Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie können theatrale Mittel demokratische Prozesse sichtbar machen und gestalten? Die internationalen Gastspiele des Festivals, u. a. aus Taiwan, Schweden, Brasilien, Belgien und Burkina Faso, dienen dabei als konkrete Ausgangspunkte, um Beteiligung, Perspektivenvielfalt, Aushandlung und Teilhabe mit neuen Formaten und Methoden der Theaterpraxis erlebbar zu machen.
Unter dem Festivalmotto „What Do We Share?“ werden darüber hinaus in einem zweitägigen Workshop demokratische Methoden praktisch erprobt, diskutiert und weiterentwickelt. Innerhalb der Workshoptage werden die Studierenden dazu eingeladen, praktische Übungen zu entwickeln, die demokratisches Verständnis und kollaboratives Lernen in den Mittelpunkt stellen. Dabei thematisieren sie reibungsreiche Prozesse, Risikobereitschaft und Scheitern als produktive Kräfte künstlerischer und pädagogischer Arbeit. Vielfalt ist zwar eine Ressource, stellt aber auch Herausforderungen für die Entwicklung kooperativer Strukturen dar. Indem diese Spannungen aufgegriffen werden, wird sichtbar gemacht, welchen Stellenwert Theater für gesellschaftliche Entwicklungsprozesse einnehmen kann, und das Selbstverständnis des Feldes „Theaterpädagogik“ gestärkt.
Beteiligt sind Studierende des Studiengangs „Drama and Theatre Communication B.A.“ (OsloMet) sowie der Studiengänge „Kultur- und Medienbildung B.A.“, „Kulturelle Bildung M.A.“ und des Erweiterungsfachs „Spiel- und Theaterpädagogik“ (PH Ludwigsburg).
Die Exkursion wird von Michael Gans, Natalia Fuhry und Tanja Frank (PH Ludwigsburg) sowie von Associate Professor Stine Nielsen Ellinggard und Lecturer Øystein Vestre (OsloMet) begleitet.