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Forschungsaktivitäten

Die Forschung von Rebecca Höhr basiert auf einem ressourcenorientierten Verständnis von Vielfalt: Unterschiedliche Lernvoraussetzungen, sprachliche Hintergründe, Erfahrungen und Perspektiven werden als Potenzial gemeinsamer Bildungsprozesse verstanden.

Inklusion wird dabei als Menschenrecht und umfassendes pädagogisches Leitprinzip gefasst. Fragen von Behinderung oder Benachteiligung stehen nicht isoliert im Vordergrund, sondern werden im Kontext struktureller Bedingungen, didaktischer Entscheidungen und institutioneller Rahmungen reflektiert. Mehrsprachigkeit wird dabei im Sinne sprachlicher Diversität als Bestandteil inklusiver Lernsettings einbezogen.

Ziel ist eine Unterrichts- und Schulentwicklung durch empirisch fundierte Beiträge, die Anerkennung, Teilhabe und Chancengerechtigkeit systematisch verankert, um Lernsituationen zu gestalten, in denen Lernende ihre Potentiale entfalten können.

Forschungsschwerpunkte

  • Sprachliche Diversität als lernförderliche Ressource

    Erforschung, wie sprachliche und kulturelle Vielfalt als Potenzial für alle Lernenden genutzt werden kann, um inklusive Bildungsprozesse zu stärken und Bildungssysteme für heterogene Lernbiografien zu öffnen – insbesondere im Kontext einer migrationsgesellschaftlichen und mehrsprachigen Realität.

  • Fachliches und sprachliches Lernen in inklusiven Bildungskontexten:

    Untersuchung von Lehr‑Lern‑Prozessen sowohl im schulischen als auch im außerschulischen Bereich, mit Blick auf die systemischen Bedingungen, die Lerngelegenheiten für alle Lernenden – unabhängig von Herkunft, sprachlichem Hintergrund oder Unterstützungsbedarfen – eröffnen.
  • Partizipative Forschung und Mitgestaltung von Lernprozessen

    Entwicklung und Erprobung von Konzepten, die Pädagog*innen, Lernende und Eltern aktiv in die Gestaltung, Evaluation und Weiterentwicklung von inklusiven Lernangeboten einbeziehen. Ziel ist es, die Expertise aller Beteiligten sichtbar zu machen, Lernprozesse gemeinsam zu reflektieren und Bildung partizipativ, demokratisch und ressourcenorientiert weiterzuentwickeln.
  • Professionalisierung von Pädagog*innen für inklusive Bildung

    Förderung der professionellen Handlungskompetenzen von Lehrkräften im Umgang mit sprachlicher Heterogenität, kultureller Diversität und strukturellen Benachteiligungen – mit dem Ziel, inklusive Haltungen und Praktiken institutionell zu verankern und Lehrpersonen zu befähigen, Vielfalt als Ressource zu verstehen und zu nutzen.

Aktuelle Forschungsprojekte

  • "Wissenschafts-Praxis-Kooperation zur Unterstützung des Textverständnisses von Schüler:innen in MINT-Fächern (TeWiPrax)" unter der Leitung von Dr. Rebecca Höhr, Dr. Merle Weicker, Dr. Barbara Voet Coernelli & Miriam Pahlsmeier https://idea-frankfurt.eu/projekte/tewiprax/