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18. Februar 2021: Erweiterung des Handlungsfeldes in Zeiten räumlicher Einschränkung

18-02-2021

Die MasterClass "Präventionsfeld Islamismus" der Bundeszentrale für politische Bildung

Bild: bpb

Von Hannah Schulz, MA Kulturelle Bildung

Die Einschränkungen im Kontext der Corona-Pandemie, die auf allen Ebenen plötzlich neue Herangehensweisen und Umstrukturierungen einforderten, haben uns als Gesellschaft wohl ziemlich herausgefordert und phasenweise – nicht nur, aber auch – pandemiemüde gemacht. Die zunehmende Toleranz für digitale Lösungen führt aber auch dazu, dass Bildungsangebote plötzlich standortunabhängig wahrgenommen werden – und sich damit die individuelle Palette an Möglichkeiten deutlich erweitert, weil Zugänge schlicht erleichtert werden. Die MasterClass Präventionsfeld Islamismus der Bundeszentrale für politische Bildung wurde bereits Prä-Corona ausgeschrieben und sollte ursprünglich in diversen großen Städten über ganz Deutschland verteilt als Präsenzveranstaltung stattfinden.

Als eine von zwanzig Zugelassenen bin ich sehr froh, dass sich dann ob der Rahmenbedingungen mutig für das Umwerfen der geplanten Struktur und für einen digitalen Start im September entschieden wurde, mit Erfolg! Im Februar 2021 haben jetzt drei der insgesamt fünf Module als Webinare stattgefunden: Zu den Themenfeldern „Extremismus und islamistische Szene im Kontext gesellschaftlicher Polarisierung“ (Modul 3), „Radikalisierungsprozesse in Theorie und Forschung“ (Modul 2) und „Ansätze der Beratungsarbeit und Demokratiebildung“ (Modul 3), wurden Expertisen diskutiert, Blickwinkel erweitert , Einblicke gewährt und vor allem konnte ich wertvolle Denkanstöße für meine eigene Haltung und Rolle als Kulturelle Bildnerin mitnehmen. Vom eigenen Schreibtisch aus, ohne Sorge um Infektionsrisiken, aber auch ohne lange und kostspielige Anfahrtswege und mit der Gewissheit, dass sich das Seminar einfacher mit den alltäglichen Verpflichtungen und dem strukturellen Eingebunden Sein vereinen lässt. Vielleicht hat die durch die Pandemie geschaffene Rahmung auch dafür gesorgt, dass die Inhalte der MasterClass in dem Umfang nachwirken können, wie sie es aktuell tun. Weil alle organisatorischen Aufgaben darum herum entfallen und so mehr Zeit zur Konzentration auf eine inhaltliche Auseinandersetzung bleibt.

Ich bin gespannt auf die Fortsetzung von Einblicken in die praktische Präventionsarbeit, die dann im März erfolgt. Das Modul 4 konzentriert sich auf „Interventionen in Schule und Sozialraum“. Inhaltlich schließt die MasterClass mit dem Thema „Distanzierungs- und Deradikalisierungsarbeit“ (Modul 5) im Mai ab. Vorbei ist sie dann aber nicht – alle Teilnehmenden erarbeiten als Teil der Qualifikation selbstständig ein Abschlussprojekt, das im Oktober einem Publikum vorgestellt wird. Dann vielleicht ohne den Komfort des Zugangs aus dem privaten Raum heraus und in Präsenz, aber dafür eben mit der hoffnungsvollen Möglichkeit, alle Teilnehmenden in Persona kennen zu lernen.


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