Kindertageseinrichtungen sind zentrale Bildungsräume in der frühen Kindheit und Frühförderung. Sie ermöglichen Teilhabe, Beziehungen und Bildungsprozesse. Doch nicht alle Bildungsbiografien verlaufen kontinuierlich: Nicht geplante oder nicht einvernehmliche Betreuungsabbrüche führen zu Brüchen im Zugang zu diesen Bildungsräumen. Wie solche institutionellen Diskontinuitäten entstehen und wie sie von den Beteiligten bearbeitet werden, steht im Zentrum des Projekts. Es beschäftigt sich mit der Frage, wie nicht geplante oder nicht einvernehmliche Betreuungsabbrüche entstehen, wie sie begründet werden und auf welche Art und Weise die beteiligten Akteur:innen mit diesen Situationen umgehen. Im Fokus stehen dabei die Perspektiven der beteiligten Akteur:innen, sowie die institutionellen Prozesse und Handlungsweisen. Im Rahmen der Reflexiven Grounded Theory werden leitfadengestützte Interviews, ergänzt durch gemeinsam erstellte Netzwerkkarten, gestaltet, die die beteiligten Akteur:innen und institutionellen Konstellationen sichtbar machen. Ziel ist, ein vertieftes Verständnis dieser Brüche in Bildungsräumen zu entwickeln.
Interviewpartner:innen gesucht
Für das Projekt werden Gesprächspartner:innen gesucht, die Erfahrungen mit nicht geplanten oder nicht einvernehmlichen Betreuungsabbrüchen in der frühen Kindheit haben – unabhängig von ihrer Rolle.
Was bedeutet eine Teilnahme?
In dem Interview haben Sie die Möglichkeit, eine konkrete Situation oder einen Fall zu schildern, ihre Sichtweisen, Deutungen und Handlungsspielräume darzustellen und institutionelle Rahmenbedingungen zu beschreiben. Ihr Erfahrungswissen kann dazu beitragen, die Entstehung und Gestaltung dieser Prozesse besser zu verstehen.
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