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14:00 UHR: ANKOMMEN UND KAFFEE (RAUM 1.222)

Prof. Dr. Iris Kleinbub

Im Fachunterricht wie z.B. in Deutsch, Mathematik oder in den Naturwissenschaften ist das Beherrschen der (Bildungs-)Sprache eine wichtige Voraussetzung für das fachliche Lernen. Was sich in der schulischen Praxis tagtäglich zeigt, ist auch in der Forschung schon seit längerem nachgewiesen. Darüber hinaus ist sowohl bei Leistungsvergleichsstudien wie dem Bildungstrend als auch bei diagnostischen Tests wie den Zentralen Lernstandserhebungen bzw. VERA erkennbar, dass insbesondere Schülerinnen und Schüler mit Deutsch als Zweitsprache häufig auf den unteren Kompetenzniveaus überrepräsentiert sind. Dieser Umstand lenkt den Blick auf sprachliche Hürden, die vielen Lernenden das Verstehen und Erlernen der Unterrichtsgegenstände erschweren und auf Möglichkeiten, ihnen zu begegnen.

In dem Eröffnungsbeitrag werden die Problemlage umrissen und Grundpositionen eines sprachsensiblen Unterrichts skizziert. Darüber hinaus wird das vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst geförderte Projekt „Deutsch als Zweitsprache für alle Fächer“ vorgestellt, mit dem an der PH Ludwigsburg angehende Lehrerinnen und Lehrer aller Fächer für das Unterrichten in sprachlich heterogenen Klassen vorbereitet werden.

15:30 BIS 17:00 UHR: FÜNF WORKSHOPS

Pelagia Papadopoulou-Tzaki

Um bei der Planung des Unterrichts sprachlich bedingte Schwierigkeiten zu erkennen und Hilfestellungen anbieten zu können, müssen mögliche Sprachbarrieren, z.B. beim Lösen von Text- & Sachaufgaben, in den Blick genommen werden.

Der Einsatz von sprachlichen Unterstützungsmaßnahmen im Mathematikunterricht steht im Zentrum des Workshops. Es geht einerseits darum zu erkennen, wo sprachliche Stolpersteine das Lernen hindern können, andererseits sind die Möglichkeiten von Interesse, die es hierfür in der Praxis gibt. Erprobte Materialien können gesichtet, erweitert und in Hinblick auf die eigene Unterrichtspraxis diskutiert und angepasst werden. Ziel des Workshops ist es zu sensibilisieren und Ideen und Möglichkeiten für die eigene Unterrichtspraxis zu entdecken und weiterzudenken.

Prof. Dr. Silvija Markic

Für Schüler*innen mit Migrationshintergrund stellt der naturwissenschaftliche Unterricht eine doppele Barriere da. Neben dem Lernen von neuen - teilweise abstrakten - Inhalten und der Fachsprache sind sie mit einer neuen oder zweiten Sprache konfrontiert. Ziel des Workshops ist es, verschiedene Methoden aufzuzeigen, wie man mit der sprachlichen Heterogenität im naturwissenschaftlichen Unterricht umgehen kann. Verschiedene typische Situationen aus dem Unterricht werden analysiert und diskutiert, Diagnosemöglichkeiten aufgezeigt, die in den naturwissenschaftlichen Unterricht integriert werden können und vollständige und getestete Unterrichtseinheiten, die durchgehend sprachsensibel gestaltet sind, werden vorgestellt.

Katja Holdorf

Erklärfilme, die mit Tablets reltiv schnell und einfach produziert werden können, werden in verschiedenen Fächern zunehmend eingesetzt. In dem Workshop klären wir zunächst, wie Schüler*innen im Fachunterricht einen Erklärfilm drehen können, was man dazu braucht und was man beachten muss. Dabei wird auch diskutiert, welche Potenziale die Erklärfilmproduktion im sprachsensiblen Fachunterricht bietet und welcher Mehrwert mit Erklärfilmen in Bezug auf fachliches und sprachliches Lernen erzielt werden kann. Dabei steht der Prozess der Erarbeitung im Mittelpunkt der didaktischen Überlegungen. Im Workshop werden Sie auch die Gelegenheit haben mit Tablets selbst produktiv zu werden und filmische Möglichkeiten auszuprobieren.

Apl. Prof. Dr. Stefan Jeuk

In den letzten Jahren wurden eine Fülle von Materialien und Methoden zur Sprachförderung, zur Förderdiagnostik und zum Unterricht mit neu eingewanderten Kindern und Jugendlichen entwickelt. Obwohl in den Bildungsplänen immer wieder von der Wertschätzung und dem Einbezug der Mehrsprachigkeit die Rede ist, gibt es hingegen nur wenige Materialien und Ideen, bei denen mehrsprachige Kinder ihre besonderen sprachlichen Kompetenzen einbringen können. In dem Workshop werden didaktische Modelle und Unterrichtsideen thematisiert, in denen Mehrsprachigkeit und die Kompetenzen der Schüler*innen zum Ausgangspunkt des Unterrichts gemacht werden. Konkrete Methoden werden vorgestellt und diskutiert. Ein Schwerpunkt liegt in dem Arbeitsbereich "Sprache und Sprachgebrauch untersuchen."

17:00 BIS 18:00 UHR: MÖGLICHKEIT ZUM KOLLEGIALEN AUSTAUSCH (RAUM 1.222)
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