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Einige internationale Befunde

Wichtiger Ausgangspunkt für vermutete biologische geschlechtsspezifische Leistungsunterschiede war die Studie von Maccoby & Jacklin (1974), die Mädchen höhere verbale Fähigkeiten und Jungen ein besseres räumliches Vorstellungsvermögen sowie höhere mathematische Fähigkeiten zuschrieb.
Später durchgeführte Metaanalysen relativierten diesen Befund (Hyde, Fennema & Lamon 1990). Geschlechterdifferenzen bei mathematischen Leistungen traten erst ab dem Alter von 14 Jahren sowie bei Hochbegabten auf (Heller 1990). Zudem haben sich mathematikbezogene Leistungen von Jungen und Mädchen z.B. im räumlichen Vorstellungsvermögen in den letzten Jahren immer stärker angeglichen (Stumpf & Klieme 1989).
Generell sind die Unterschiede zwischen den Geschlechtern geringer als innerhalb der Mädchen- und Jungengruppe, was eine biologische Determiniertheit unwahrscheinlich macht.

Maccoby, E. & Jacklin, C. (1974). The psychology of sex differences. Stanford, CA: Stanford University Press.
Hyde, J., Fennema, E., Lamon, S. (1990). Gender differences in mathematics performance : a meta-analysis. Psychological Bulletin, 107, 139-155.
Heller, K. A. (1990). Zielsetzung, Methode und Ergebnisse der Münchner Längsschnittstudie zur Hochbegabung. Psychologie in Erziehung und Unterricht, 37, 85-100.
Stumpf, H. & Klieme, E. (1989). Geschlechtsspezifische Unterschiede im räumlichen Vorstellungsvermögen: Eine Metaanalyse. Perceptual and Motor Skills, 69, 915-921.

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