Jugend ist ein zentraler Bezugspunkt gegenwärtiger gesellschaftlicher Aushandlungen. Als ästhetisches, pädagogisches und gesellschaftliches Praxisfeld ist Kulturelle Bildung mit der Herausforderung konfrontiert, sich auf heterogene Jugenden – ihre Lebenssituationen, ihre Entwicklungsherausforderungen, ihre Zukunftsantizipationen – zu beziehen, die mit umfassenden kulturellen, sozialen, ökologischen und ökonomischen Transformationen korrespondieren.
Akteur_innen aus Politik, Gesellschaft, Bildung und Kultur verhandeln Jugend mit unterschiedlichen Perspektiven als Phase, Konzept und Praxis. Wer diskutiert über Jugend(en)? Wie wird Jugend adressiert, konzeptualisiert oder repräsentiert? Wer markiert damit (welche) Bilder von Jugenden? Diese und weitere Fragen sollen im Rahmen der Tagung reflektiert und dabei die Wechselwirkungen zwischen jugendlicher Sozialisation, den Prozessen und Angeboten Kultureller Bildung sowie Formen kritischer gesellschaftlicher Teilhabe fokussiert werden. Denn wenn Kulturelle Bildung eine Auseinandersetzung mit kulturellen Praktiken und Werten eröffnet, dann bietet sie Möglichkeiten zum Experiment mit und zur Reflexion von Identitäten, Zugehörigkeiten und Transformationen.
Weitere Informationen unter: https://forschung-kulturelle-bildung.de/index.php?option=com_content&view=article&id=988:save-the-date-17-netzwerktagung-2026&catid=16:tagungen&Itemid=102