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Studienprofil Antisemitismuskritische Bildungsarbeit

Ab dem Wintersemester 2023/24 können alle Studierende der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg das Studienprofil "Antisemitismuskritische Bildungsarbeit" studieren.

Mit nur geringem und teilweise polyvalentem Mehraufwand können aus interdisziplinärer Perspektive Kompetenzen im Umgang mit Antisemitismus, aber auch Kenntnisse zur Geschichte des Judentums sowie zur jüdischen Gegenwart erworben werden.

Das Profil ist für Studierende aller Fächer und Studienabschlüsse geöffnet. Pro Wintersemester können sich bis zu 30 Studierende anmelden.

Mit diesem Angebot ist die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg Vorreiter in Baden-Württemberg.

Ansprechpartner für Rückfragen und Anmeldung ist Prof. Dr. Tobias Arand.

Warum gibt es das Studienprofil?

In unserer Gesellschaft ist Antisemitismus ein stets aktuelles Phänomen: Antisemitisches Gedankengut und Verschwörungsideologien fassen vermehrt Fuß. Schulen sind von dieser gefährlichen Entwicklung nicht ausgenommen.

Bei antisemitischen Vorfällen greifen Lehrkräfte jedoch häufig aus mangelndem Wissen oder Unsicherheit nicht ein. Um Schulen zu einem diskriminierungssensiblen Raum für alle Schülerinnen und Schüler zu machen, muss es geschulte Lehrkräfte geben, die Antisemitismus entschieden entgegentreten. Darauf müssen sie bereits in ihrer Ausbildung vorbereitet werden.

Das Studienprofil „Antisemitismuskritische Bildungsarbeit“ vermittelt zukünftigen Lehrkräften Kenntnisse zu aktuellem sowie historischem Antisemitismus, jüdischem Leben und dem Judentum. Somit erlangen die Studierenden zum einen Handlungskompetenzen im Umgang mit antisemitischen Vorfällen, lernen zum anderen jedoch auch, jüdisches Leben in seiner Vielfalt als integralen Bestandteil unserer Gesellschaft wahrzunehmen. Nur durch Bildung und Wissen kann antisemitischen Ideologien entgegengetreten und Demokratie an Schulen gefestigt werden.

Das Studienprofil wird unterstützt durch:

Shalom & Talk: Koscheres Wein-Tasting

Im Rahmen der Jüdischen Campuswoche 2026 lädt die Jüdische Studierendenunion Württemberg am 27. Oktober um 16:00 Uhr zu einem besonderen Austausch an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg ein.

Bei einer Verkostung koscherer Weine erhalten die Teilnehmenden die Gelegenheit, mehr über jüdische Traditionen, Kultur und das jüdische Leben in der Gegenwart zu erfahren. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen dabei das persönliche Gespräch, der gegenseitige Austausch und die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Die Veranstaltung richtet sich an alle Hochschulangehörigen.

Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. Der Veranstaltungsraum wird den angemeldeten Personen am Veranstaltungstag per E-Mail mitgeteilt.

Abteilung Geschichte lädt ein zur Lesung

Anmeldung für interessierte Gruppen hier.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Den Link zum webex Raum erhalten Sie nach der Anmeldung per Mail.

Kurzvideopräsentation des Studienprofils

Eine kurze Video-Präsentation stellt das Studienprofil vor.

Jüdisches Leben in Gefahr

Prof. Dr. Tobias Arand spricht im Interview mit der Bietigheimer Zeitung über seine Arbeit an der Hochschule und die aktuelle Entwicklung des Antisemitismus in Deutschland. Dabei geht es unter anderem um die Situation jüdischer Studierender, antisemitische Vorfälle an Hochschulen sowie die Frage, welche Verantwortung Hochschulen und Gesellschaft im Kampf gegen Antisemitismus tragen.

Das vollständige Interview ist bei der Bietigheimer Zeitung erschienen.

Für weitere Informationen und zum vollständigen Interview hier klicken:
Zum Artikel vom 26.08.2026 der Bietigheimer Zeitung 

Beauftragter gegen Antisemitismus

Antisemitismus hat viele Gesichter. Aber gleichgültig in welchem Gewand Antisemitismus begegnet, bleibt er immer eine Bedrohung für Juden und Jüdinnen und auch nichtjüdische Menschen, die sich gegen ihn engagieren. Gerade deutsche Hochschulen sind seit dem 7. Oktober Angsträume für viele jüdische Menschen geworden, in denen lange Ungesagtes wieder für viele neue und alte Antisemiten sagbar wird. Hierdurch verlieren viele, vor allem jüdische Menschen, Lebens- und Handlungsmöglichkeiten an ihren Hochschulen.

Der Senatsbeauftrage gegen Antisemitismus an der PH Ludwigsburg ist Ansprechpartner und Vertrauensperson für Menschen, die direkt an der Hochschule von Antisemitismus betroffen sind oder die Zeugen antisemitischer Handlungen und Äußerungen geworden sind. Betroffene und Zeugen können sich vertrauensvoll mit der Bitte um Rat und Schutz an ihn wenden.

Prof. Dr. Tobias Arand
Raum 1.254
Telefon: (07141)140-1395
Mail: arand@ph-ludwigsburg.de

Informationen für Studierende

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