Verlängerte Einreichefrist
Wir haben die Fristen zur Einreichung verlängert:
Die Gegenwart ist durch Krisen und Umbrüche geprägt. Geopolitische Konflikte und Kriege, aber auch die Folgen des Klimawandels beeinflussen jeden einzelnen Menschen sowie soziale, wirtschaftliche und politische Institutionen, genauso wie beschleunigte digitale Transformationsprozesse, gesellschaftlicher Wandel und das Erstarken rechtsextremer und populistischer Strömungen.
Solche „unruhigen Zeiten” führen zu einer erhöhten sozialen, ökonomischen und psychosozialen Vulnerabilität, insbesondere bei ohnehin benachteiligten Gruppen (Beck, 2016; OECD, 2021). Reale Teilhabemöglichkeiten – verstanden als barrierearme, kompetenzfördernde und sozial eingebettete (digitale) Teilhabe – gewinnen stark an Bedeutung.
„Die volle und wirksame Teilhabe an der Gesellschaft und Einbeziehung in die Gesellschaft“ (Art. 3(c) UN-BRK) ist ein zentraler Grundsatz der UN-Behindertenrechtskonvention. Teilhabe und Inklusion gehen Hand in Hand – zugleich kann aber Teilhabe als Zielperspektive und Leitbegriff für den Inklusionsdiskurs gesehen werden, wenn man Inklusion auffasst als „universell gültiges menschenrechtliches Prinzip mit dem Ziel, allen Menschen auf der Basis gleicher Rechte ein selbstbestimmtes Leben und die Teilhabe an allen Aspekten des gesellschaftlichen Lebens zu ermöglichen“ (Wansing, 2015, S. 53).
Unter Teilhabe verstehen wir „eine positiv bewertete Form der Beteiligung an einem sozialen Geschehen“ (Kastl, 2016, S. 236). Eine in der Sonderpädagogik verortete Teilhabewissenschaft bezieht sich nicht nur auf Behinderung im engeren Sinne, sondern auch auf wesentliche Diskurse über soziale und sozio-kulturelle Benachteiligung, Armut, Gewalt, Geschlecht, Mehrsprachigkeit und Migration, zunehmend unter einer intersektionalen, marginalisierungssensiblen und machtkritischen Perspektive (hierzu z.B. Lindmeier, 2023).
Wie steht es also um die gesellschaftliche, politische und schulische Teilhabe von Menschen mit Behinderung oder in benachteiligenden Lebenslagen in gesellschaftlich „unruhigen Zeiten“?
Das Tagungsthema fokussiert dabei zwei Perspektiven auf unruhige Zeiten:
In Keynotes, thematischen Beiträgen und Rahmenveranstaltungen möchten wir die Tagung nutzen, beide Perspektiven zu beleuchten.
Dabei laden wir gleichermaßen zur Einreichung sowohl themenbezogener als auch freier Beiträge ein:
Werden mehr Beiträge eingereicht als Slots zur Verfügung stehen, werden wir themenbezogene Einreichungen priorisieren, jedoch ausreichend Zeitslots für freie Beiträge (insbesondere von Wissenschaftler*innen in Qualifizierungsphasen) reservieren.