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Das baden-württembergische Hochschulnetzwerk Bildung und Erziehung in der Kindheit hat 2011 ein Rahmencurriculum ausgearbeitet und fordert darin, dass die Medienbildung „aufgrund ihres zentralen Stellenwerts in der heutigen Gesellschaft als eigenständiger Bildungsbereich in der frühkindlichen Bildung zu verankern [ist]; Bezüge zu den anderen Bildungsbereichen sind konzeptionell zu verdeutlichen und in der Praxis immer wieder herzustellen“ (S. 111).


Genannt werden Qualifikationsziele und Bildungsinhalte, aber auch Vorschläge für Lehr- und Lernformate: „Neben Überblicksveranstaltungen (z. B. Vorlesungen) bieten sich medienpraktische Übungen und projektorientierte Vertiefungsseminare an, um sich insbesondere mit den Möglichkeiten einer handlungsorientierten Medienarbeit vertraut zu machen“ (S. 116).

 

 

Foto: Lea Auginski

Entsprechend des Rahmencurriculums bietet die Abteilung Medienpädagogik seit Einführung des Studiengangs Bachelor Frühkindliche Bildung und Erziehung eine Pflichtvorlesung Einführung in die Medienpädagogik und projektbezogene Seminare zur Kultur- und Medienarbeit mit Kindern an.

Die Angebote der Medienpädagogik sind dem Studienbereich kindliche Weltzugänge zugeordnet. Hier ist die Medienpädagogik sowohl in Modul 8, 9 und 10 vertreten. In Modul 8 ist die Medienpädagogik an der Ringvorlesung 1 beteiligt, die gemeinsam mit der Musik-, Tanz-, Bewegungs-, Kunst- und Theaterpädagogik im ersten Semester angeboten wird. Ab dem zweiten Semester kann in Modul 9, Baustein 1 die Pflichtvorlesung Einführung in die Medienpädagogik besucht werden sowie in Baustein 4 ein praxisbezogenes, medienpädagogisches Seminar (Wahlveranstaltung).

 

Vorlesung

 

Zu den Themen Mediennutzung von Kindern, informationelle Selbstbestimmung und Datenschutz, Medienerziehung in der Kita und medienpädagogische Elternarbeit werden immer wieder Gastreferent*innen in die Vorlesung eingeladen.  

So präsentierte Julia Tietz, die die Kita Tapachstraße in Stuttgart leitet, bereits in mehreren Durchgängen, wie sie, ihre Kolleg*innen und die Kinder der Kita im Alltag mit Medien umgehen. In einem Interview, das sie mit Horst Niesyto für das Onlinemagazin Ludwigsburger Beiträge zur Medienpädagogik geführt hat, erklärte sie dazu: „Es gibt immer noch das verbreitete Vorurteil: ‚Medien ist passiv davor sitzen und nicht kommunizieren‘. Da habe ich eine völlig andere Erfahrung, allein schon, wenn man sich mit Kindern über ihre ‚Medienhelden‘ unterhält, die sind sehr dankbar dafür und schätzen es, wenn ich auch ihre Medienlieblinge kenne und mich ihrer Welt nicht verschließe. Man muss einfach so ehrlich sein und sagen, dass die Medienerlebnisse der Kinder nicht vor der Kita-Tür abgegeben werden können, sondern dass sie in die Aktivitäten in der Kita zu integrieren sind.“

 

 

 

Projektbezogene Seminare


Ausgehend von ihrem eigenen Umgang mit Medien setzen sich die Student*innen in den Seminaren, die die Medienpädagogik im vierten Baustein von Modul 9 anbietet, damit auseinander, wie sie mit Kindern über Medien sprechen und sie gestalten können. Mit der Produktion von Klang- und Hörgeschichten, Fotogeschichten und Trickfilmen haben die Student*innen die Möglichkeit, sich ästhetisch, aber auch technisch auszuprobieren, um daran anknüpfend Kindern zu ermöglichen, sich über und mit Medien (selbst) auszudrücken.

In Modul 10 werden die medienpädagogischen Angebote mit anderen Bildungsbereichen der frühkindlichen Bildung und Erziehung verknüpft; ein Schwerpunkt ist die Dokumentation und Reflexion von kindlichen Weltzugängen mit, durch und über Medien.

Nähere Informationen zum Studiengang Frühkindliche Bildung und Erziehung: Gesine Kulcke


Weitere Details zu den Inhalten der projektbezogenen Seminare und der Vorlesung finden Sie im Onlinemagazin Ludwigsburger Beiträge zur Medienpädagogik. Nähere Informationen zum BA-Studiengang Frühkindliche Bildung und Erziehung finden Sie hier.

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