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24-10-2020

Erweiterungsstudium Medienpädagogik

Kontakt
Bei allgemeinen Fragen zum Erweiterungsstudium Medienpädagogik sowie bei Fragen zu einzelnen Modulen und der abschließenden Prüfung können Sie sich an Dr. Thorsten Junge wenden. Fragen zur Einschreibung richten Sie bitte direkt an das Prüfungsamt.

Angebot

Medien sind heute integrativer Bestandteil gesellschaftlicher Wirklichkeit geworden. Durch die erhebliche Zunahme digitaler Medien und medienvermittelter Erfahrungen haben sich die Voraussetzungen für Erziehung und Bildung verändert. Die Mediensozialisation beeinflusst nachhaltig die Art und Weise der Wahrnehmung und Erfahrung der Wirklichkeit von Kindern und Jugendlichen. 

Pädagog*innen in schulischen und außerschulischen Arbeitsfeldern müssen sich deshalb mit der Medienentwicklung, insbesondere den audiovisuellen und digitalen Medien, und der Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen auseinandersetzen. 

Entgegen einer einseitigen Betonung der Gefahren, die mit exzessiven Formen des Medienkonsums verbunden sind, kommt es darauf an, sich ein differenziertes Bild der Mediennutzung zu erarbeiten und die Potentiale eines kreativen Selbstausdrucks mit Medien kennenzulernen. 

Das Erweiterungsstudium möchte vor allem dazu befähigen, 

  • einen systematischen Überblick über die gesellschaftliche Medienentwicklung und der damit verbundenen technologischen, ästhetischen, rechtlichen und ökonomischen Grundlagen zu erhalten; 
  • wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Kindheits- und Jugendmedienforschung kennenzulernen und auf dem Hintergrund eigener Beobachtungen und Erfahrungen einzuordnen; 
  • medienpädagogische Konzepte für einen aktiven und handlungsorientierten Umgang mit Medien kennenzulernen; 
  • technische, ästhetische und pädagogische Kompetenzen zu erwerben, um solche Konzepte in schulischen und außerschulischen Arbeitsfeldern anwenden und weiterentwickeln zu können.

Erweiterungsstudium Medienpädagogik (PO 2011 und PO 2015)
Das Erweiterungsstudium Medienpädagogik wird bei den Studiengängen Lehramt an Grundschulen, Lehramt an Werkreal-, Haupt- und Realschulen (PO 2011 und PO 2015) und auch für das Lehramt für Sonderpädagogik angeboten (siehe auch jeweils § 9 der Studienordnungen).

Der Leistungsumfang für das Erweiterungsstudium beträgt bei allen Studiengängen 39 Leistungspunkte. Einen Überblick über die Struktur des Studiums vermitteln die untenstehenden Dokumente. Darin sind auch Informationen zur jeweiligen Modulprüfung zu entnehmen. 

Link zum aktuellen Veranstaltungsangebot 

Studienordnung für Studierende mit Schwerpunkt Grundschule

Studienordnung für Studierende mit Schwerpunkt Sekundarstufe I

Studienordnung für Studierende mit Schwerpunkt Sonderpädagogik

Für Immatrikulierte an der PH Ludwigsburg gilt die Besonderheit, dass die Zulassung zum Erweiterungsstudium bereits nach erfolgreich abgeschlossener akademischer Vorprüfung möglich ist. Informationen zur Einschreibung in das Erweiterungsstudium können Sie der Studieninformationsbroschüre (S. 30) entnehmen. Für das Wintersemester gilt als Einschreibefrist jeweils der 15. Juli, für das Sommersemester der 15. Januar. Informationen zur Einschreibung in den Studiengang gibt es auf dieser Seite (dort nach unten scrollen).

Für Studierende des Erweiterungsstudiengangs hat die Abteilung Medienpädagogik einen Sammelschein erstellt, auf dem die besuchten Veranstaltungen eingetragen werden können. Dieser Sammelschein dient als Grundlage für ein beratendes Gespräch vor der Abschlussprüfung.


Informationen zur mündlichen Abschlussprüfung
(gilt nur für PO 2011 und PO 2015)
Nach der PO 2011 wird die mündliche Abschlussprüfung mit 2 CP berechnet. Die Teilnahme am „Medienpädagogischen Kolloquium“ ist Voraussetzung für die Zulassung zur mündlichen Abschlussprüfung (vgl. Modul 4 des Erweiterungsstudiums PO 2011).
Wie in der Staatsexamensprüfung legen die Studierenden zwei Themenschwerpunkte fest. Hierfür wählen die Studierenden aus den folgenden Themenfeldern zwei Themen aus: „Medienpädagogische Forschung“, „Medien, soziale Ungleichheit und Inklusion“, „Mediendidaktik in der Schule“, „Aktive Medienarbeit in der Schule“. Als Literatur zu diesen Schwerpunkten wählen sie jeweils einen der unten aufgeführten Texte aus und vereinbaren mit der Prüfungskommission (in der Sprechstunde) einen geeigneten zweiten Text ihrer Wahl (es sind pro Schwerpunkt insgesamt maximal drei Texte möglich).
Gegenstand der mündlichen Abschlussprüfung ist folgende Literatur:

  1. Moser, Heinz (2010): Einführung in die Medienpädagogik. 5. Auflage. Wiesbaden: VS-Verlag. (das gesamte Buch)
  2. Von den folgenden Texten sind zwei Texte auszuwählen:
  • Herzig, Bardo / Assmann, Sandra (2009): Mediendidaktik. In: Mertens, Gerhard / Frost, Ursula / Böhm, Winfried / Ladenthin, Volker (Hrsg.): Handbuch der Erziehungswissenschaft, Band III/2. Paderborn: Verlag Ferdinand Schöningh, S. 893-912.
  • Niesyto, Horst (2009): Aktive Medienarbeit. In: Mertens, Gerhard / Frost, Ursula / Böhm, Winfried / Ladenthin, Volker (Hrsg.): Handbuch der Erziehungswissenschaft, Band III/2. Paderborn: Verlag Ferdinand Schöningh, S. 855-862.
  • Niesyto, Horst (2010): Soziale Ungleichheit. In: Vollbrecht, Ralf / Wegener, Claudia (Hrsg.): Handbuch Mediensozialisation. Wiesbaden: VS-Verlag, S. 380-387.
  • Theunert, Helga (2008): Qualitative Medienforschung. In: Sander, Uwe / von Gross, Friederike / Hugger, Kai-Uwe (Hrsg.): Handbuch Medienpädagogik. Wiesbaden: VS-Verlag, S. 301-306.


Bei mehr praxisbezogenen Themen sind zusätzlich ein bis zwei Texte aus folgendem Buch auszuwählen: Eike Rösch / Kathrin Demmler / Elisabeth Jäcklein-Kreis / Tobias Albers-Heinemann (Hrsg.) (2012): Medienpädagogik Praxishandbuch. Grundlagen, Anregungen und Konzepte für aktive Medienarbeit. München: Verlag kopaed.

Die mündlichen Abschlussprüfungen werden von einer Kommission abgenommen, die sich – neben dem Prüfungsvorsitzenden – jeweils aus der Professur Medienpädagogik und einer/m Akademischen Mitarbeiter/ in der Abteilung Medienpädagogik zusammensetzt. Die Termine werden in Verbindung mit den Prüfungsdurchgängen der Lehramtsprüfungen festgelegt.
Die Studierenden legen vor der Anmeldung zur Prüfung im Rahmen eines Beratungsgesprächs (Sprechstunde) den „Sammelschein für das Erweiterungsstudium Medienpädagogik“ vor (Dokumentation der besuchten Seminare und der Modulprüfungen).

Das Formular für die Anmeldung zur Abschlussprüfung erhalten Sie direkt im Prüfungsamt.

Weitere Hinweise
Vor der Einschreibung in das Erweiterungsstudium ist es nicht möglich, passende Kurse zu belegen und Studienleistungen abzulegen.
Es gibt keine festgeschriebene Reihenfolge der Module. Somit gibt es auch keine Voraussetzungsbedingung, die das Ablegen von Modul 1 vor den höheren Modulen vorschreibt. Sie können also aus dem Angebot der Lehrveranstaltungen frei wählen.
Bereits für ein anderes Modul „verwendete“ Leistungen können nicht in einem zweiten Modul/Fach angerechnet werden (eine Doppelverwertung ist nicht zugelassen).

Die Absolventen des Erweiterungsstudiums erhalten zum Abschluss ein Zertifikat über die erbrachten Leistungen.

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