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Das internationale Seminar 2026

Interkulturelle Kommunikation in Theorie und Praxis

Vom 03. bis zum 09. Oktober 2026 reiste erneut eine Gruppe von acht Studierenden der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg gemeinsam mit Prof. Dr. Stefan Jeuk nach Sibiu (Hermannstadt, Siebenbürgen, Rumänien). An der Evangelischen Akademie fand ein Austausch mit neun rumänischen Studierenden der Universität Klausenburg (Cluj Napoca) unter der Leitung von Dr. Mirona Stanescu statt. Zudem nahmen zwei Studierende der PH Ludwigbsurg an dem Seminar teil, die derzeit ein Auslandspracktikum (ISP) in Cluj-Napoca (Rumänien) absolvieren.

Im Mittelpunkt des diesjährigen internationalen Seminars stand erneut das Thema „Interkulturelle Kommunikation“. Besonderes Augenmerk lag auf der Dekonstruktion nationalkultureller Denkmuster und der Entwicklung eines Verständnisses von Schule und Unterricht, das vielfältige Heterogenitätsdimensionen als Ausgangspunkt pädagogischen Handelns berücksichtigt. Begriffe wie Multikulturalität, Interkulturalität, Transkulturalität, Integration und Inklusion wurden intensiv diskutiert und reflektiert. Ein weiterer Schwerpunkt widmete sich unseren Vorurteilen und Einstellungen (Bias).

Die inhaltliche Auseinandersetzung erfolgte sowohl kultur- als auch kommunikationstheoretisch und wurde durch theaterpädagogische Übungen praxisorientiert ergänzt. Das Arbeiten mit Masken sowie die bewusste Fokussierung auf nonverbale und paraverbale Kommunikationsmittel leisteten hierbei einen wichtigen Beitrag zur Vertiefung des Seminarthemas. Didaktische Folgerungen wurden im Rahmen deds "pedagogical translanguaging" diskutiert.

Durch die internationale Zusammensetzung der Teilnehmergruppe wurde das Thema „Interkulturelle Kommunikation“ nicht nur theoretisch behandelt, sondern auch im alltäglichen Miteinander unmittelbar erfahrbar gemacht. Ein ganztägiger Ausflug in das Umland von Sibiu, unter anderem nach Cristian, Hunedoara und Deva,  ermöglichte eine historische Perspektive auf Interkulturalität in Siebenbürgen.

Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch einer deutschsprachigen Schule. Dabei konnten die Teilnehmenden beobachten, wie Kinder, deren Erstsprache nicht Deutsch ist, bereits ab dem Kindergarten an einem Unterricht teilnehmen, der in sämtlichen Fächern auf Deutsch stattfindet. In der abschließenden Reflexion wurden Unterschiede und Gemeinsamkeiten des Unterrichts in den verschiedenen Ländern herausgearbeitet. Das Seminar endete mit zahlreichen Anregungen für die Gestaltung eines interkulturellen Unterrichts.

Das Seminar wurde von der Donauschwäbischen Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg finanziell unterstützt.