Jugend ist ein zentraler Bezugspunkt gegenwärtiger gesellschaftlicher Aushandlungen. Sie hat
damit auch für Kulturelle Bildung große Relevanz. Als pädagogisches, ästhetisches und
gesellschaftliches Praxisfeld ist sie mit der Herausforderung konfrontiert, sich auf heterogene
Jugenden zu beziehen und dabei grundlegende Fragen zu perspektivieren: Wer diskutiert über
Jugend(en) – mit welchem Anspruch und aus welcher Perspektive? Wie wird Jugend adressiert,
konzeptualisiert oder repräsentiert? Wer markiert damit (welche) Bilder von Jugenden? Was „soll“
Jugend (sein), was „will“ sie und was kann sie noch „wollen“? Und warum wird aus einem „über“
Jugend so selten ein „mit“ Jugend oder „durch“ Jugend? Diese Fragen bilden den Ausgangspunkt
für eine Auseinandersetzung mit Jugenden im Kontext Kultureller Bildung auf der Tagung.