Hintergrund der Verlängerung ist der diesjährige Wechsel der Hochschulleitung an drei Pädagogischen Hochschulen – in Karlsruhe, Freiburg und Weingarten. Der LRK gehören die Rektor*innen aller sechs PHn des Landes an: Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Ludwigsburg, Schwäbisch Gmünd und Weingarten.
Resilienz im Hochschulsystem und Qualität der Lehrkräftebildung im Fokus
Zu den zentralen Zukunftsthemen der Pädagogischen Hochschulen zählen insbesondere die Stärkung der Resilienz des Hochschulsystems sowie verlässliche und langfristige Perspektiven für die Hochschulfinanzierung. „In einer Zeit, in der wissenschaftliche Expertise zunehmend in Frage gestellt wird und Hochschulen vermehrt Ziel antidemokratischer Angriffe werden, stehen die Pädagogischen Hochschulen für Solidarität und eine enge Zusammenarbeit aller Hochschularten“, betont LRK-Vorsitzender Jörg-U. Keßler.
Daneben steht das Bildungssystem – nicht nur in Baden-Württemberg – vor einer Vielzahl aktueller Herausforderungen. „Vorrangig sind dabei die Gewinnung von Lehrkräften und die Qualitätssicherung – insbesondere für die Sekundarstufe I“, sagt Keßler. „Mit Blick auf die komplexer werdenden Herausforderungen engagieren sich die Pädagogischen Hochschulen für eine agilere und systematischere Implementierung relevanter gesellschaftlicher Themen, wie etwa Demokratiebildung und Künstliche Intelligenz“, ergänzt die stellvertretende LRK-Vorsitzende Karin Vach.
Die lehrkräftebildenden Hochschulen des Landes haben 2025 einen Verbund für Lehrkräftebildung gegründet. Dieser verfolgt das Ziel, zentrale Fragen der Lehrkräftequalifizierung mit allen Beteiligten in einer festen ressort- und phasenübergreifenden Struktur zu klären.
Darüber hinaus treiben die Pädagogischen Hochschulen neben Forschung und Lehre den Ausbau der wissenschaftlichen Weiterbildung voran. „Unsere Hochschulen verfügen über professionelle Weiterbildungseinrichtungen und erfahrene Teams, die vielfältige Angebote und zielgruppenspezifische Formate entwickeln“, erläutert Vach, die zugleich Mitglied im Sprecher*innenrat von Südwissen ist. Gleichzeitig bestehen rechtliche Hürden, etwa bei der Gewinnung und Vergütung von hochschuleigenem Lehrpersonal sowie bei Angeboten für weniger zahlungskräftige Zielgruppen. „Hier gilt es, die rechtlichen Rahmenbedingungen für wissenschaftliche Weiterbildung zu verbessern“, führt sie aus.