Ohne Publikum läuft in Kultureinrichtungen nichts. Vor allem in finanziell schwierigen Zeiten sind die damit verbundenen Einnahmen aus Ticketverkäufen unverzichtbar. In öffentlich geförderten Kultureinrichtungen führen zudem seit 50 Jahren sozial- und kulturpolitische Ansprüche einer Kultur für alle und aktuelle Debatten um mehr Diversität zum Wunsch nach einem sozial ausgewogenen Publikum. Doch wer sind diejenigen, welche das vielfältige Kulturangebot bisher nicht, noch nicht oder auch nicht mehr nutzen?
Das Seminar stellt aktuelle empirische Erkenntnisse über Nicht-Besucher*innen vor, diskutiert besuchsverhindernde Barrieren und deren Abbaumöglichkeiten und zeigt am Ende Strategien auf, mit welchen neue Zielgruppen angesprochen werden können – oder auch nicht. Deutlich wird, dass dies allein mit einer veränderten Kommunikation oder mehr Vermittlung nicht klappen wird. Das Seminar konzentriert sich auf das Phänomen der Nicht-Besucher*innen und nähert sich diesem mit neuen soziologischen Modellen. Denn die Herausforderungen liegen nicht nur in Eintrittspreisen oder Öffnungszeiten, sondern es bedarf programmatischer Veränderungen in Kultureinrichtungen, um bestimmte Zielgruppen anzusprechen.
Das Seminar stellt eine gute Basis und Ergänzung zum Seminar von Irene Knava ("Diversität im Publikum" am 19./20.11.26) dar, kann jedoch auch einzeln besucht werden
Das zweiteililge kostenpflichtige Seminar findet online statt am 16.04.2026: 14-18 Uhr und am 17.04.2026: 9-17 Uhr. Weitere Infos sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter https://app1.edoobox.com/de/PHL/Kontaktstudium/Angebot%20Weiterbildung/2026/Seminare/Seminar.ed.c7a13074a660_11269404470.Nicht-BesucherInnen%20in%20Kultureinrichtungen%20Wer%20kommt%20noch%20nicht%20-%20und%20warum%20online?edref=PHL