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24.06.2021, 19:30-21:00 Uhr: Kopfüber erzählen - Lesung und Gespräch mit Verena Keßler

Von: Caroline Roeder

24-06-2021

Mit ihrem Debütroman Die Gespenster von Demmin (2020) ist der jungen Autorin Verena Keßler eine eindrückliche Erzählung gelungen, die Gegenwärtiges und Vergangenes verklammert.

In dem von den Medien hoch gelobten Roman wird eine klassisch gezeichnete Coming-of-Age-Protagonistin porträtiert und zugleich deutsche Geschichte aus der Zeit des Nationalsozialismus aufspannt. Im Mittelpunkt steht das taffe Mädchen Larry, die den Berufswunsch hegt, Kriegsreporterin zu werden. Doch man erfährt nicht nur von ihrem selbstauferlegten Trainingsprogramm für diesen Job, das unter anderem mit furchterregend lang andauerndem Kopfüberhängen praktiziert wird, sondern ebenso von der erschütternden Geschichte, die sich am Ende des Zweiten Weltkriegs in dem mecklenburgischen Städtchen Demmin zugetragen hat. Generationell verschränkt, historisch gefasst, mit Humor erzählt und einer ausgesprochen starken Protagonistin besetzt – so führt dieser Roman mit viel Herz mitten hinein in deutsche Geschichte(n). Verena Keßler stellt in einer Lesung ihren Roman vor und wird im Gespräch mit Prof. Dr. Caroline Roeder Auskunft darüber geben, wie man zum Schreiben kommt oder wie man so schweren Stoff literarisch 'bearbeiten' kann.


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