Wie können Schülerinnen und Schüler frühzeitig für MINT-Berufe begeistert werden? Und wie lassen sich berufliche Perspektiven sinnvoll in den Fachunterricht integrieren? Mit diesen Fragen beschäftigten sich rund 50 Vertreterinnen und Vertreter aus Schulen, Hochschulen, Bildungsverwaltung, Wirtschaft und Stiftungen beim Vernetzungsforum „mintspiration“ am 11. Juni 2026 an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg.
Im Mittelpunkt stand die Idee, Berufsorientierung nicht erst bei Praktika oder Berufsinformationstagen anzusetzen, sondern bereits im Mathematik-, Informatik-, Naturwissenschafts- und Technikunterricht sichtbar zu machen.
„Viele Schulen engagieren sich bereits intensiv in der Berufsorientierung. Die zentrale Herausforderung besteht jedoch darin, berufliche Perspektiven didaktisch sinnvoll in fachliche Lernprozesse zu integrieren. Genau hier setzt unser Projekt an“, erklärte Prof. Dr. Steffen Schaal, Projektleiter des Projekts GFT.MINT an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg.
Das Vernetzungsforum markiert zugleich den Auftakt eines dreijährigen Entwicklungsprozesses. Im Rahmen des Projekts GFT.MINT werden sogenannte Design Hubs eingerichtet, in denen Lehrkräfte, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Partner aus Wirtschaft und Bildungseinrichtungen gemeinsam neue Unterrichts- und Fortbildungsformate entwickeln. Diese sollen sowohl im schulischen Fachunterricht als auch an außerschulischen Lernorten eingesetzt werden können.
Beteiligt sind die Pädagogischen Hochschulen Ludwigsburg und Schwäbisch Gmünd, die ZSL-Regionalstellen Stuttgart und Schwäbisch Gmünd sowie zahlreiche regionale Partner aus Schule, Wirtschaft und Bildungsverwaltung.
„Die großen gesellschaftlichen Herausforderungen der kommenden Jahre werden nur mit gut ausgebildeten Fachkräften in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu bewältigen sein. Deshalb ist es wichtig, junge Menschen frühzeitig für MINT-Themen zu begeistern und ihnen konkrete berufliche Perspektiven aufzuzeigen. Das Projekt GFT.MINT verbindet Wissenschaft, Schule und Praxis in vorbildlicher Weise und entwickelt nachhaltige Ansätze für die Bildungsarbeit von morgen.“, betont Léonie Trick, die Senior Projektmanagerin Bildung der Vector Stiftung, die neben der Eugen-und-Irmgard-Hahn-Stiftung das GFT.MINT-Projekt fördert.
Die Teilnehmenden entwickelten beim Forum erste Ideen für neue Unterrichts- und Lernformate und vereinbarten die weitere Zusammenarbeit in den kommenden Design Hubs. Ziel ist es, Schülerinnen und Schülern frühzeitig Einblicke in MINT-Berufe zu ermöglichen und Lehrkräfte bei der Integration beruflicher Perspektiven in den Fachunterricht zu unterstützen.
Kontakt:
Rebekka Siedler, GFT.MINT-Projektkoordinatorin, und Irina Kohlrautz, Referentin für Transfer