Die aktuellen Lehrveranstaltungen finden Sie im LSF.
In den vergangenen Semestern wurden folgende Lehrveranstaltungen angeboten:
Strukturen und Konzepte der Physik
Moderne Physik III
Dialogisches Physiklernen und -Lehren (MA Ed. Lehramt Physik/Mathematik der Universität Stuttgart)
Physikunterricht in der Grundschule
Wir haben uns im Rahmen des Physiklernens im Sachunterricht der Grundschule folgende Fragen gestellt:
Die letzten beiden Fragen wurden mit einer experimentellen Laborstudie untersucht. Im Rahmen des Projektes haben wir einen computerbasierten Bildtext für die Primarstufe zur Phänomenologie der optischen Abbildung mit der Lochkamera weiterentwickelt (s. Untersuchungen zum Einfluss von Text-, Bildgestaltung und instruktionaler Aufforderung zum Sprechen beim Multimedialernen ). Weitere Informationen finden Sie hier.
Priming und Physiklernen
Priming ist eine kognitionspsychologische Methode, mit der Gedächtnisinhalte aktiviert werden können. Unter Umständen könnten damit auch Lernprozesse bei komplexen Inhalten beeinflusst werden. Beim Priming wird vor dem Verarbeitungsprozess ein sogenannter Prime dargeboten, z.B. ein Bild, der auf den Verarbeitungsprozess abgestimmt sein sollte. In der Psychologie sind die Studien zum Priming im Augenblick stark umstritten, da Effekte nicht repliziert werden können.
Wir stellen uns trotzdem die physikdidaktische Frage, ob Priming das Physiklernen beeinflussen kann? Im Rahmen des Projektes haben wir einen computerbasierten Bildtext zum Dritten Newtonschen Axiom entwickelt und uns hierbei weiter mit Bild- und Textgestaltung beim Physiklernen und Fragen der Mikrodidaktik des Erklärens beschäftigt. Weitere Informationen finden Sie hier.
Physiklernen mit dem Internet und Hausaufgaben im Physikunterricht
Das Internet spielt im Leben von Schülerinnen und Schülern eine nicht mehr wegzudenkende Rolle. Auch in der Schule und auch beim Lernen. Wir stellen uns als Physikdidaktiker die Frage, ob auch das Physiklernen vom Medium Internet beeinflusst wird. Im Rahmen des Promotionskollegs Effektive Lehr-Lernarrangements in Kooperation mit der Universität Tübingen und dem IWM. haben wir uns mit den drei folgenden Fragen beschäftigt:
Untersuchung des Einflusses unterschiedlicher fachlich-physikalischer Konzepte auf den Wissenserwerb in der einfachen Thermodynamik (DFG-Projekt)
In den letzten 10 Jahren findet in der Physikdidaktik eine Hinwendung von einer stofflich orientierten curricularen Entwicklungsarbeit zu einer empirisch ausgerichteten Lehr-Lern-Forschung statt, die Faktoren des Lerngeschehens identifiziert und taxiert. In den aktuellen Untersuchungen spielt die Sachstruktur als variables Element eine untergeordnete Rolle, ohne ... weitere Informationen finden Sie hier.
Untersuchungen zum Einfluss von Text-, Bildgestaltung und instruktionaler Aufforderung zum Sprechen beim Multimedialernen
Mit einem Lernprogramm zur optischen Abbildung - Lochkamera und Linse - für den Physikunterricht der Sekundarstufe I, das nach lernwirksamen Multimediaprinzipien gestaltet ist, wird der Einfluss von Text- und Bildmerkmalen unter verschiedenen instruktionalen Bedingungen mit ‚lautem Sprechen’ in Laborstudien Bedingungen untersucht.
Die Arbeiten verfolgen zwei Ziele:
Damit sollen die theoretischen Arbeiten zum Physiklernen als Sprachlernen ergänzt werden. Die Untersuchungen orientieren sich unter dem Blickwinkel der kognitionspsychologischen Textverstehens- und Multimediaforschung an den folgenden Leitlinien:
Ergebnisse: Es wurde ein ‚set’ von Kriterien entwickelt, mit dem sich Texte und Bilder gestalten lassen, die Schülerinnen und Schüler als verständlich oder hilfreich beim Verstehen einschätzen (Starauschek im Druck). Bei dem verwendeten Lernmaterialien zeigt sich ein Multimediaeffekt (Starauschek 2006b). Die lokale Textkohäsion hat einen Einfluss auf den Wissenserwerb: Beim Lesen oder Hören von Texten unterstützt ein Text mit hoher lokaler substantivischer Textkohäsion den Wissenserwerb. Wird Wissen durch lautes Sprechen erworben, so sind Texte mit einem niedrigem Grad der lokalen substantivischen Textkohäsion von Vorteil (Starauschek 2006). Lautes Sprechen in Form der Selbsterklärung fördert die Transferleistung auch beim Erwerb von deklarativem Wissen im Vergleich zum einfachen Lesen oder Hören eines Textes (Starauschek 2006a).
Der Backwash-Effekt des online-basierten Evaluationsinstruments Stellwerk auf Klassenarbeiten im Physikunterricht
Empirische Untersuchungen belegen die Subjektivität der Leistungsbeurteilung durch Noten. Im Einklang mit diesem Befund misstrauen Hochschulen und Betriebe den schulischen Leistungsbeurteilungen. In der Deutschschweiz hat sich als eine mögliche Folge ein online-basiertes adaptives Evaluationsinstrument mit dem Namen Stellwerk etabliert, das Betrieben eine aussagekräftige Leistungsbeurteilung des physikalischen Wissens potenzieller Bewerber erlauben soll. Unabhängig .... weitere Informationen finden Sie hier.
Evaluation des Karlsruher Physikkurses (KPK) 1996-2001
Der Karlsruher Physikkurs verwendet eine andere Sachstruktur als die so genannte traditionelle Physik. Aus der Evaluation des Karlsruher Kurses haben sich empirisch gesicherte Hinweise auf eine wissenschaftlich noch wenig verstandene Funktion der Sprache beim Physiklernen ergeben. Unterrichtspraktiker weisen in diesem Sinne immer wieder auf die Bedeutung der Sprache beim Physiklernen hin. Die Hypothese lautet: Ein Teil der Schwierigkeiten beim ‚Verstehen’ von Physik scheint auf Missverständnisse auf der sprachlichen Ebene und auf eine mangelnde Praxis des ‚Physik Sprechens’ auf Seiten der Lernenden zurückzuführen zu sein.Hieraus entwickelten sich die Fragestellungen, die in die Untersuchungen zum Einfluss von Text-, Bildgestaltung und instruktionaler Aufforderung zum Sprechen beim Multimedialernen (s. oben) umgesetzt wurden.
John, T. & Starauschek, E. (2020). Ein Modell für kumulatives Lehren im Lehramtsstudium Physik. PhyDid A - Physik und Didaktik in Schule und Hochschule, 23-44.
Kammerer, Y., Keck, D., & Starauschek, E. (2019). Effects of a short classroom intervention on students’ identification of contradictions in an Internet forum text: Interaction with reading comprehension skills. Computers & Education, 138, 46-56.
Bullinger, M. & Starauschek, E. (2018). Handlungsorientierung im naturwissenschaftlichen Sachunterricht – überschätzter Grundsatz oder wirkungsvolles Prinzip? In: U. Franz, H. Giest, A. Hartinger. A. Heinrich-Dönges & B. Reinhoffer (Hrsg.), Handeln im Sachunterricht. Bad Heilbrunn: Klinkhardt. 77-84.
Bullinger, M. & Starauschek, E. (2017). Fördern instrumentelle Handlungen und instruierte Selbsterklärungen die Entwicklung intendierter mentaler Repräsentationen beim Lernen von Physik? – Ergebnisse einer Pilostudie. In: H. Giest, A. Hartinger & S. Tänzer (Hrsg.), Vielperspektivität im Sachunterricht. Bad Heilbrunn: Klinkhardt. 100-107.
Bullinger, M. & Starauschek, E. (eingereicht). Fördern instrumentelle Handlungen und instruierte Selbsterklärungen die Entwicklung intendierter mentaler Repräsentationen beim Lernen von Physik? Ergebnisse einer Pilotstudie. In S. Tänzer, H. Giest & A. Hartinger (Hrsg.). Vielperspektivität im Sachunterricht. Bad Heilbrunn: Klinkhardt.
Bullinger, M. & Starauschek, E. (2016). Der Einfluss von instrumentellen Handlungen und induzierten Selbsterklärungen auf den physikalischen Wissenserwerb in der Primarstufe. In: PhyDid A - Physik und Didaktik in Schule und Hochschule, 15 (1), 14-25.
Milke, S. & Starauschek, E. (2016). Learning newton's third law with picture booklets. In: J. Lavonen, K. Juuti, J. Lampiselkä, A. Uitto & K. Hahl (Hrsg.), Electronic Proceedings of the ESERA 2015 Conference. Science education research: Engaging learners for a sustainable future, Part 5 (Co-Hrsg. Papadouris, N. & Psillos, D.), 693-699. Helsinki, Finland: University of Helsinki. URL: www.esera.org/media/eBook%202015/eBook_Part_5_links.pdf
Bullinger, M. & Starauschek, E. (2016). Physics Learning with Hands-On Activities and Self-Explanations in primary Science Education. In: J. Lavonen, K. Juuti, J. Lampiselkä, A. Uitto & K. Hahl (Hrsg.). Electronic Proceedings of the ESERA 2015 Conference. Science education research: Engaging learners for a sustainable future, Part 16 (Co-Hrsg. P. Kariotoglou & T. Russell). Helsinki, Finland: University of Helsinki. 2722-2728.
Starauschek, E., Rubitzko, T. & Bullinger, M. (2016). „Wann leuchtet die LED?“ Neue Alltagsbezüge zur Elektrizitätslehre. Grundschule Sachunterricht, 69 (1), 8-12.
Starauschek, E., & Murmann, L. (2016). „Der Strom kommt von der Batterie“. In: Grundschule Sachunterricht, 69 (1), 7.
Schecker, H., Parchmann, I. & Starauschek, E. (2016). Fachlichkeit der Fachdidaktik - Standortbestimmung und Perspektiven. In: C. Maurer (Hrsg.), Authentizität und Lernen - das Fach in der Fachdidaktik. Universität Regensburg, 25-27.
Keck, D., Kammerer, Y. & Starauschek, E. (2015). Reading science texts online: Does source information influence the identification of contradictions within texts. Computers & Education, 82, 442-449.
Bullinger, M. & Starauschek, E. (2015). Beeinflussen Handlungsorientierung und Selbsterklärung den physikalischen Wissenserwerb in der Primarstufe? In H.-J. Fischer, H. Giest & K. Michalik (Hrsg.). Bildung im und durch Sachunterricht. Bad Heilbrunn: Klinkhardt. 129-134.
Kulgemeyer, C. & Starauschek, E. (2014). Analyse der Schwierigkeit naturwissenschaftlicher Fachtexte. In: D. Krüger, D., I. Parchmann, I. & H. Schecker (Hrsgb.), Methoden in der naturwissenschaftsdidaktischen Forschung, Berlin: Springer, 241-253.
Schulz, A., Wirtz, M. und Starauschek, E. (2012). Das Experiment in den Naturwissenschaften. In W. Rieß, M. Wirtz, B. Barzel & A. Schulz (Hrsg.). Experimentieren im mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht - Schüler lernen wissenschaftlich denken und arbeiten. Münster: Waxmann.15-38.
Altenburger, P., Starauschek, E. & Wirtz, M. (2012). Beeinflusst der Sachunterricht der Primarstufe den physikalischen Wissenserwerb von Schülerinnen und Schüler?. In W. Rieß, M. Wirtz, A. Schulz & B. Barzel (Hrsg.). Experimentieren im mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht - Theoretische Fundierung und empirische Befunde. Münster: Waxmann. 301-318.
Altenburger, P. & Starauschek, E. (2012). Physikalische Themen im Sachunterricht Baden-Württembergs in den Klassen 3 und 4. In H. Giest, E. Heran-Dörr & C. Archie (Hrsg.). Lernen und Lehren im Sachunterricht. Zum Verhältnis von Konstruktion und Instruktion. Bad-Heilbrunn: Klinkhardt. S.71-78.
Starauschek, E. (2010). Hat die physikalische Sachstruktur einen Einfluss auf das Lernen von Physik. In H. Bayrhuber, U. Harms, B. Muszynski, B. Ralle, M. Rothgangel, L. Schön, H. Vollmer, H. Weigand (Hrsg), Empirische Fundierung in den Fachdidaktiken. Münster: Waxmann, S. 217-239.
Starauschek, E. (2010). Mit Aufgaben Schülervorstellungen zur Wärmelehre erkunden. Naturwissenschaften im Unterricht 21, 8-11.
Berger, K. & Starauschek, E. (2009). Wie erkennt und erstellt man gute Bilder? Naturwissenschaften im Unterricht 20, 23-26.
Schur, Y. & Starauschek, E. (2009). Denkreise mit Bildern. Naturwissenschaften im Unterricht 20, 32-35.
Starauschek, E. (2006). Der Einfluss von Textkohäsion und gegenständlichen externen piktoralen Repräsentationen auf die Verständlichkeit von Texten zum Physiklernen. ZfDN 12, 127-157.
Starauschek, E. (2006). Zur Rolle der Sprache beim Lernen von Physik. In H. F. Mikelskis (Hrsg.) Physik-Didaktik. Berlin: Cornelsen Scriptor, 183-196.
Starauschek, E. (2005). Daten zur Lage der Chemie- und Physikdidaktik in Deutschland. PhyDid 1/4, 1-9.
Starauschek, E. (2004). Bemerkungen zum Fachlernen als Sprachlernen, Aspekte des ersten interdisziplinären Fachdidaktik-Workshop zum Fachlernen als Sprachlernen. ZfDN 10, 256-258.
Starauschek, E. (2003). Ergebnisse einer Schülerbefragung über Physikschulbücher. ZfDN 9, 135-146.
Starauschek, E. (2003). Wärmelehre mit der Entropie - Welchen Nutzen bringt sie Schülerinnen und Schülern? Praxis der Naturwissenschaften Physik 52, 8, 35-41.
Starauschek, E. (2003). Elektrizitätslehre nach dem Karlsruher Physikkurs. PhyDid 1/2, 39-47.
Starauschek, E. (2002) Physiklernen als Sprachspiel. In: Pitton, A. (Hrsg.): Außerschulisches Lernen in Physik und Chemie. Münster: LIT, 215-217.
Starauschek, E. (2002). Wärmelehre nach dem Karlsruher Physikkurs. PhyDid 1/1, 12-18.
Starauschek, E. (2002). Die Debatte um den Karlsruher Physikkurs. MNU 55, 6, 370-374.
Starauschek, E. (2002). Ergebnisse einer Evaluationsstudie zum Physikunterricht nach dem Karlsruher Physikkurs. ZfDN 8, 7- 23.
Starauschek, E. (2001). Physikunterricht nach dem Karlsruher Physikkurs - Ergebnisse einer Evaluationsstudie. Berlin: Logos Verlag.
Starauschek, E. (1999). Einige Bemerkungen zur teilnehmenden Beobachtung. Ein wissenschaftliches Essay. Tagungsband zur DPG-Tagung Didaktik der Physik in Ludwigsburg, 233-238.
Starauschek, E. (1998). Zur Sprache im Karlsruher Physikkurs. Praxis der Naturwissenschaften Physik 47, 2, 24-28.
Starauschek, E., Herrmann, F. & Riechert, M. (1998). Wenn es magnetische Monopole gäbe... - ein physikalisches Märchen. Tagungsband zur DPG-Tagung Didaktik der Physik in Regensburg, 418-421.
Starauschek, E. (1997). Der Stoff aus dem die Felder sind... Tagungsband zur DPG-Tagung Didaktik der Physik in Berlin, 336-341
2026 Gastprofessur an der Universität Wuppertal
2011 Ruf an die Humboldt-Universität zu Berlin, Ruf nicht angenommen.
2009-2015 Leiter des Institut für Naturwissenschaften und Technik an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg
Seit 2008 Professur für Physik und ihre Didaktik an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg
2006-2008 Professur für das naturwissenschaftliche Lehren und Lernen (Schwerpunkte: Physik, Grundschule) an der PH Weingarten
2005/06 Auszeichnung Franz-Neumann-Seminar für innovative Lehre
2002-2006 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Didaktik der Physik der Universität Potsdam
2002-2006 Mitglied im Vorstand der GDCP
2001 Promotion an der Universität Kiel bei Prof. Dr. R. Duit
2000-2001 Lehrer für Physik und Mathematik
1996-2001 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Abteilung für Didaktik der Physik der Universität Karlsruhe
1994-1996 Referendariat
1990-1994 Studium der Erziehungswissenschaft und der Mathematik an der Universität Hamburg; 1. Staatsexamen für das Lehramt Mathematik und Physik für die Sekundarstufe I und II; Lehrbeauftragter am Institut für Physikalische Chemie der Universität Hamburg
1989-1990 Zivildienst als Rettungssanitäter beim DRK in Hamburg
1981-1988 Studium der Physik an den Universitäten Karlsruhe, Wien und Hamburg (Dipl.-Phys.); Thema der Diplomarbeit: „Geometrische Deutung von Zustandssummen“
Mitgliedschaften: GDCP, ESERA, DPG, MNU, NARST