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Das Masterstudium aus Absolvent*innensicht

Das Masterstudium Frühkindliche Bildung und Erziehung aus der Perspektive einer Absolventin – Ein persönlicher Erfahrungsbericht

Ich habe im Jahr 2007 den Bachelorstudiengang begonnen und daran das Masterstudium mit dem Schwerpunkt Bildungsforschung angeschlossen.

Bereits während meines Bachelorstudiums habe ich in einer Eltern-Kind-Initiative gearbeitet und durfte als Tutorin das Schreiben von Texten und das Vorbereiten von Seminaren begleiten. Hierbei merkte ich schnell, dass es mir große Freude macht, meine Gedanken und Ideen zum pädagogischen Handeln mit Kindern an andere Interessierte weiterzugeben. Um mich selbst intensiv mit Fragestellungen und wissenschaftlichem Arbeiten zu beschäftigen, war es für meinen beruflichen Werdegang großes Glück, dass ich ab 2010 in einem Forschungsprojekt der PH und EH Ludwigsburg mitarbeiten konnte. Durch Lehraufträge konnte ich meine Erfahrungen im Bereich der Seminarleitung während meines Masterstudiums ausweiten. Auch das Spektrum der Seminarleitung weitete ich im Laufe meines Masterstudiums aus. Ich profitierte davon, dass ich während meines Masterstudiums Forschungszugänge differenzierter bearbeiten und mich mit eigenen Frage- und Themenstellungen beschäftigen konnte. Hierfür war es hilfreich, dass ich im Masterstudiengang eigene Schwerpunkte und Interessen wählen konnte. Im Anschluss an das Masterstudium arbeitete ich zunächst in einem Forschungsprojekt an der EH Ludwigsburg mit, wobei ich schnell bemerkte, dass mir der Bezug zur pädagogischen Praxis fehlte. 

Ich entschied mich aus diesem Grund im Jahr 2013 für eine Stelle als Lehrkraft am Kompetenzzentrum Silberburg in Stuttgart. Hier kann ich meine theoretischen Gedankengänge und somit mein Verständnis von pädagogischer Arbeit an zukünftige ErzieherInnen weitergeben. Es war für mich von Anfang an wichtig, dass ich bei meiner Arbeit etwas bewirken kann. Ich möchte dazu beitragen, dass sich in der pädagogischen Landschaft etwas verändert und dass es gelingt, allen Kindern gut ausgebildete und feinfühlige pädagogische Fachkräfte an die Seite zu stellen. Hierfür arbeite ich jeden Tag: ich halte Unterricht zu psychologischen und pädagogischen Themen, ich begleite Auszubildende in der Praxis, ich agiere mit den Kindern vor Ort in den Einrichtungen, ich berate MentorInnen in der Praxis und durchdringe durch eigene theoretische Texte pädagogische Themen.

Nebenberuflich gebe ich in Kindertageseinrichtungen Fortbildungen zu verschiedenen Themen – auch hier fasziniert mich der Diskussionsrahmen, der in der Pädagogik zugelassen werden kann und den es immer wieder neu zu definieren gilt. 

Mein Bachelor- und Masterstudium ist mir zusammen mit meinen studienbegleitenden Tätigkeiten ein gutes Fundament, um dem vielfältigen beruflichen Aufgabenspektrum gerecht zu werden. Letztendlich geht es nicht nur darum, was ich alles in meinem Masterstudium gelernt habe, sondern dass ich den Rahmen erhielt, um im Austausch mit Menschen meinen eigenen Standpunkt zu finden und eigenen Fragestellungen nachzugehen. Ich habe gelernt, pädagogisches Handeln in einer Tiefe zu reflektieren, die mir jeden Tag aufs Neue ein professionelles Handeln ermöglicht.

Verena Geiger

Das Masterstudium Frühkindliche Bildung und Erziehung aus der Perspektive eines Absolventen – Ein persönlicher Erfahrungsbericht

Ich habe von 2014 bis 2019 an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg studiert; zunächst im Rahmen des Bachelorstudiengangs „Frühkindliche Bildung und Erziehung“ und direkt im Anschluss daran in dem gleichnamigen Masterstudiengang mit dem Schwerpunkt Bildungsforschung. Der Beginn meiner Studienzeit war für mich durchaus eine Herausforderung. Nach ersten Startschwierigkeiten habe ich mich jedoch immer besser zurechtgefunden und verstanden, welche Möglichkeiten ein Studium bereitzuhalten vermag. Zudem stellte ich zunehmend fest, dass das wissenschaftliche Denken und Arbeiten mich stärker faszinierte und mir mehr Freude bereitete, als ich zu Beginn meiner Studienzeit gedacht hätte. Vor diesem Hintergrund habe ich im Laufe meines Bachelorstudiums beschlossen, dass ich weiterhin studieren möchte, und mich bewusst für Ludwigsburg entschieden.

Der primäre Grund, warum ich mich für das weiterführende Studium in Ludwigsburg entschied, war die Forschungsorientierung des Masterstudiengangs. Bereits während meines Bachelorstudiums interessierte ich mich sehr für qualitative Forschung, weshalb die inhaltliche Ausrichtung des konsekutiven Studiengangs in Ludwigsburg mir sehr entgegenkam. Diese Schwerpunktsetzung spiegelte sich beispielsweise in der Durchführung eines eigenständigen Forschungsprojektes sowie in gemeinsamen Forschungswerkstätten mit Dozierenden und Komiliton*innen wider, die ich als ausnehmend gewinnbringend erlebt habe. Das Masterstudium in Ludwigsburg war für mich jedoch nicht nur hinsichtlich eigener Forschungserfahrungen bereichernd. Ich habe es ebenfalls sehr genossen, mich vertiefend mit den Themen rund um die Frühpädagogik auseinanderzusetzen. Zudem beinhaltete die eigenverantwortliche Schwerpunksetzung im Studienverlauf die Möglichkeit, eigenen Interessen nachzugehen. So erhielt ich faszinierende Einblicke in Bereiche, die mir bis dahin unbekannt waren – beispielsweise in die Schuldidaktik oder in den Fachbereich der Geographie; ein Blick über den (frühpädagogischen) Tellerrand hinaus – so würde ich sagen – ist immer auch eine Bereicherung.

Gegen Ende meines Studiums habe ich mich dazu entschieden, dass ich weiter wissenschaftlich arbeiten möchte, da mir die vertiefende Auseinandersetzung mit Inhalten nach wie vor viel Freude bereitete und ich noch nicht das Gefühl hatte, »fertig« zu sein. Mittlerweile arbeite ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und habe meine Promotion begonnen. Rückblickend kann ich festhalten, dass mein Studium in Ludwigsburg mir den Weg in die Wissenschaft bereitet hat. Zum einen natürlich rein formal betrachtet durch meinen Abschluss. Zum anderen aber auch durch die hervorragenden inhaltlichen und vor allem auch forschungsmethodologischen und -methodischen Grundlagen, auf die ich nun im Rahmen meiner Dissertation aufbauen kann.

Samuel Kähler

Das Masterstudium Frühkindliche Bildung und Erziehung aus der Perspektive einer Absolventin – Ein persönlicher Erfahrungsbericht

Bereits während meines Bachelor-Studiums „Frühkindliche Bildung und Erziehung“ an der PH und EH Ludwigsburg habe ich regelmäßig als Vertretungskraft in Kindertageseinrichtungen gearbeitet und somit erste Berufserfahrung sammeln können. Als ich mein Master-Studium startete, habe ich mich dazu entschieden, parallel als pädagogische Fachkraft in einer Kindertageseinrichtung zu arbeiten. Nach meinem Master-Studium habe ich die Leitung einer Kindertageseinrichtung mit Kindern im Alter von 2;9 Jahren bis zum Schuleintritt in Stuttgart angenommen. Hierbei hatte ich die Fach- und Dienstaufsicht über 10 Mitarbeiter*innen und deren Führung und Anleitung zu verantworten. Meine zentralen Aufgaben bestanden in der Entwicklung und Fortschreibung der Konzeption und in der pädagogischen Betreuung der Kinder. Seit Juni 2020 arbeite ich als Leitung des Arbeitsbereichs II: Qualitätsentwicklung in Kindertageseinrichtungen im Forum Frühkindliche Bildung Baden-Württemberg (FFB). Das FFB ist eine nachgeordnete Einrichtung des Kultusministeriums Baden-Württemberg. Das FFB hat zum Ziel, den Stellenwert der frühkindlichen Bildung gesellschaftlich und bildungspolitisch stärker ins Zentrum zu rücken. Die Weiterentwicklung der Qualität in der Kindertagesbetreuung, die Prozessbegleitung bei der individuellen Förderung von Kindern und die Unterstützung sowie Beratung von Trägern von Kindertageseinrichtungen sind weitere zentrale Anliegen unserer Arbeit. Hierbei fördern wir beispielsweise die Vernetzung von Praxis und Wissenschaft auf allen Ebenen und schaffen Dialogräume, die zur Weiterentwicklung der Qualität beitragen können. Neben meiner Mitarbeiterverantwortung habe ich die inhaltlichen Themen des Arbeitsbereichs II zu verantworten. Ich beschäftige mich derzeit u.a. mit folgenden inhaltlichen Aufgaben: Im Rahmen des BildungsForums bieten wir die Fortbildung „Schwierige Entwicklungsgespräche erfolgreich führen“ an, die ich letztes Jahr neu konzipiert habe. In unserer monatlichen Vortragsreihe ForumAmPuls greifen Referenten aus der Wissenschaft und Praxis aktuelle Themen aus dem frühkindlichen Bereich auf und geben Impulse für die pädagogische Praxis. Im Rahmen der Vortragsreihe stimme ich die Vorträge mit den Referenten ab und kümmere mich um die Durchführung.

In meinem Master-Studium hatte ich mich für den Schwerpunkt Management entschieden. Für meine heutige Tätigkeit sind die Inhalte des Master-Studiums sehr gewinnbringend. Während des Master-Studiums habe ich das Seminar Projektmanagement belegt. Hierbei haben wir nicht nur die theoretischen Grundlagen zum Projektmanagement kennengelernt, sondern auch ein eigenes Projekt durchgeführt. Da wir in meinem jetzigen Arbeitsfeld viele Projekte umsetzen, kann ich auf dieses Wissen zurückgreifen. Bei der Konzipierung, Planung und Durchführung unserer Fort- und Weiterbildungen greife ich ebenfalls gerne auf mein erworbenes Wissen aus dem Seminar Lebenslanges Lernen: Fort- und Weiterbildung zurück. Durch das Master-Studium konnte ich mein bereits im Bachelor-Studiengang erworbenes Wissen vertiefen und erweitern. Durch die Fokussierung auf den Schwerpunkt Management konnte ich mich bestmöglich auf meine spätere Tätigkeit als Leitung vorbereiten.

Isabelle Seeger (geb. Holzwarth)