Der demografische Wandel und die zunehmende Zahl älterer Menschen in unserer Gesellschaft führen zu einer wachsenden Nachfrage nach Angeboten zur geistigen Anregung, sozialen Teilhabe und kulturellen Bildung. Menschen in der dritten Lebensphase bringen dabei wertvolle Lebens- und Berufserfahrungen mit, die sie aktiv in Lernprozesse einfließen lassen können. Genau hier setzt unser Konzept an: Die Pädagogische Hochschule sieht sich in der Verantwortung, Bildung über alle Lebensphasen hinweg zu ermöglichen und Räume zu schaffen, in denen gesellschaftliche Teilhabe konkret gelebt wird.
Die Angebote im Wintersemester 2026/27 sind kostenfrei. Die Anmeldung erfolgt über das unten stehende Formular oder telefonisch.
Gerne beraten wir Sie und beantworten Ihre Fragen zur Teilnahme an Angeboten des Campus der Generationen.
Sie erreichen uns unter:
07141-140-1209, Montag bis Donnerstag, 9-12 Uhr
07141-140-1419, Dienstag bis Freitag, 9-12 Uhr
oder per Mail an zww(at)ph-ludwigsburg.de
Wöchentliches Präsenzseminar: 22.10.2026 - 28.01.2027,
Donnerstags, 14:15–15:45 Uhr
Das Ringseminar widmet sich einem hochaktuellen gesellschaftlichen Thema und schafft einen Raum für den Austausch zwischen drei Generationen und unterschiedlichen Perspektiven. Angehende Lehrkräfte im Masterstudium, internationale Lehrkräfte sowie Menschen in der nachberuflichen Phase – insbesondere mit pädagogischer Erfahrung oder einem Hintergrund im Bildungsbereich – lernen miteinander und voneinander in einem lebendigen trigenerationalen Dialog.
Jede und jeder Teilnehmende bringt eigene Erfahrungen, Sichtweisen und Kompetenzen ein. Gemeinsam diskutieren wir zentrale Fragen rund um Migration, Bildung und gesellschaftliche Vielfalt.
Dozentin: Dr. Nina Jäger
Wöchentliches Präsenzseminar: 19.10.2026 – 25.01.2027,
Montags, 10:15 -11:45 Uhr
Wie lässt sich die Filmgeschichte Ludwigsburgs lebendig erzählen? In diesem praxisorientierten Projektseminar entwickeln Sie gemeinsam mit Studierenden einen öffentlich zugänglichen Stadtrundgang zu den filmhistorischen Spuren der Stadt. In generationengemischten Teams recherchieren die Sie historische Orte und Geschichten, führen Gespräche mit Zeitzeug*innen und gestalten multimediale Vermittlungsangebote – etwa mit Audiobeiträgen, Fotografien, Filmsequenzen, QR-Codes oder digitalen Karten. Dabei verbinden sich wissenschaftliche Recherche, Mediengestaltung und kulturelle Bildungsarbeit mit persönlichen Erinnerungen und unterschiedlichen Perspektiven auf Film- und Stadtgeschichte. Das Seminar folgt den Prinzipien des intergenerationellen Lernens, des forschenden und projektorientierten Lernens sowie der Public History: Wissen wird nicht nur vermittelt, sondern gemeinsam entwickelt und für die Stadtgesellschaft zugänglich gemacht.
Dozentin: Prof., Dr. phil. Anja Hartung-Griemberg
Termine: 19.01.2027, 14:15-15:45 Uhr
26.01.2027 14:15-15:45 Uhr
Wie erleben Kinder die digitale und kulturelle Welt und welche Rolle spielen Eltern und Großeltern dabei? Wie unterscheiden sich Generationen in Sprache, Musik, Mode oder Ernährung? Und welche Perspektiven haben Kinder im Vergleich zu älteren Generationen auf Umwelt, Freizeit oder Erziehung? Studierende präsentieren ihre Projekte zu selbstgewählten Themen der Intergenerationalität (z. B. den genannten) und bieten Gelegenheit, diese in der gemeinsamen Diskussion von Jung und Alt lebendig werden zu lassen. Ansichten, Positionen und kritische Einwände aller sind gefragt!
Dozentinnen: Dr. Lydia Brack, Cornelia Rémon
Wöchentliche Präsenzvorlesung: 20.10.2026 – 26.01.2027,
Dienstags, 14:15 – 15:45 Uhr
Wie haben sich Medien im Laufe der Zeit verändert und wie prägen sie unsere Wahrnehmung der Welt? Von Buchdruck und Zeitung über Radio und Fernsehen bis hin zu Internet, Social Media und Künstlicher Intelligenz: Die Mediengeschichte erzählt nicht nur die Geschichte technischer Entwicklungen, sondern auch die Geschichte gesellschaftlicher Veränderungen. Welche Medien haben verschiedene Generationen geprägt? Wie haben sich Informationsverhalten, Kommunikation und Unterhaltung gewandelt? Und was können wir aus der Mediengeschichte für unseren heutigen Umgang mit Medien lernen? Die Vorlesung lädt dazu ein, zentrale Stationen der Medienentwicklung kennenzulernen, eigene Medienerfahrungen einzubringen und gemeinsam darüber zu diskutieren, wie Medien Gesellschaft und Generationen verbinden – und verändern.
Dozent: Prof., Dr., phil. Thomas Wilke
Wöchentliches Präsenzseminar: 22.10.2026 – 28.01.2027,
Donnerstags, 12:15 – 13:45 Uhr
Wie beeinflussen Medien unsere Wahrnehmung, unser Denken und unseren Blick auf die Welt? Welche Macht haben Bilder, Nachrichten, soziale Netzwerke und digitale Plattformen – und wie verändern sie unsere Vorstellungen von Wirklichkeit? Im Seminar „Medientheorie und Medienkritik“ werden zentrale medientheoretische Ansätze vorgestellt und mit aktuellen Phänomenen der Medienwelt verbunden. Gemeinsam wird hinterfragt, wie Medien Wirklichkeit konstruieren, welche Interessen und Mechanismen dahinterstehen und wie sich Manipulation, Desinformation und Meinungsbildung erkennen lassen. Eigene Medienerfahrungen, unterschiedliche Perspektiven und kritische Fragen sind ausdrücklich erwünscht!
Dozent: Prof., Dr., phil. Thomas Wilke