Logo Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
Logo
DE  |  EN
 

Konkrete Vorschläge für eine Hochschuldidaktik unter einer Genderperspektive

Um nicht nur solche Personen zu erreichen, die der Geschlechterproblematik offen gegenüberstehen, ist es notwendig, die Geschlechterperspektive im Lehramtsstudium Mathematik als eine wichtige Fragestellung fest an die Fachinhalte anzubinden und sie in regulären Lehrveranstaltungen zu verankern.Baustein einer veränderten Hochschulseminardidaktik sollte die Selbstreflexion von Lehrenden und Studierenden zu ihren ‚Bildern von Mathematik' sein (Keitel 1999). Weitere praktische Beispiele für Hochschulkonzeptionen sind im Band Krahn & Niederdrenk-Felgner (1999) zu finden.

Keitel, C. (1999). Geschlechtererziehung: der blinde Fleck in der MathematiklehrerInnenausbildung? In H. Krahn & C. Niederdrenk-Felgner (Hrsg.), Frauen und Mathematik: Variationen über ein Thema der Aus- und Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern (S. 63-76). DIFF-Tübingen. Wissenschaftliche Reihe, Band 123. Bielefeld: Kleine.
Krahn, H. & Niederdrenk-Felgner, C. (Hrsg.) (1999). Frauen und Mathematik: Variationen über ein Thema der Aus- und Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern. DIFF-Tübingen. Wissenschaftliche Reihe, Band 123. Bielefeld: Kleine.

Ansätze einer Genderperspektive im Lehramtstudium Mathematik

Das durch die Lehrerinnen- und Lehrerausbildung in der Sekundarstufe (v.a. im Lehramtsstudium an Gymnasien) geprägte Bild von der Mathematik als objektive, depersonalisierte Wissenschaft ohne soziale Bezüge wird meist unreflektiert auf die Schule übertragen. Gleichzeitig treten Frauen als Lehrende in der Hochschule seltener in Erscheinung und die Geschlechterfrage wird nur am Rande in exotischen Lehrveranstaltungen verhandelt. Auf diese Weise werden traditionelle Rollenzuschreibungen tradiert und nicht hinterfragt wieder in die Schule hineingetragen. Ziel der Lehrerinnen- und Lehrerausbildung im Fach Mathematik muss sein, die stereotypen Einstellungen bei zukünftigen Lehrpersonen abzubauen, um bei Schülerinnen und Schülern ein die Geschlechterverhältnisse reflektierendes Verhältnis zur Mathematik anzubahnen (Keitel 1990).

Keitel, C. (1990). Mädchen und Mathematik. Mathematica didactica, 13, 31-46.

GENDERFORSCHUNG UND MATHEMATIKDIDAKTIK 
SUCHE
Genderforschung und Mathematikdidaktik > Mathematikdidaktik für Schüler/-innen > Lehramtsstudium
Startseite   Download Zentrum  Sitemap  KontaktLogin

DruckansichtDruckansicht