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Strategien von Schülerinnen und Schülern beim Betrachten von Geographieschulbuchseiten

In einer Eye-Tracking Studie werden die Strategien von Schülerinnen und Schülern bei der Betrachtung geographischer Schulbuchseiten untersucht. Zudem wird erforscht, inwieweit sich die Strategien durch Verknüpfungen zwischen Text und Abbildungen (Signaling) verändern.

 

Projektbearbeitung:

Dr. Dominik Conrad (PH Ludwigsburg)
Prof. Dr. Gabriele Obermaier
(Universität Bayreuth)

 

Das Schulbuch zählt zu den am häufigsten eingesetzten Medien im Geographieunterricht. Als Verbundmedium beinhaltet es unterschiedliche Medien zu einem Themengebiet, neben Texten sind dies u.a. Abbildungen, Photographien, Karten, Tabellen. Das heißt, die Informationen werden sowohl verbal als auch bildhaft angeboten.

Es stellt sich nun die Frage, ob die Schülerinnen und Schüler die sich daraus ergebenden Potentiale nutzen. In einer Eye-Tracking Studie mit Schülerinnen und Schülern der 5. und 10. Jahrgangstufe (n=75) werden die Strategien bei der Betrachtung geographischer Schulbuchseiten erfasst und zudem untersucht, inwieweit sich die Strategien durch Verknüpfungen zwischen Text und Abbildungen verändern.

Das Ergebnis zeigt, dass bei den Schülerinnen und Schülern der 10. Jahrgangsstufe die Strategie „erst Text lesen, dann Bilder betrachten“ sehr ausgeprägt ist (vgl. Beispiel 1).

Bei den Schülerinnen und Schülern der 5. Jahrgangsstufe ist das Vorgehen vielfältiger und auch noch nicht so eingespielt. Bei den veränderten Seiten (eingefügte Hinweise im Text auf Abbildungen, bzw. bestimmte Stellen in den Abbildungen) hat sich auch die Strategie der Schülerinnen und Schüler verändert. 84 % springen nun zwischen Text und Abbildungen, zum Teil auch mehrmals, hin und her (vgl. Beispiel 2).

Dadurch nehmen sie in großer zeitlicher Nähe die Informationen im Text und in den Abbildungen wahr. Durch den Abgleich der Inhalte kann es zu einer tieferen kognitiven Verarbeitung kommen.

Beispiel 1 Beispiel 2

Bei den Schulbuchseiten in den Videos handelt es sich um von uns für den Forschungszweck abgeänderte Seiten mit Bestandteilen aus folgenden Lehrwerken:


Studierendenvorstellungen zur Koevolution des Planeten Erde und der Entwicklung des Lebens auf der Erde

Ziel der Studie ist es, ein erstes Verständnis hinsichtlich der Alltagsvorstellungen Studierender zur Koevolution des Systems Erde und der Entwicklung des Lebens auf der Erde zu erlangen.

Traditionell werden in der Schule die Theorie der Plattentektonik und die Evolutionstheorie voneinander getrennt unterrichtet. Während Plattentektonik in Deutschland in der Regel in Geographie und in den USA in Geologie behandelt wird, ist die Evolutionstheorie Gegenstand des Biologieunterrichtes.

Allerdings sind grundlegende geologische Kenntnisse zum Verständnis der Evolutionstheorie von großer Bedeutung. Bislang wurden in zahlreichen Studien Alltagsvorstellungen zur Evolutionstheorie sowie Alltags- vorstellungen zur Plattentektonik, jeweils separat erhoben. Ziel der vorliegenden Studie ist es, ein erstes Verständnis hinsichtlich der Alltagsvorstellungen Studierender zur Koevolution des Systems Erde und der Entwicklung des Lebens auf der Erde zu erlangen.  

Projektbearbeitung:

Dr. Dominik Conrad (PH Ludwigsburg)
Prof. Dr. Julie Libarkin (Michigan State University)
Patricia Jaimes (Michigan State University)


Modellieren mit dem Geowindow

Ziel des  Projekts ist die Entwicklung von Modellierungen geowissenschaftlicher Phänomene im Geowindow. Anleitungen zu den Modellierungen werden im Internet Lehrenden frei zugänglich zur Verfügung gestellt.

Projektbearbeitung:

Dr. Dominik Conrad (PH Ludwigsburg)
Prof. Dr. Gregor Falk (PH Freiburg)
Dipl. Geologe Mathias Faller (PH Freiburg)


Viele geowissenschaftliche Strukturen und Prozesse sind aufgrund ihrer großen zeitlichen und räumlichen Dimensionen nicht direkt erfahrbar. Mit dem an der Pädagogischen Hochschule Freiburg entwickelten Geowindow steht nun ein Medium für den Geographieunterricht zur Verfügung, mit dem viele geowissenschaftliche Phänomene sichtbar gemacht werden können. Um das Potential des Geowindows im Geographieunterricht voll zu entfalten, benötigen Lehrkräfte konkrete Modellierungsvorschläge. Hier setzt das Projekt „Modellieren mit dem Geowindow“ an. Ziel des Projekts sind die Entwicklung von Modellierungen mittels Geowindow und das Schaffen einer Internetplattform, auf der die entwickelten Modellierungen Lehrenden kostenfrei zur Verfügung gestellt werden.

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