Ausgangssituation
Wie können erwachsene Lernende auf zunehmend komplexe Herausforderungen vorbereitet werden?
Dem "Spiel" wird zugesagt, durch immersives Erleben ein intensives, problemorientiertes Lernen zu ermöglichen. Es fördert komplexes Denken, strategische Fähigkeiten, Ambiguitätstoleranz und transformatives Lernen. Allerdings stellt sich im Kontext der Erwachsenenbildung die Frage nach dem Spannungsverhältnis zwischen dem spielerischen Element und der Bildung als ernstzunehmender Arbeit am Selbst- und Weltverhältnis, ob das Spiel durch seinen Einsatz in Lernkontexten seines zweckfreien Charakters beraubt wird – und umgekehrt, ob Lernen nicht reduziert wird, wenn es spielerisch "versüßt" werden muss.
Fragestellung: Was leisten Planspiele beim Lernen Erwachsener?
In verschiedenen Forschungsarbeiten und Studien wird untersucht, wie Planspiele als Methode in der Weiterbildung wirken. Planspiele sind der Realität angenäherte Modelle, in denen Menschen als Mitspieler Rollen übernehmen und konkrete Entscheidungen treffen müssen, deren wirklichkeitsrelevante Aus- und Folgewirkungen dann wiederum geprüft werden (Kriz 2009). Sie beinhalten Akteure, Regeln und Ressourcen und wechseln zwischen Briefing (Spieleinführung), Spiel (Entscheidungen treffen, Handeln) und Debriefing (Reflexion der Erfahrungen und Übertragung auf Wirklichkeit).
Aus den Ergebnissen sollen Erkenntnisse über die spezifischen Potenziale und Grenzen von Planspielen gewonnen werden, insbesondere im Hinblick auf ihre Rolle bei der Vorbereitung auf den Umgang mit Konflikt- und Entscheidungssituationen.
Dissemination
Projektleitung
Prof.'in Dr. Maria Kondratjuk
maria.kondratjuk(at)ph-ludwigsburg.de
Dr. Ulrich Iberer
iberer(at)ph-ludwigsburg.de
Gabriel Gaa. M.Sc.
gabriel.gaa(at)ph-ludwigsburg.de
Dr. Tobias Alf (Duale Hochschule Baden-Württemberg, Stuttgart)
tobias.alf(at)dhbw-stuttgart.de
Laufzeit
seit Sommer 2025