Zu Projektbeginn stellt sich schnell die Frage: Welches Tool nutzen wir für Kommunikation und Aufgabenverwaltung? Die Versuchung ist groß, gleich eine leistungsstarke Software einzuführen. In der Praxis zeigt sich jedoch häufig: Je aufwändiger das System, desto größer das Risiko, dass es im Projektverlauf nicht konsequent genutzt wird. Oft liegt das schlicht an kleinen Hürden — ein zusätzliches Login, eine weitere App im Alltag.
Unser Rat: Wägen Sie den Einsatz sorgfältig ab. Oft ist ein einfaches, niedrigschwelliges Tool nachhaltiger als eine mächtige Lösung, die niemand pflegt.
Kanban Boards sind ein bewährtes Mittel, um Aufgaben in Projekten sichtbar zu machen: Wer macht was, was ist in Bearbeitung, was ist erledigt? Das Prinzip ist sofort verständlich, braucht keine Einführungsschulung und funktioniert genauso gut im kleinen Zweier-Team wie in größeren Projektgruppen. Für Forschungsprojekte eignen sie sich besonders gut, weil Verantwortlichkeiten transparent verteilt und Arbeitsfortschritte auf einen Blick erkennbar sind. Die meisten Tools sind browserbasiert und innerhalb weniger Minuten einsatzbereit.
Das Angebot an entsprechenden Tools ist groß. Wir verlinken hier nur wenige, open-source und kostenfreie Tools.
Die Funktionen von Kanbanboards sind oft ähnlich (Bearbeitungsstatus, Verantwortlichkeiten, Tags, Fälligkeitsdatum). Wir empfehlen, sich mit den unterschiedlichen Systemen vertraut zu machen und sich je nach Anforderungsprofil für eine Lösung zu entscheiden. Wir beraten Sie gerne, falls Sie Hilfe dabei brauchen, das Board für Ihr Projekt einzurichten.
Tools wie Slack, Mattermost oder MeisterTask bieten deutlich mehr: Projektchats, Aufgabenverwaltung, Dateiablage, Benachrichtigungen — alles integriert in einer Oberfläche. Für Teams, die intensiv zusammenarbeiten und das System aktiv pflegen, können sie die Projektkommunikation spürbar verbessern. Allerdings sind sie mit einem erheblichen Einrichtungsaufwand verbunden, und viele Tools sind kostenpflichtig. Diese Kosten müssen über das Projekt abgewickelt und beim Mittelgeber korrekt ausgewiesen werden .
Die entscheidende Frage vor der Einführung: Wird das Team das System tatsächlich täglich nutzen? Wenn nicht, überwiegt der Aufwand den Nutzen.
Beim Gebrauch dieser Tools im Rahmen ihrer selbstverantworteten Arbeitstätigkeiten und Studienaktivitäten tragen Sie als Nutzer*in die alleinige rechtliche Verantwortung sowohl für Sie selbst als auch gegenüber Anderen, insbesondere im Hinblick auf datenschutzrechtliche und urheberrechtliche Ansprüche. Es ist Ihre Aufgabe, sich vorab zu informieren, inwieweit beim Einsatz eines Tools personenbezogene Daten verarbeitet oder Rechte an Werken berührt werden.
Für das strukturierte Arbeiten in Forschungsprojekten stellt die PH Ludwigsburg MS-Teams inkl. der Planner App zur Verfügung. Mit diesem System haben Sie Kommunikation, Zeitplanung auf Aufgabenmanagement alles auf einer Plattform. Die FFS erstellt aktuell weitere Unterstützungsformate, wie Sie MS-Teams möglichst gewinnbringend in Ihrem Projekt einsetzen können.
Für die Einrichtung und Support-Anfragen erkundigen Sie sich bitte auf der Seite des MIT.
Bitte beachten Sie, dass sich MS-Teams aktuell noch in der Pilotphase befindet. Im Laufe der Pilotphase werden die Rahmenbedingungen für einen möglichst zuverlässigen Betrieb des Dienstes evaluiert. Das bedeutet, dass eine finale Entscheidung auch dazu führen kann, dass Teams inkl. Planner App wieder abgeschafft wird. In diesem Fall könnten Sie jedoch alle Ihre Daten exportieren.