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Erweiterungsstudium

Kontakt
Bei allgemeinen Fragen zum Erweiterungsstudium Medienpädagogik sowie bei Fragen zu einzelnen Modulen und der abschließenden Prüfung können Sie sich an Dr. Thorsten Junge wenden. Fragen zur Einschreibung richten Sie bitte direkt an das Prüfungsamt.

Angebot
Medien sind heute integrativer Bestandteil gesellschaftlicher Wirklichkeit. Durch die Zunahme digitaler Medien und medienvermittelter Erfahrungen haben sich die Voraussetzungen für Erziehung und Bildung verändert. Die Mediensozialisation beeinflusst nachhaltig die Art und Weise der Wahrnehmung und Erfahrung der Wirklichkeit von Kindern und Jugendlichen. 

Pädagog*innen in schulischen und außerschulischen Arbeitsfeldern müssen sich deshalb mit der Medienentwicklung, insbesondere den audiovisuellen und digitalen Medien, und der Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen auseinandersetzen. 

Entgegen einer einseitigen Betonung der Gefahren, die mit exzessiven Formen des Medienkonsums verbunden sind, kommt es darauf an, sich ein differenziertes Bild der Mediennutzung zu erarbeiten und die Potentiale eines kreativen Selbstausdrucks mit Medien kennenzulernen. 

Das Erweiterungsstudium möchte vor allem dazu befähigen, 

  • einen systematischen Überblick über die gesellschaftliche Medienentwicklung und der damit verbundenen technologischen, ästhetischen, rechtlichen und ökonomischen Grundlagen zu erhalten; 
  • wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Kindheits- und Jugendmedienforschung kennenzulernen und auf dem Hintergrund eigener Beobachtungen und Erfahrungen einzuordnen; 
  • medienpädagogische Konzepte für einen aktiven und handlungsorientierten Umgang mit Medien kennenzulernen; 
  • technische, ästhetische und pädagogische Kompetenzen zu erwerben, um solche Konzepte in schulischen und außerschulischen Arbeitsfeldern anwenden und weiterentwickeln zu können.
     

Erweiterungsstudium Medienpädagogik (PO 2011 und PO 2015)
Das Erweiterungsstudium Medienpädagogik wird bei den Studiengängen Lehramt an Grundschulen, Lehramt an Werkreal-, Haupt- und Realschulen (PO 2011 und PO 2015) und auch für das Lehramt für Sonderpädagogik angeboten (siehe Studienordnungen).

Der Leistungsumfang für das Erweiterungsstudium beträgt bei allen Studiengängen 39 Leistungspunkte. Einen Überblick über die Struktur des Studiums vermitteln die untenstehenden Dokumente. Darin sind auch Informationen zur jeweiligen Modulprüfung zu entnehmen. 

Link zum aktuellen Veranstaltungsangebot 

Informationen zur Einschreibung in das Erweiterungsstudium können Sie der Studieninformationsbroschüre (S. 30) entnehmen. Für das Wintersemester gilt als Einschreibefrist jeweils der 15. Juli, für das Sommersemester der 15. Januar. Informationen zur Einschreibung in den Studiengang sind auf dem Bewerbungsportal der PH Ludwigsburg zu finden. (dort nach unten scrollen).

Für Studierende des Erweiterungsstudiengangs hat die Abteilung Medienpädagogik einen Sammelschein erstellt, auf dem die besuchten Veranstaltungen eingetragen werden können. Dieser Sammelschein dient als Grundlage für ein beratendes Gespräch vor der Abschlussprüfung.


Informationen zur mündlichen Abschlussprüfung (gilt nur für PO 2011 und PO 2015)
Nach der PO 2011 wird die mündliche Abschlussprüfung mit 2 CP berechnet. Die Teilnahme am „Medienpädagogischen Kolloquium“ ist Voraussetzung für die Zulassung zur mündlichen Abschlussprüfung (vgl. Modul 4 des Erweiterungsstudiums PO 2011).

Zur Vorbereitung Ihrer mündlichen Prüfung im Erweiterungsstudium Medienpädagogik können Sie mit uns neben den Grundlagen zwei Themenschwerpunkte abstimmen. Hierfür können Sie aus den folgenden Themenfeldern auswählen: „Mediensozialisation“, „Digitalisierung und digitale Medien in Bildungseinrichtungen“, „Aktive Medienarbeit in der Schule“, „Mediendidaktik in der Schule“, „Hochschuldidaktik“, und „Medienpädagogische Forschung“. (In Rücksprache mit Ihren Prüfer*innen können Sie alternativ auch individuelle Themenschwerpunkte vereinbaren.) Zu den jeweiligen Schwerpunkten haben wir Texte ausgewählt, die als Grundlage der Prüfung dienen (siehe bitte unten); zusätzlich vereinbaren Sie mit uns mindestens einen geeigneten zweiten Text Ihrer Wahl. Pro Schwerpunkt werden – je nach Umfang – üblicherweise zwei bis drei Texte ausgewählt. Die Prüfungsinhalte können Sie mit uns entweder per Mail abstimmen oder auch gemeinsam in der Sprechstunde besprechen.

Gegenstand der mündlichen Abschlussprüfung sind folgende Inhalte und Literatur:

1.    Grundlagen:
Zur Vorbereitung auf die mündliche Prüfung empfehlen wir die folgenden drei online verfügbaren Video-Aufzeichnungen der Vorlesung „Einführung in die Medienpädagogik“.

ergänzend:

  • Schorb, Bernd/Hartung-Griemberg, Anja/Dallmann, Christine (2017): Grundbegriffe Medienpädagogik. München: kopaed. (Sie können nach Absprache mit uns eigene inhaltliche Schwerpunkte setzen und auswählen)

oder

  • Moser, Heinz (2019): Einführung in die Medienpädagogik. Aufwachsen im digitalen Zeitalter. Wiesbaden: Springer VS. (Auch hieraus können Sie nach Absprache mit uns eigene inhaltliche Schwerpunkte setzen und auswählen)


2.  Aus den folgenden Themenschwerpunkten wählen Sie bitte zwei Themen aus und lesen jeweils mindestens einen Text:

Mediensozialisation

  • Aufenanger, Stefan (2021): Mediensozialisation. In: Sander, U., von Gross, F., Hugger, KU. (Hrsg.) Handbuch Medienpädagogik. Wiesbaden: Springer VS, S. 1–8. doi.org/10.1007/978-3-658-25090-4_8-1.

oder

  • Kamin, Anna-Maria/Richter, Lea (2022): Diskussionsfelder der Medienpädagogik: Medienhandeln in der Familie. In: Sander, U., von Gross, F., Hugger, KU. (Hrsg.) Handbuch Medienpädagogik. Wiesbaden: Springer VS, S. 1–10. doi.org/10.1007/978-3-658-25090-4_108-2.


Digitalisierung und digitale Medien in Bildungseinrichtungen

  • Knaus, Thomas (2020): Von medialen und technischen Handlungspotentialen, Interfaces und anderen Schnittstellen, In: Knaus, Thomas / Merz, Olga (Hrsg.): Schnittstellen und Interfaces – Digitaler Wandel in Bildungseinrichtungen (Band 7 der fraMediale-Reihe), München: kopaed, S. 15–72. doi.org/10.25656/01:18452.

oder

  • Brinda, Torsten et al. (2020): Frankfurt-Dreieck zur Bildung in der digital vernetzten Welt – Ein interdisziplinäres Modell, In: Knaus, Thomas/Merz, Olga (Hrsg.): Schnittstellen und Interfaces – Digitaler Wandel in Bildungseinrichtungen (Band 7 der fraMediale-Reihe), München, kopaed, S. 157–167. doi.org/10.25656/01:22117.

oder

  • Knaus, Thomas (2020): Technology criticism and data literacy – The case for an augmented understanding of media literacy, In: Journal of Media Literacy Education – JMLE, 12 (3) Special Issue „Data Literacy and Education“, pp. 6–16. doi.org/10.23860/JMLE-2020-12-3-2.


Aktive Medienarbeit in der Schule

  • Rösch, Eike (2017): Aktive Medienarbeit. In: Schorb, Bernd/Hartung-Griemberg, Anja/Dallmann, Christine (Hrsg.): Grundbegriffe Medienpädagogik. München: kopaed, S. 9–14.

oder

  • Knaus, Thomas/Schmidt, Jennifer/Merz, Olga (2023): Reflexion durch Aktion – Ansätze zur handlungsorientierten Förderung einer um digitaltechnische Dimensionen erweiterten Medienbildung. In: Ludwigsburger Beiträge zur Medienpädagogik – LBzM, 23/2023., S. 1–10. doi.org/10.21240/lbzm/23/12

oder

  • Knaus, Thomas (2022): Making in Media Education – An activity-oriented approach to digital literacy, In: Journal of Media Literacy Education – JMLE, 14 (3), pp. 53–65. doi.org/10.23860/JMLE-2022-14-3-5.


Mediendidaktik in der Schule

  • Tulodziecki, Gerhard/ Herzig, Bardo/Grafe, Silke (2021): Medienbildung in Schule und Unterricht: Grundlagen und Beispiele. Bad Heilbrunn: Julius Klinkhardt. Kapitel 3: Lernen und Lehren mit Medien – die mediendidaktische Perspektive, S. 85–110.

oder

  • Kerres, Michael (2022): Mediendidaktik. In: Sander, Uwe/von Gross, Friederike/Hugger, Kai-Uwe (Hrsg.): Handbuch Medienpädagogik. Wiesbaden: Springer VS, S. 105–114. doi.org/10.1007/978-3-658-23578-9_12.


Hochschuldidaktik
Zu diesem Thema empfehlen wir einen Beitrag Ihrer Wahl aus dem folgenden Sammelband:

  • Knaus, Thomas/Junge, Thorsten/Merz, Olga (2022): Lehren aus der Lehre in Zeiten von Corona – Mediendidaktische Impulse für Schulen und Hochschulen, München: kopaed. (Diesen Band finden Sie in der Bibliothek der PHL. Außerdem sind alle Einzelbeiträge sowie weitere Texte in den LBzM-Ausgaben 21/2021 und 22/2022  online und frei (open access) verfügbar.


Medienpädagogische Forschung
Ein Beitrag Ihrer Wahl aus einem der drei Bände der „Forschungswerkstatt Medienpädagogik. Projekt – Theorie – Methode. Spektrum medienpädagogischer Forschung“:

  • Knaus, Thomas (2017): Forschungswerkstatt Medienpädagogik. Projekt – Theorie – Methode. Spektrum medienpädagogischer Forschung [Band 1]. München: kopaed.
  • Knaus, Thomas (2018): Forschungswerkstatt Medienpädagogik. Projekt – Theorie – Methode. Spektrum medienpädagogischer Forschung [Band 2]. München: kopaed.
  • Knaus, Thomas (2019): Forschungswerkstatt Medienpädagogik. Projekt – Theorie – Methode. Spektrum medienpädagogischer Forschung [Band 3]. München: kopaed.

(Alle Bände finden Sie in der Bibliothek der PHL; alternativ finden Sie die Einzelbeiträge auch online und frei zugänglich (open access) unter: http://forschungswerkstatt-medienpaedagogik.de/)

Beispielsweise:

  • Gläser-Zikuda, Michaela (2017): Qualitative Inhaltsanalyse in der medienpädagogischen Forschung. In: Knaus, Thomas (Hrsg.): Forschungswerkstatt Medienpädagogik. Projekt – Theorie – Methode. Spektrum medienpädagogischer Forschung [Band 1]. München: kopaed, S. 97–123. doi.org/10.25526/fw-mp.30

ergänzend:

Für weitere Anregungen zur Auswahl und Weiterentwicklung eines eigenen Themenschwerpunkts können Sie sich von den Kurzbeiträgen der Videoserie Medienpädagogik im Schaukelstuhl anregen lassen: youtube.de/c/ThomasKnaus 


Die Abschlussprüfung wird 30 Minuten dauern und die Grundlagen sowie die beiden Themenschwerpunkte werden etwa zu gleichen Teilen behandelt.


Weitere Hinweise
Vor der Einschreibung in das Erweiterungsstudium ist es nicht möglich, passende Kurse zu belegen und Studienleistungen abzulegen. Es gibt keine festgeschriebene Reihenfolge der Module. Somit gibt es auch keine Voraussetzungsbedingung, die das Ablegen von Modul 1 vor den höheren Modulen vorschreibt. Sie können also aus dem Angebot der Lehrveranstaltungen frei wählen. Bereits für ein anderes Modul „verwendete“ Leistungen können nicht in einem zweiten Modul/Fach angerechnet werden (eine Doppelverwertung ist nicht zugelassen). Die Absolventen des Erweiterungsstudiums erhalten zum Abschluss ein Zertifikat über die erbrachten Leistungen.