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Informationen für Interessierte und Projektteilnehmende

Informationen für Interessierte und Projektteilnehmende

Liebe Fachkräfte der Frühförderung, liebe Eltern, liebe Interessierte,

herzlich willkommen auf der Seite des Projekts inten-e. Wir freuen uns über ihr Interesse!

Im folgenden finden Sie alle relevanten Informationen rund um das Projekt und dazu, wie sie sich beteiligen können.

Wenn Sie möchten, tragen Sie gerne Ihre Mailadresse in das folgende Kontaktformular ein – wir halten Sie dann über alle Termine und Fortschritte des Projekts auf dem Laufenden.

Herzliche Grüße,

Anna Beyer

Worum geht es in dem Projekt?

Ziel des Projekts:

  • Kinder mit Entwicklungsverzögerung oder Behinderung und ihre Familien sollen bestmögliche Unterstützung durch die Frühförderung erhalten, damit sie sich so gut wie möglich entwickeln und an der Gesellschaft teilhaben können.
  • Fachkräfte der Frühförderung sollend dafür ein Konzept erhalten, das Ihnen hilft, Kinder und ihre Familien bestmöglich und auf Basis von Methoden, deren Wirksamkeit wissenschaftlich bestätigt ist, zu unterstützen.

Hintergrund:

Bezugspersonen von jungen Kindern mit Entwicklungsverzögerung oder Behinderung berichten häufig von Schwierigkeiten, die Kommunikationsversuche und -formen ihrer Kinder zu erkennen oder ihnen passende Bedeutung zuzuschreiben, weil diese sich im Lauf der Zeit immer wieder verändern. Bisherige wissenschaftliche Untersuchungen zeigen auch, dass Eltern eine zentrale Rolle in der frühen Entwicklung ihrer Kinder spielen; insbesondere deren Fähigkeit, zu erkennen, wann Kinder etwas mitteilen wollen, den Signalen des Kindes Bedeutung zuzuschreiben und angemessen darauf zu reagieren. Gleichzeitig gibt es aber kaum wissenschaftlich fundierte Konzepte in Bezug auf diesbezügliche Unterstützungsangebote für Eltern, die deren Lebenssituation berücksichtigenDas wollen wir ändern. Wir möchten, dass Kinder mit Entwicklungsverzögerung oder Behinderung bestmögliche Entwicklungs- und Teilhabechancen bekommen und dass Ihre Familien bestmögliche Unterstützung vonseiten bei der Erziehung und Förderung erhalten. 

Wir möchten deshalb gemeinsam mit Eltern und Fachkräften der Frühförderung ein neues Konzept entwickeln, das:

  • wissenschaftlich gut fundiert und gleichzeitig alltagstauglich ist
  • die Lebenssituation, Wünsche und Bedürfnisse von Familien mit einem Kind mit Entwicklungsverzögerung oder Behinderung ernst nimmt
  • die Rahmenbedingungen berücksichtigt, unter denen Fachkräfte der Frühförderung arbeiten

Statt ein fertiges Konzept „am Schreibtisch“ zu entwerfen, möchten wir es von Anfang an mit Ihnen gemeinsam entwickeln. Im Zentrum stehen u.a. folgende Fragen:

  • Was hilft Eltern im Alltag, um die Signale ihres Kindes (besser) zu verstehen? Welche Bedarfe und Bedürfnisse haben sie in Bezug auf die Frühförderung? Welche Formen von Unterstützung passen zu ihrem Familienleben?
  • Wie unterstützt die Frühförderung Eltern bisher im Bezug auf die Kommunikation mit ihrem Kind? Welche Rahmenbedingungen beeinflussen die Zusammenarbeit mit den Eltern?
  • Wie kann die Zusammenarbeit von Fachkräften der Frühförderung und Eltern am Besten gelingen?

Was passiert im Projektverlauf?

Phase 1: Vorbereitung

    • Die Projektleiterin, Anna Beyer, bereitet das Projekt vor, indem sie Rahmenbedingugnen klärt, Teilnehmende anfragt, Genehmigungen einholt o.ä.

Phase 2: Ende April 2026 bis Dezember 2026

Ein Konzept für die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Fachkräften bei der Förderung der intentionalen Kommunikation des Kindes soll entwickelt werden

    • Die Projektleiterin arbeitet aus, welche wissenschaftlichen Erkenntnisse es aus anderen Studien gibt und stellt diese den Projektbeteiligten vor
    • Es finden regelmäßige Co-Creation-Workshops statt  1x/Monat). Hier treffen die Projektleiterin, Eltern und Fachkräfte gemeinsame Entscheidungen zum Projektverlauf, z.B.
      • Was müssen wir wissen, um ein gutes Konzept entwickeln zu können? Welche Informationen sind dafür nötig?
      • Wer muss nach seinen Erfahrungen, Bedürfnissen und Wünschen befragt werden, und welche Fragen müssen gestellt werden?
      • Was sagen die ersten Ergebnisse aus?
      • Welche Schulssfolgerungen für das Konzept müssen aus den Ergebnissen gezogen werden?
      • Wie muss das Konezpt aufgebaut sein, damit es sich gut in den Alltag der Frühförderung einfügt?
    • Die Projektleiterin führt Interviews und werte diese aus, unter Einbezug der Entscheidungen, die in den Co-Creation-Workshops getroffen wurden
    • Weitere Formen der Zusammenarbeit können im Rahmen der Co-Creation-Workshops beschlossen werden. Da stehen immer die Wünsche, Möglichkeiten und Ressourcen aller Beteiligten im Vordergrund.
    • Alle erarbeiteten Materialen und (Zwischen-)Ergebnisse werden den Projektbeteiligten bereits im Prozess zur Verfügung gestellt.
    • Die Projektleiterin informiert alle Beteiligten und Interessierten mindestens einmal monatlich über den aktuellen Stand des Projekts.

Am Ende der Phase steht ein Entwurf für ein Konzept und zugehörige Materialien, dass die Frühförderung in ihrer Arbeit nutzen kann.

 

Phase 3: Januar bis Dezember 2027*

    • Fachkräfte der Frühförderung nutzen und erproben das Konzept in ihrer Arbeit
    • Der Einsatz wird wissenschaftlich begleitet
    • Wenn nötig, wird das Konzept überarbeitet und angepasst

* der Übergang zwischen Phase zwei und drei kann ggf. auch fließend verlaufen.

Wer kann mitmachen?

Sie sind herzlich eingeladen, wenn Sie:

    • Mutter, Vater oder eine andere enge Bezugsperson eines Kindes sind,
    • das jünger als 7 Jahre ist,
    • Frühföderung erhält und
    • Nnoch nicht spricht
    • als Fachkraft an einer Frühförderstelle arbeiten, die diese Kinder und ihre Familien berät und betreut.

Sofern Sie nicht zu diesen beiden Gruppen gehören, aber trotzdem Interesse haben, sich einzubringen, sprechen Sie uns gerne an. Wir überlegen dann gemeinsam, was passend sein könnte.

Wie läuft die Teilnahme ab?

  • Sie melden sich unverbindlich bei uns (Mail an anna.beyer(at)ph-ludwigsburg.de) oder registrieren sich über das Kontaktformular in Kürze oben auf dieser Seite zu finden. Wir werden Sie dann regelmäßig über den Verlauf des Projekts, Termine, Beteiligungsmöglichkeiten und (Zwischen-)Ergebnisse informieren
  • Wenn Sie möchten, führen wir gerne ein Kennenlerngespräch (Telefon, Videoanruf oder vor Ort bei Ihnen oder an der PH Ludwigsburg), in dem wir offene Fragen klären und gemeinsam überlegen, welche Form der Beteiligung für Sie passen könnte, was Sie von uns brauchen und in welcher Form sie selbst von einer Beteiligung profitieren können.

Wir wissen, dass Ihr Alltag fordernd sein kann und Sie wahrscheinlich nur begrenzt Zeit haben. Gleichzeitig können wir Ihnen leider auch keine finanzielle Aufwandsentschädigung anbieten. Entsprechend stehen Freiwilligkeit und die Passung mit Ihren individuellen Wünschen und Möglichkeiten an erster Stelle. Art und Umfang Ihrer Beteiligung können Sie selbstverständlich zu jedem Zeitpunkt im Projektverlauf selbst festlegen. Wir freuen uns über jede Beteiligung. Sollte es Ihnen im Verlauf zu viel werden, dann steht es Ihnen natürlich jederzeit frei, wieder aus dem Projekt auszusteigen.

Im Lauf des Projekts werden sich vielfältige Fragestellungen ergeben, bei denen Sie sich einbringen können. Mögliche Arten der Beteiligungen könnten z.B. sein:  

    • Teilnahme an einem monatlichen Co-Creation-Workshops (voraussichtlich via Videoanruf), in der (Zwischen-)Eregebnisse vorgestellt und diskutiert und wichtige Entscheidungen im Projektverlauf getroffen werden (keine regelmäßige Anwesenheit erforderlich, Sie dürfen auch zu einzelnen Terminen kommen!)
    • In einem Interview von Ihren Erfahrungen und Wünschen berichten
    • Kontakte zu weiteren Interessierten herstellen
    • Feedback zu entwickelten Materialien geben
    • Per Mail oder in kurzen Online-Fragebögen Rückmeldungen zu verschiedenen Themen geben, z.B.
      • Welche Fragen sind besonders wichtig?
      • Was muss bei der Konzeptentwicklung unbedingt beachtet werden?
      • In welcher Form sollten Ergebnisse aufbereitet und verbreitet werden, damit sie bei denjenigen ankommen, die davon betroffen sind?
    • An schriftlichen Veröffentlichungen der Ergebnisse mitarbeiten
    • Und weitere. Melden Sie sich gerne, wennn Sie Ideen oder Vorschläge haben.

Sie sind eingeladen, sich an jeder Phase und Entscheidung des Projekts zu beteiligen – gerne auch an der Planung, Eingrenzung der Fragestellung, Wahl von Methoden, Auswertung der Daten, etc. Wir wollen GEMEINSAM MIT Ihnen forschen, nicht ÜBER Sie.

Natürlich dürfen Sie jederzeit frei entscheiden, ob und wie Sie sich beteiligen wollen.  

Wann findet das Projekt statt?

Ab Mitte April 2026 bis spätestens Ende des Jahres 2027

Termine und Veranstaltungen, die im Kontext des Projekts stattfinden, werden per Mail angekündigt.

Und was habe ich davon, wenn ich mitmache?

Unser Ziel ist, dass für Sie ein direkter Mehrwert entsteht – nicht nur „irgendwann“, sondern auch schon während des Projekts. Teilen Sie uns gerne mit, was Sie sich wünschen und was Sie von uns brauchen. Gemeinsam überlegen wir dann, was passend und realistisch ist.

 

Als Elternteil

    • Die Möglichkeit, ein Unterstützungsangebot nach Ihren Wünschen mitzugestalten, von dem viele andere Familien und vielleicht auch Sie selbst profitieren können
    • Gute und fundierte Informationen zu Themen rund um das Projekt (z.B. die Kommunikative Entwicklung von Kindern, Fördermöglichkeiten,…)
    • Anregungen dazu, wie Sie im Alltag noch besser mit Ihrem Kind in Kontakt kommen können
    • Auf Wunsch Vernetzung mit anderen Eltern
    • Die Möglichkeit, sich auszutauschen, Fragen zu stellen und Erfahrungen zu besprechen
    • Einblicke in die Wissenschaft und den Verlauf eines Forschungsprojekts (auf Wunsch auch die Möglichkeit der Beteiligung an der Erstellung von schriftlichen Veröffentlichungen)
    • Am Ende des Projekts: ggf. Materialen oder Formate, die Sie selbst weiter nutzen können (was genau entstehen soll, wird im Lauf des Projekts entschieden. denkbar wären z.B. Beobachtungshilfen, Infomaterial, kleine Übungen für den Alltag,…)
    • Zertitifikat über die Teilnahme am Projekt

 

Als Fachkraft der Frühförderung

    • Die Möglichkeit, ein fachlich und wissenschaftlich gut fundiertes Konzept so mitzugestalten, dass es sowohl zu Ihren Rahmenbedingugnen als auch zu den Bedürfnissen der Eltern passt – Ihre Erfahrung als Expert:innen für Frühförderung fließt sichtbar ein
    • Am Ende des Projekts ein Konzept, mit dem Sie Ihre tägliche Arbeit optimieren erleichtern können (z.B. ein klarer „roter Faden“ für die Förderung der frühen Kommunikation gemeinsam mit den Eltern, der die Planung erleichtern und Zeit sparen kann)
    • Ggf. konkrete Materialen für die Praxis, die im Projektverlauf entstehen (denkbar wären z.B. Leitfäden für Diagnostik, Beobachtung oder Gespräche, Infomaterial, kleine Übungen für den Alltag und ähnliches. Was genau entstehen soll, wird im Verlauf des Projekts gemeinsam mit Ihnen entschieden)
    • Möglichkeiten für die Reflexion Ihrer Arbeit
    • Wenn gewünscht: Feedback der Wissenschaftlerinnen zu Ihrer Arbeit rund um die Zusammenarbeit mit Eltern zur Förderung der Kommunikationsentwicklung des Kindes
    • Die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Fachkräften, Eltern und Wissenschaftlerinnen
    • Wenn gewünscht: Wissenschaftlich fundierter Input zu Themen rund um das Projekt, die für Sie relevant sind (z.B. kleine Fortbildung zur Förderung intentionaler Kommunikation bei Kindern mit Behinderung)
    • Wenn gewünscht: Mitarbeit an Veröffentlichungen zum Projektthema oder gemeinsame Vorstellung des Projekts auf Fachtagungen
    • Eine wissenschaftliche Basis für die Argumentation der Bedeutsamkeit Ihrer Arbeit und benötigte Ressourcen gegenüber Politik und Trägern
    • Zertifikat über die Teilnahme am Projekt

Was passiert mit den Informationen über mich und mein Leben bzw. meine Arbeit, die ich im Projekt preisgebe?

Bevor wir Daten jeglicher Art von Ihnen erheben, speichern oder verarbeiten, werden wir Sie in schriftlicher Form um Erlaubnis dafür bitten. Die Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung ist Ihre uns gegenüber erklärte Einwilligung (nach Art. 6 (1) lit. a) DSVGVO).

Wenn Sie am Projekt teilnehmen möchten, müssen wir zunächst Ihren Namen und Ihre Kontaktdaten (Mailadresse, ggf. Telefonnummer) speichern, um mit Ihnen in Kontakt zu kommen. Solche personenbezogene Daten werden während der Projektlaufzeit mur auf einem dienstlichen, passwortgeschützen Rechner der Projektleiterin gespeichert und gelöscht, sobald das Projekt abgeschlossen ist oder Sie uns darum bitten.

Daten und Materialien, die während der Co-Creation-Workshops entstehen (z.B. Ideensammlungen), werden den Projektbeteiligten in einem geschützen Rahmen zur Verfügung gestellt. Dabei wird darauf geachtet, dass keine personenbezogenen oder vertraulichen Informationen erfasst und verarbeitet werden. Wir werden Sie im Rahmen der Co-Creation-Workshops noch einmal darauf hinweisen.

Wenn Sie im Rahmen eines Interviews von Ihren Erfahrungen und Wünschen berichten, werden wir noch einmal eine separate Zustimmung von Ihnen einholen.

Interviews werden in der Regel aufgezeichnet und die Audiodatei wird auf dem dienstlichen, passwortgeschützen Rechner der Projektleiterin gespeichert und verarbeitet. Sicherungskopien werden auf einer verschlüsselten, passwortgeschützen externen Festplatte sowie in einem datenschutzkonformen und passwortgeschützen Cloudsystem abgelegt und in regelmäßigen Abständen aktualisiert. Ein Zugang zu bestimmten anderen, noch nicht anonymisierten Daten (z.B. Originalaudiomitschnitte von Interviews, Videos) kann Projektmitarbeitenden durch die Projektleiterin gewährt werden, wenn deren Aufgabe im Projekt dies unabdingbar macht (z.B. Transkription von Interviewaufnahmen). Voraussetzung ist, dass diese Person im Vorfeld eine Vertraulichkeitserklärung unterzeichnet, in der Sie versichert, diese Daten mit der nötigen Diskretion zu behandeln,  keinesfalls Dritten zugänglich zu machen und nicht zu anderen Zwecken zu nutzen. Diese Daten dürfen ebenfalls nicht auf private Endgeräte heruntergeladen werden.

Interviewaufnahmen werden transkribiert (d.h., abgetippt) und dabei anonymisiert. Das bedeutet, dass alle personenbezogenen Informationen (z.B. Namen, Orte) oder Kombinationen von Informationen, die auf eine bestimmte Person schließen lassen, aus dem Text entfernt oder verfremdet werden. Sobald das Transkript (=das Interview in Textform) fertig ist, werden alle Tonaufzeichnungen gelernt. Wenn Sie damit einverstanden sind, wird der Interviewtext den Projektbeteiligten auf einer internen, passwortgeschützen Plattform zur Verfügung gestellt und für die Konzeptentwicklung genutzt. Sofern wir die Erlaubnis von Ihnen erhalten, würden wir Ausschnitte aus Interviewtranskripten gerne auch in Seminaren mit Studierenden an der Hochschule nutzen (natürlich nur in anonymisierter Form).

Einen kompletten, ausführlichen Plan zum Umgang mit Daten im Kontext des Projekts lassen wir Ihnen auf Anfrage gerne zukommen.