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Zwischen Schutzfunktion und Ausbeutung: Indigene Völker in der Klimakrise

Dienstag, 7. Juli, 18.15 bis 19.45, Raum 4.226 (Gebäude 4, PH Ludwigsburg)
Jan Königshausen, Referent für Indigene Völker bei der Gesellschaft für bedrohte Völker, wird uns mit seiner Expertise zu indigenen Gemeinschaften alternative Einblicke und Perspektiven auf das globale Problem des Klimawandels geben.

Maniokernte mit den Tikunas im kolumbianischen Amazonas
Maniokernte mit den Tikunas im kolumbianischen Amazonas

Indigene Völker sind von den Folgen der Klimakrise besonders stark betroffen, obwohl sie kaum zu ihrer Entstehung beitragen. Gleichzeitig gehören ihre Territorien zu den wichtigsten Schutzräumen für Biodiversität und Klimastabilität weltweit. Doch gerade diese Rolle als vermeintliche „Hüter der Natur“ erzeugt neue Spannungen: Sie schafft politische Sichtbarkeit, kann aber auch Entwicklungs- und Selbstbestimmungsansprüche einschränken und bestehende Machtasymmetrien verfestigen.

Mit der globalen Energiewende wächst zudem der Druck auf indigene Territorien – sei es durch Rohstoffabbau, Wasserkraft-, Wind- oder Solarprojekte. Der Vortrag zeigt, wie sich in dieser scheinbar „grünen“ Transformation koloniale Kontinuitäten fortschreiben und fragt, unter welchen Bedingungen indigene Selbstbestimmung in einer gerechten Klimapolitik tatsächlich möglich ist.

Organisiert wird diese Veranstaltung von der Abteilung Geographie (Charlotte Keefer, zugleich Mitarbeiterin im International Office) im Rahmen des Seminars „Indigenous Spaces and Lifeworlds“ in Kooperation mit dem Forum Migration.

Zeit: 18:15 - 19:45 Uhr + Q&A im Anschluss
Ort: Raum 4.226 (Gebäude 4 der PH Ludwigsburg, 2. Stock)
Eintritt frei.


Wir freuen uns sehr darauf, viele Interessierte zu diesem wichtigen Beitrag begrüßen zu dürfen.

Kontakt GfbV: https://www.gfbv.de/de/ueber-uns/kontaktieren-sie-uns/