forschung > Aktuelle Promotionen > Bildung von Darstellungsformeln - Zur Konturierung einer grundschulspezifischen Zeichendidaktik
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