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Katharina Gilles

Die natürliche Farbherstellung aus Pflanzen war früher eine gängige Methode, die  droht  immer mehr in Vergessenheit zu geraten. Die zum Färben angelegten ‚Färbergärten‘ waren prächtig gefüllt mit leuchtend-bunten Pflanzen. Doch aufgrund der stets populärer werdenden Methode der industriellen Farbherstellung, finden Färberpflanzen derzeit wenig Beachtung.

Ein Anliegen dieses Tutorials war es, dieser Methode neue Aufmerksamkeit zu schenken und Naturfarben selbst herzustellen.

Im Färbergarten der Werkstatt Sachlernen hatten die Studierenden die Möglichkeit, Pflanzen zu Pflücken, die  direkt für die Herstellung verwendet werden konnten. Ebenso standen frische Bromm- und Heidelbeeren, Spinat sowie Rote Bete zur Verfügung.

Zuerst wurden die Pflanzen klein geschnitten und anschließend durch Mörsern zerkleinert. Dies wurde ggf. mit etwas Wasser verdünnt, sodass eine pastose Masse entstand. Auch wenn dies eine mühsame Arbeit ist, wurde von allen darauf Wert gelegt, mit  Sorgfalt zu arbeiten. Diese Masse wurde anschließend durch Baumwolltücher ausgepresst, sodass die sogenannte ‚Farbtinte‘,, austrat und aufgefangen wurde.

Die selbst hergestellten „Farbtinte“, wurde dann direkt auf Papier ausprobiert und die Farben der verschiedenen Pflanzen miteinander verglichen. Es wurden mehrere Rot-/Lila-Töne aus den Beeren und der Roten Bete hergestellt, sowie ein knalliges Grün aus dem Spinat.

Durch Zumischen von pH-Wert veränderten Substanzen (Essig, Natron, Zitrone) konnten das vorher entdeckte Farbspektrum und die Farbtiefe verändert werden. Somit wurde zum Beispiel die knallige Rote Bete zu einem helleren Pink oder einem dunkleren Lila.

Die verschiedenen Farbtinten wurden miteinander verglichen, abgeändert oder gemischt.

WERKSTATT SACHLERNEN IN FRÜHER BILDUNG UND GRUNDSCHULE 
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