Die Forschung von Rebecca Höhr basiert auf einem ressourcenorientierten Verständnis von Vielfalt: Unterschiedliche Lernvoraussetzungen, sprachliche Hintergründe, Erfahrungen und Perspektiven werden als Potenzial gemeinsamer Bildungsprozesse verstanden.
Inklusion wird dabei als Menschenrecht und umfassendes pädagogisches Leitprinzip gefasst. Fragen von Behinderung oder Benachteiligung stehen nicht isoliert im Vordergrund, sondern werden im Kontext struktureller Bedingungen, didaktischer Entscheidungen und institutioneller Rahmungen reflektiert. Mehrsprachigkeit wird dabei im Sinne sprachlicher Diversität als Bestandteil inklusiver Lernsettings einbezogen.
Ziel ist eine Unterrichts- und Schulentwicklung durch empirisch fundierte Beiträge, die Anerkennung, Teilhabe und Chancengerechtigkeit systematisch verankert, um Lernsituationen zu gestalten, in denen Lernende ihre Potentiale entfalten können.
Sprachliche Diversität als lernförderliche Ressource
Erforschung, wie sprachliche und kulturelle Vielfalt als Potenzial für alle Lernenden genutzt werden kann, um inklusive Bildungsprozesse zu stärken und Bildungssysteme für heterogene Lernbiografien zu öffnen – insbesondere im Kontext einer migrationsgesellschaftlichen und mehrsprachigen Realität.