Das Projekt verbindet drei Forschungsstränge: die Kompetenzen der Lehrkräfte im Bereich Digitalität (DigCompEdu bzw. DigCompEdu-BW), die Perspektive auf digitales Lehren und Lernen sowie die curriculare und institutionelle Verankerung einer Kultur der Digitalität (Stalder, 2021).
Methodisch setzt das Projekt auf ein mehrstufiges Design-Based Research-Design mit teilnehmender Beobachtung, leitfadengestützten Interviews und standardisierten Online-Fragebögen.
Kultur der Digitalität, Design-Based Research, DigCompEdu-BW
Phase 1: Ist-Stand-Erhebung (2025)
Phase 2: Intervention & PLGs (2025/2026)
Phase 3: Transfer & Verstetigung (2026)
Phase 4: Abschlusserhebungen & Ergebnissicherung; Aufbereitung für ZSL-Fortbildungen; OER-Publikationen. Abschlussbericht (2027)
Interviews
Leitfadengestützt, Schulleitungen und Fachschaftsleitungen, Fachlehrkräfte
(Hughes, J., Thomas, R. & Scharber, C. (2006). Assessing Technology Integration: The RAT – Replacement, Amplification, and Transformation - Framework. https://www.learntechlib.org/primary/p/22293/; Kimmons, R., Graham, C. R. & West, R. E. (2020). The PICRAT model for technology integration in teacher preparation. Contemporary Issues in Technology and Teacher Education, 20(1), 176–198.)
Fragebogen
Online, Gesamtkollegium, ~30 Min.
(Cheng, S.-L., Lu, L., Xie, K. & Vongkulluksn, V. W. (2020). Understanding teacher technology integration from expectancy-value perspectives. Teaching and Teacher Education, 91. https://doi.org/10.1016/j.tate.2020.103062).
Within & Cross-Case
Schulvergleich
(Borman, K. M., Clarke, C., Cotner, B., & Lee, R. (2012). Cross-case analysis. In Handbook of complementary methods in education research (pp. 123-139). Routledge.)
Das Pain-Gain-Framework dient dazu, Hürden und Chancen bei der Nutzung digitaler Medien sichtbar zu machen. Auf Basis etablierter Modelle zur Technikakzeptanz von Lehrkräften (z. B. TAM, UTAUT) wird ein Pain-Gain-Index berechnet. Dieser zeigt, welche Einstellungen die Umsetzung einer Kultur der Digitalität in Schule und Unterricht fördern oder bremsen. Die Tabelle zeigt mögliche hemmende und fördernde Faktoren für die - didaktisch sinnvolle - Nutzung digitaler Werkzeuge, Medien und Systeme in Schule und Unterricht, welche aus einschlägiger Literatur und ersten Ergebnissen der qualitativen Daten hervorgehen.
Pain – Hemmnisse |
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Gain – Förderliches |
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Digitalität als Allgegenwärtigkeit des Digitalen auch außerhalb digitaler Räume – Referentialität, Gemeinschaftlichkeit, Algorithmizität.
Stalder, F. (2021). Kultur der Digitalität (5. Aufl.). Suhrkamp.
https://www.suhrkamp.de/buch/felix-stalder-kultur-der-digitalitaet-t-9783518126790
Europäischer Rahmen für digitale Kompetenz von Lehrenden sowie der angepasste Rahmen für Baden-Württemberg.
Redecker, C., & Punie, Y. (2017). European Framework for the Digital Competence of Educators: DigCompEdu. L. Publications Office of The European Union doi:10.2760/178382.
https://joint-research-centre.ec.europa.eu/digcompedu_en
Brenner, S., Mühlhuber, I., von Zimmermann, M. (2025). DigCompEdu‑BW: Baden‑Württembergischer Rahmen für die digitale Kompetenz von Lehrkräften. Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden‑Württemberg.
Erwartungs-Wert-Einschätzungen als Prädiktor für Technologienutzung im Unterricht.
Wigeld, A. & Eccles, J. S. (2000). Expectancyvalue theory of achievement motivation. Contemporary Educational Psychology , 25 (1), 68-81 doi: 10.1006/ceps.1999.1015.
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0361476X99910159
Modell digitalisierungsbezogener Schulentwicklung als Rahmen der Teilprojekte.
Eickelmann, B. & Gerick, J. (2017): Lehren und Lernen mit digitalen Medien – Zielsetzungen, Rahmenbedingungen und Implikationen für die Schulentwicklung. Schulmanagement Handbuch, S. 54-81.
https://www.fachportal-paedagogik.de/literatur/vollanzeige.html?FId=3266306
Forschungsinteresse und -design
Ziel ist es, die Rolle digitaler Technologien im Biologieunterricht zu analysieren und in Netzwerkbegleitmaßnahmen praxisorientierte Lösungsansätze zur Implementation von unterschiedlichen digitalen Technologien zu entwickeln. Ein Fokus liegt beispielsweise auf dem Einsatz digitaler Systemmodelle zur Förderung von Systemkompetenz. Die Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten naturwissenschaftlichen Fragestellungen, den sogenannten socio-scientific issues (SSIs), setzt Systemkompetenz voraus, da diese häufig auf komplexen Systemen beruhen. Zur Förderung von Systemkompetenz haben sich digital gestützte Systemmodelle bewährt, deren Potenzial jedoch im (Biologie-) Unterricht derzeit nur in geringem Maße ausgeschöpft wird.
Digitale Medien sind in unserer Gesellschaft mittlerweile omnipräsent. Im Kontext einer Kultur der Digitalität nach Stalder (2021) ergeben sich neue kulturelle Handlungsräume. Dieser Wandel prägt auch Lehr- und Lernprozesse. Vor diesem Hintergrund untersucht das Teilprojekt Mathematik die lernwirksame Integration digitaler Werkzeuge im Mathematikunterricht der Sekundarstufe I. Dabei werden die Chancen und Herausforderungen (Gain- und Pain-Faktoren) aus Sicht der Mathematiklehrkräfte analysiert, um schulspezifische Unterstützungsmaßnahmen für die Weiterentwicklung einer Kultur der Digitalität abzuleiten. Hierfür werden Mathematiklehrkräfte an den Projektschulen mittels Interviews und standardisierter Fragebögen befragt. Die Daten werden qualitativ und quantitativ ausgewertet.
Insgesamt zielt die Forschung darauf ab Antworten auf die Fragen
(1) nach der Art des Einsatzes digitaler Werkzeuge im Mathematikunterricht,
(2) nach der subjektiven Einschätzung von Gain und Pain Faktoren aus Sicht der Lehrkraft beim Einsatz digitaler Werkzeuge,
(3) nach den Unterschieden zu den anderen Teilprojekten und
(4) nach spezifischen Unterstützungsmaßnahmen für Mathematiklehrkräfte der konkreten Einzelschule
zu finden.
Der Fokus liegt auf der lernwirksamen Integration digitaler Werkzeuge, den Gain- und Pain-Faktoren aus Sicht der Mathematiklehrkräfte sowie der Entwicklung schulspezifischer Unterstützungsmaßnahmen im Kontext einer Kultur der Digitalität.
Forschungsinteresse und -design
Im Kontext einer Kultur der Digitalität gewinnen digitale Werkzeuge für die Gestaltung von Englischunterricht zunehmend an Bedeutung. Dem Fach Englisch kommt dabei eine besondere Rolle zu, da es sowohl globale Lingua franca als auch zentrale Sprache digitaler Kommunikationsräume ist. Vor diesem Hintergrund untersucht das Teilprojekt Englisch, wie digitale Werkzeuge im Englischunterricht der Sekundarstufe I eingesetzt werden und welche Potenziale sie für die Förderung sprachlicher und fachlicher Kompetenzen bieten. Darüber hinaus werden Professionalisierungs- und Unterstützungsbedarfe von Lehrkräften analysiert. Hierfür werden an zwei Projektschulen Lehrkräfte befragt und in professionellen Lerngemeinschaften begleitet. Die Daten werden qualitativ ausgewertet, um Nutzungsmuster, Herausforderungen und Entwicklungsbedarfe zu identifizieren und Impulse für die Weiterentwicklung digital gestützten Englischunterrichts abzuleiten.
Fragestellung
Welchen Nutzen bzw. welche Chancen und welche Herausforderungen sehen Englischlehrkräfte in Bezug auf den Einsatz digitaler Werkzeuge und Technologien im Englischunterricht?
Der Fokus liegt auf der Wahrnehmung, Nutzung und Bewertung digitaler Werkzeuge und Technologien durch Englischlehrkräfte sowie den daraus resultierenden Anforderungen an die Unterrichtsgestaltung und Professionalisierung.
Forschungsinteresse und -design
Die allgegenwärtige Präsenz digitaler Technologien verändert unseren Alltag grundlegend. Stalder (2021) fasst diesen Wandel im Begriff der „Kultur der Digitalität“ zusammen. Welche Auswirkungen dieser Wandel auf das Mehrebenensystem Schule hat und wie die Akteur:innen innerhalb der Schule damit umgehen, sind zentrale Fragestellungen der Schulpädagogik. Vor diesem Hintergrund wird in diesem Forschungsvorhaben die Entwicklungskapazität als Ansatzpunkt gewählt, um die Qualität von Schulen im Umgang mit dem gesellschaftlichen Wandel hin zu einer Kultur der Digitalität zu analysieren. Dafür werden Schulleitungs- und Gruppeninterviews an sechs Schulen unterschiedlicher Schulformen der Sek I in BW (Gemeinschaftsschule, Realschule, Gymnasium) geführt. Dieser werden mit der inhaltlich strukturierenden Qualitative Inhaltsanalyse ausgewertet.
Fragestellung
Wie kann Schulentwicklungskapazität in einer Kultur der Digitalität theoretisch und empirisch konzeptualisiert werden und welche Impulse für die Schulentwicklungs- und Schuleffektivitätsforschung können daraus abgeleitet werden?
Der Fokus liegt auf formellen und informellen Strukturen und Prozessen, deren Nutzung und Zusammenhängen sowie auf der Rolle der Schulleitung und mittleren Führungsebene im Kontext dieser Aspekte.